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Posts published in “Digitales”

Datenverarbeitung, Geschichte, Computer, Internet

Redesign

Jan 0

Ich muss zugeben, das alte Blogdesign war schon ziemlich miefig. Die Zeiten im Web ändern sich schnell und damit die Anforderungen an eine Webseite. Immerhin war das alte Blogdesign schon responsive, d.h. es passte sich seiner Umgebung an (Handy, Tablet, PC). Aber heute hat keiner mehr Bock seitenlang sich durch Einträge zu scrollen, das Optische steht viel mehr im Vordergrund. So in etwa war meine Anforderung an das neue Blogdesign. Es folgte das übliche Spiel. Design ausprobieren, bei Bedarf runterladen, auf den Server kopieren, nochmal ausprobieren und dann (zu 90%) wieder löschen. Nach einiger Zeit stellte sich raus, dass mir das Masonry-Design ziemlich gut gefällt, d.h. von den Beiträgen sieht man das Titelbild und einen Ausschnitt des Artikels. Also suchte ich gezielter und wurde bald auf das Oria-Theme aufmerksam. Ich aktivierte es und es gefiel mir sehr gut. Krisztas Meinung ging in einer andere Richtung, ich meinte nur: "Wart's mal ab...".

Also hockte ich mich hin, stellte die Farben um, verschob einige Bilder, dass sie als Titelbilder angezeigt wurden und spielte ein bisschen mit der meiner Tag-Cloud meiner Last.fm-Titel herum. Heraus kam der schöne Header und fertig war das neue Design. Kriszta war neidisch und wollte auch gleich, dass ich was für unseren Reiseblog finde. Aber das ist eine Aufgabe, die noch vor mir liegt. Momentan bin ich damit beschäftigt, immer mal hier und da einen Artikel anzupassen, dass die Bilder nicht mehr 300 x ??? sind, sondern auf 500 Pixel aufgeblasen werden. Kann ewig dauern, drängelt ja aber auch nicht...

Feiertagsbasteln

Jan 2

Letzten Montag / Dienstag habe ich mir mal die Zeit genommen, meinen Rechner auf Vordermann zu bringen. Schon seit der Umstellung auf Windows 10 zickte mein Mainboard. Die alte Software für die Lüftersteuerung lief nicht mehr. Das neue Programm, was von Gigabyte geliefert wurde, startete zwar artig mit Windows, machte aber nichts, bis man das Fenster aus der Taskleiste aufrief. Nachdem Mitte September Windows 10 wieder aktualisiert wurde, half auch der Aufruf aus der Taskleiste nicht mehr, es blieb laut. Wir erinnern uns: Draußen waren noch angenehme 24°C, aber es reichte, dass der Rechner auf Hochtouren röhrte.

Und jetzt kam die Herausforderung: Ich hatte mir ein neues Mainboard von ASRock gekauft, was eine bessere Aufteilung der Steckplätze versprach und mir damit ermöglichte, endlich mal eine PCI-Express-Soundkarte einzubauen. Außerdem gab es laut Hersteller vollständige Windows-10-Unterstützung, nicht wie beim einem alten Board, wo mit Windows 8 (nicht mal 8.1!) Schluss war. Ich fragte bei einem Kollegen auf Arbeit nach - Mainboard wechseln, ohne komplett alles neu zu installieren? Seine Meinung - Windows 10, klar kein Problem!.

Also sicherte ich am Montag alle meine Daten - nur zur Vorsicht. Dann folgte der Ausbau - raus mit dem alten Board, neues Board rein, alle Pins wieder belegen, Prozessor & Lüfter aufbauen, Karten stecken und dann das erste Einschalten...

Stille! Ach so, ich hatte vergessen, den Schalter am Netzteil anzuschalten. Der Rechner röhrte los, das BIOS meldete sich. Ich stellte schnell alles ein, jetzt wurde es richtig spannend. Es meldete sich schon mal das Windows-10-Logo und kurz darauf sah ich das, was ich jeden Tag sehe: den Anmeldebildschirm. Das sah prima aus. Ich hatte schon alle Treiber für das neue Board und die Soundkarte heruntergeladen und installierte sie jetzt der Reihe nach. Danach ging ich in den Gerätemanager und ließ mir alle Geräte anzeigen, die jetzt nicht mehr aktiv waren und entfernte sie (so wird man die Treiberleichen los). Das Ergebnis: Ein superstiller Rechner mit neuem Mainboard ohne Neuinstallation. So geht Betriebssystem heute!

Backup Schritt 2+3: Vergleichen und Auswählen

Jan 0

Heute gibt es mal wieder was zu sehen. Nachdem ich das letzte Mal den Grundstein für meine Backup-Software gelegt habe, ging es jetzt darum, Stück für Stück die Software zu erweitern. Schritt 2 sieht vor, dass ich überprüfen möchte, ob meine Sicherung erfolgreich war. Wie macht man das am besten? Einfach vergleichen, ob die Dateigröße übereinstimmt? Nein, dass ist zu simpel - ich möchte wirklich sicher sein. Meine erste Idee war, dass ich beide Dateien (aus Quelle und Ziel) wirklich Byte für Byte miteinander vergleiche. Aber eine kleine Internetrecherche brachte mich auf eine andere Idee: Aus dem Inhalt beider Dateien einen MD5-Hash berechnen und den miteinander vergleichen. Die Chance, dass hier das Gleiche entsteht, ist zwar vorhanden, aber mit dem Risiko kann ich leben. Außerdem habe ich dann die Möglichkeit wenn ich später noch das inkrementelle Backup einbaue, dass ich an jedes Paket eine Datei mit den MD5-Hashes anhänge und mir den Vorteil erkaufe, nicht nur nachsehen zu müssen, ob an der Datei geändert wurde, sondern auch inhaltliche Änderungen registriere.

Und dann war mal wieder die Oberfläche dran. Ich musste wieder einige Klassen in meine gemeinsam genutzte Bibliothek verschieben, Namespaces korrigieren und dann konnte ich mich darum kümmern, dass ich das Quellverzeichnis auswählen kann. Und nun das Ergebnis von Schritt 3: Ich kann das Quellverzeichnis auswählen:

Im Zusammenhang mit dem MD5-Hash ist mir natürlich aufgefallen, dass ich da etwas mit dem Feuer spiele. Denn wenn ich große Dateien (z.B. 1GB) miteinander vergleiche, dann steigt mir das Programm mit einem Fehler aus: Out of memory. Bei 16GB Hauptspeicher etwas merkwürdig, aber um solche Fehler will ich mich erst kümmern, wenn das Backup bei mir in Echtbetrieb geht.

Backup Schritt 1: Einfach mal sichern

Jan 0

Ich habe mir am Sonntag ein bisschen Zeit genommen und mit der Programmierung angefangen. Klingt doch gar nicht so kompliziert: mal einen Ordner kopieren. Am Anfang habe ich erstmal ein paar Komponenten, die ich schon in der Plattenverwaltung verwende, in eine gemeinsam genutzte Bibliothek verschoben und musste natürlich in der Plattenverwaltung ein paar Referenzen korrigieren. So nach 2-3 Stunden hatte ich dann eine Oberfläche mit einem Button und eine wieder funktionierende Plattenverwaltung.

Für den Anfang stand ja folgendes fest:

  • kein Oberflächen-Schnick-Schnack - Button und fertig
  • Quelle und Ziel sind im Code verankert
  • Backup läuft synchron, d.h. keine Aktualisierung der Oberfläche während kopiert wird

Datenmodell brauchte ich diesmal nicht und konnte gleich loslegen. In meinem Kopf stiegen die Aufgaben wie kleine Bläschen hoch. Verzeichnis rekursiv auslesen, Liste von Dateien erstellen, Dateien kopieren. Schon allein für das Auslesen gibt es mehrere Wege und Strategien. Ich entschloss mich für die ausführliche Version, die mir zu einer Datei gleich die Attribute (Ist ein Verzeichnis? Ist eine temporäre Datei?) mitliefert. Strategie ist "Tiefe zuerst", d.h. erstmal alle Verzeichnisse durchklappern und dort die Dateien einsammeln. Dann wurde es kurz kniffelig. Ich musste ja den Quellpfad nehmen und mit dem Zielpfad mischen. Also wenn ich z.B. den Ordner C:\Users\jan\Pictures nach E:\ sichern will, muss ich die Datei C:\Users\jan\Pictures\Island\tolles_bild.jpg nach E:\Pictures-2016-09-14_19-34\Island\tolles_bild.jpg kopieren. An der Stelle vielen mir drei Szenarios ein: 1. Verzeichnis nach Verzeichnis (easy - der Standardfall), 2. Verzeichnis nach Laufwerk (etwas Spaß mit den Pfadtrennern, aber auch noch einfach) und 3. irgendwas mit Netzwerkpfaden (erstmal nicht ausprobiert). Dass an den Zielpfad das Datum und die Uhrzeit rangeklebt wird, ist zwar etwas vorgegriffen, aber dann hab ich es schon mal drin.

Damit es überhaupt was zu sehen gibt, schon mal die Code-Map des Projekts. Momentan noch sehr übersichtlich...

Handmade Backup

Jan 0

Seit dem Desasterumbau in meinem Rechner, habe ich jede Woche ein Backup zu laufen. Manche Daten sichere ich wöchentlich, manche monatlich. Viele Sicherungen - gerade bei den Fotos - laufen inkrementell. Trotzdem kommt es immer mal vor, dass mehrere Vollsicherungen zu einem Zeitpunkt anstehen. Ich hocke nun auch nicht den ganzen Tag vor dem Rechner, um Backups laufen zu lassen, d.h. ich breche die Sicherungsaufträge ab, weil ich sie später wiederholen möchte. Auch wenn ich den Haken bei "Sicherung wiederholen" in meiner Backup-Software gesetzt habe, wird die Sicherung nicht wiederholt. Was zur Folge hatte, dass ich nachfragte, warum denn die Sicherung nicht wiederholt wird. Als Antwort kam: Wenn der Auftrag gestartet wurde, gilt die Sicherung als gemacht. Entschuldigung, aber häää? Ich schrieb eine Antwort, die besagte, dass ich eine erfolgreiche Sicherung möchte und nicht eine gestartete Sicherung. Nach der Aussage kam nichts mehr...

Und nun? Selbst ist der Entwickler, also starte ich ein neues Projekt: meine eigene Backup-Software. Wie auch bei meiner Plattenverwaltung zählt hier - die Software soll meine Wünsche erfüllen und wer Lust hast, kann sie gern benutzen. Also habe ich mich mal hingesetzt und aufgeschrieben, wie ich meine Backup-Software schrittweise aufbaue:

  1. Ich möchte einen Ordner auf ein anderes Laufwerk sichern.
  2. Ich möchte Quelle und Ziel nach dem Backup miteinander vergleichen und sicher sein, dass beide identisch sind.
  3. Ich möchte den Ordner auswählen, den ich sichern möchte.
  4. Ich möchte das Ziellaufwerk auswählen, wo ich hinsichern möchte.
  5. Ich möchte die Konfiguration beim nächsten Programmstart zur Verfügung haben.
  6. Ich möchte einen Hinweis erhalten, wenn das Ziellaufwerk nicht zur Verfügung steht.
  7. Ich möchte den Fortschritt des Auftrags kontrollieren können.
  8. Ich möchte den Auftrag abbrechen können.
  9. Ich möchte den Status des letzten Auftrags einsehen können (erfolgreich, abgebrochen, fehlerhaft).
  10. Ich möchte mehrere Aufträge mit Konfiguration (Quelle, Ziel) anlegen können.
  11. Ich möchte, dass das Backup zu einer bestimmten Uhrzeit monatlich startet.
  12. Ich möchte, dass der Auftrag wiederholt wird, wenn er nicht erfolgreich durchgeführt wurde.
  13. Ich möchte die Uhrzeit einstellen können und in meinem Auftrag hinlegt haben.
  14. Ich möchte das Intervall einstellen und mit dem Auftrag speichern können.
  15. Ich möchte auf dem Ziellaufwerk Platz sparen und die Sicherung in einer komprimierten Datei ablegen.
  16. Ich möchte die Anzahl meiner Sicherungen limitieren, d.h. alte Sicherungen werden entfernt.
  17. Ich möchte die Anzahl der verbleibenden Sicherungen in meinem Auftrag hinterlegen können.
  18. Ich möchte eine inkrementelle Sicherung erstellen, bevor die nächste Vollsicherung gemacht wird.
  19. Ich möchte die Anzahl der inkrementellen Sicherungen einstellen und mit meinem Auftrag speichern.

Klingt erstmal überschaubar, aber trotzdem steckt da eine ganze Menge Arbeit dahinter.

Ist Windows 10 einfach sch…lecht?

Jan 0

Die kurze Antwort: Ja! Die lange Antwort: Nein! Aber wie kann etwas gut und gleichzeitig schlecht sein? Eigentlich ist die Frage schnell beantwortet. Microsoft hat mit Windows 10 nicht nur wieder an der Oberfläche gedreht, sondern auch einiges im Untergrund geändert. Natürlich bedeutet das für Softwarehersteller, dass neue Treiber und neue Versionen veröffentlicht werden müssen. Wenn man mal einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Betriebssystementwicklung wirft, wird klar, dass es immer Zeit für Veränderungen gab.

Am Anfang war DOS - MS-DOS. Parallel entwickelte Microsoft in Zusammenarbeit ein Betriebssystem, was später bei IBM als OS/2 bzw. bei Microsoft als Windows NT hervorging. Irgendwann kam dann mit Windows ein Aufsatz auf das DOS-System. Mit Windows 2000 wurden die Zöpfe des DOS-Aufsatzes abgeschnitten und es erschien ein Betriebssystem, was gleichzeitig für den Server-, als auch mit Abstrichen für den Heimanwender gedacht war. Letzteres erfolgte erst mit Windows XP. Hier stieß man die Serveranwender etwas vor den Kopf, die nichts mit der Bonbon-Oberfläche anfangen wollten/konnten. XP hielt sich lange bzw. ist heute noch im Einsatz. Der nächste Einschnitt war das allgemein ignorierte Windows Vista. Hier erlaubte sich Microsoft sämtliche bis dato existierenden Speicheroperationen als deprecated (d.h. veraltet) zu kennzeichnen und weitere neue Sicherheitsmechanismen zu etablieren. Windows 7 war das, was Vista eigentlich hätte sein sollen - die stabile Version eines neuen Betriebssystemes. Gleichzeitig verschob sich der Fokus in Richtung des Ressourcen hungrigen .NET-Frameworks. Mit Windows 8 änderte sich wieder etliches. Die neue Oberfläche kam (seinerzeit Metro-Oberfläche genannt) und mit ihr die Ausrichtung, dass .NET wieder näher an das Betriebssystem herangezogen wird. Gleichzeitig bekamen auch Tablet- und Smartphonebenutzer das gleiche Look & Feel wie der Desktopanwender. Der konnte natürlich nichts mit den komischen Kacheln anfangen und wünschte sich sehnsüchtig seinen Desktop mit seinem Start-Icon zurück, was ihm mit Windows 8.1 wieder erfüllt wurde.

Und nun Windows 10... bisher war es der Anwender gewöhnt, dass man sich alle paar Jahre ein neues Betriebssystem kauft und fertig. Aber Software wird ja eigentlich nie fertig, wie z.B. ein Auto. Es wird ständig daran gearbeitet, verbessert und das kontinuierlich. Also warum nicht die Auslieferung des Betriebssystems so umstellen, dass man in regelmäßigen Abständen Module durch neue austauscht bzw. korrigiert. Ist bei mir auf Arbeit auch der Fall - die Anwender zahlen einen monatlichen Beitrag (sogenannte Pflege) und bekommen jedes Quartal eine neue Version - die gesetzlichen Anforderungen genügt und Korrekturen und neue Module enthält. Dass mit der Bezahlung hat Microsoft noch nicht umgestellt, aber den Prozess schon. Es gibt derzeit zwei Veröffentlichungskreise. Im Fast Ring bekommt man vorzeitig sämtliche Änderungen und kann sie auf Herz und Nieren testen. Werden die Änderungen als stabil betrachtet, bekommt sie der Endanwender.

Wenn man das so liest, wird einem klar, warum Microsoft die Umstellung von Windows 7/8/8.1 auf Windows 10 mit dem Gratisprogramm forciert hat. Je mehr Anwender - vor allem im Fast Ring - desto vielfältiger das Feedback und desto stabiler die Versionen. Außerdem hat Windows 10 den Charme, dass man keine Updates mehr ignorieren kann (außer in den professionellen Versionen, wo man aber auch nur verzögern kann). D.h. jeder Windows-10-Anwender hat über kurz oder lang die aktuellste Version auf seinem Rechner. Keine Extratouren mehr für Leute, die Updates nicht einspielen. Gleichzeitig ist man aber als Endanwender auch ausgeliefert. Ein Update, was eine Pflegegebühr zur Pflicht macht und schon war es das. Kann sich aber Microsoft nicht erlauben. Das würde haufenweise Leute vergraulen, die garantiert noch eine alte Windows-7/8-Lizenz in der Schublade haben. Außerdem hat die Konkurrenz nicht geschlafen. Welche Konkurrenz fragt ihr? Apple mit seinen überteuerten Geräten? Nein, die haben ihren Kundenkreis. Schon mal darüber nachgedacht, dass Microsoft nicht ganz blöd war, das Betriebssystem für Tablets, Smartphones und Desktopanwender zusammen zu legen? Und was ist mit Android? Betriebssystem gratis + bezahlbare Apps (oder kostenlose mit Werbung) = volle Kostenkontrolle. Android ist auch nur ein anderes Linux. Schon was von Chromebooks gehört? Das sind Laptops, die unter Chrome OS laufen also quasi ein Android für Laptops.

Aber um zum Thema zurück zu kommen - mich nervt nicht Windows 10, nein - das läuft. Aber die Ignoranz der Hardwarehersteller ist stellenweise bestürzend. Mein Mainboard ist von 2012. Unter Windows 7 gab es ein schönes Tool, was es mir ermöglichte, die Drehzahl des Prozessorlüfters (Durchmesser 10cm) zu regeln. Läuft die Software unter Windows 10 - nein! Derzeit behelfe ich mir, indem ich die Software für Windows 8 für den Nachfolger des Boards laufen lasse. Natürlich startet die nicht automatisch mit Systemstart, sondern muss manuell aufgerufen werden. Danke Gigabyte! Grund genug mir mal ein neues Mainboard zu gönnen, für dass es auch Treiber für Windows 10 gibt und gleichzeitig auch noch wieder einen lang vermissten Partner auf dem Board zu begrüßen, eine Soundblaster Z. Bald ist mal wieder Bastelstunde...

Windows 10 und seine Treiber

Jan 0

Ich hatte mich die letzten Wochen wieder mal mit einem Problem herumärgern dürfen. Eine Woche vor Ablauf der Umstellungsfrist aktualisierten wir auf dem Rechner meiner Frau Windows 10. Und seit dem ging es los: Regelmäßig wurde die WLAN-Verbindung getrennt. Die Ursachen schienen vielfältig. Mal war es, wenn sie per Bluetooth eine kleine Box anschloss, mal war es, wenn sie eine Weile nicht am Rechner war. Mal war es, wenn sie einfach Spotify startete. Das Dumme daran war, dass das Wifi sich nicht einfach wiederverbinden ließ, sondern schlicht und ergreifend keine Netzwerkverbindung mehr auftauchte.

Schritt 1: Schreibe ein kleines Script, was die Netzwerkverbindung wieder aufnimmt!

Da das Problem sich vielleicht 2-3 mal am Tag zeigte, löste ich es erstmal mit einem kleinen Shell-Skript, was zwar half, aber die eigentliche Ursache nicht behob.

netsh interface set interface "Wifi 3" disabled
@set /p DUMMY=Abschalten
netsh interface set interface "Wifi 3" enabled
@set /p DUMMY=Anschalten

Was hier als "Wifi 3" bezeichnet wird, findet man, wenn man in der Systemsteuerung auf "Netzwerk und Internet" geht und dann im "Netzwerk- und Freigabecenter" links die Option "Adaptereinstellungen ändern" wählt und dann nach dem Adapter für sein Wifi sucht. Auf keinen Fall hilft es, wenn man den Namen seines WLANs einträgt. Ich habe auch zwei kleine Pausen eingefügt, weil das Netzwerk garnicht so schnell reagierte. Das Skript muss als Admin ausgeführt werden. Also legte ich eine Verknüpfung auf dem Desktop meiner Frau an, stellte ein, dass es als Admin ausgeführt wird und wenn die Verbindung verschwand, konnte die drauf klicken, musste zwei mal Enter drücken und schon ging es weiter.

Eigentlich hält ja nichts länger, als ein gutes Provisorium. Jedoch nicht in diesem Fall. Nachdem sich Kriszta beschwerte, dass es zwar funktioniert, aber sie dann ständig auf das Icon klicken muss, um die Verbindung wieder herzustellen und in der Zwischenzeit die Daten aus ihrem Webformular verloren gegangen waren, musste ich andere Wege finden.

Schritt 2: Was sagt der Router eigentlich?

Meine gute FritzBox! Seit ich eine 7390 habe, muss ich den Router nicht mehr wöchentlich neu starten. Ich hatte gelesen, dass es manchmal Probleme gibt, wenn WLAN und Bluetooth aktiviert sind. Grund ist folgender: Beide Protokolle arbeiten im Frequenzbereich von 2,4GHz und deswegen kann es zu Beinträchtigungen kommen. Ein Blick ins Protokoll der FritzBox verriet mir, dass Krisztas Rechner jedes Mal, wenn er die Verbindung verlor, mit der Meldung auftauchte, dass die MAC-Adresse xyz sich versucht hat mit einem falschen WLAN-Schlüssel anzumelden. War das hilfreich? Nein! Also weiter... eine kleine Recherche schlug mir eine Reihe von Schritten vor, die ich alle ausprobierte.

Schritt 3: Aktualisiere die WLAN- und Bluetooth-Treiber!

Da es sich um ein DELL-Notebook handelt, ging ich auf die Seite von DELL, die dann ein kleines Programm herunterlädt, welches der Webseite die Daten des Rechners mitteilt und dann gleich die passenden Treiber ausspuckt. Ich lud beide Treiber runter, installierte sie und wir warteten ab. Den nächsten Tag beschwerte sich meine Frau massiv, dass ihr die Verbindung im Minutentakt getrennt wurde. Also musste eine schnelle Lösung her.

Schritt 4: Schalte Bluetooth aus!

Windows scannt ja permanent seine Umgebung nach aktiven Bluetooth-Quellen um sich mit ihnen ggf. zu verbinden. Ich schaltete Bluetooth aus und wir beobachteten. Keine fünf Minuten später kippte die Verbindung wieder weg. Also nächster Versuch...

Schritt 5: Verbiete Windows, dass der Netzwerkadapter in Stromsparmodus geht!

Die Lösung findet man in sämtlichen Foren, auf YouTube und auf diversen Seiten. Ich bin sicher, sie hilft, aber nicht in unserem Fall. Wieder musste ich nicht lange warten, bis sich das Netzwerk verabschiedete. Einen Schritt hatte ich mir noch aufgehoben, weil der mir doch ziemlich risikoreich erschien.

Schritt 6: Installiere die alten Treiber von Windows 8

Wie schon in Schritt 3 lud ich die Treiber runter, nur diesmal für Windows 8. Das war sehr lustig, denn während des Downloads flog mir drei Mal die Verbindung weg. Die Installation begann etwas hakelig. Der Bluetooth-Treiber verabschiedete sich gleich damit, dass eine neuere Version eines Bluetooth-Programms bereits installiert ist. Also musste ich das alte Programm erstmal entfernen. Danach lief die Treiberinstallation fehlerfrei durch und was soll ich sagen - seit zwei Tagen arbeitet meine Frau wieder ganz normal mit ihrem Laptop und das Netzwerk bleibt stabil!

Pikachu!

Jan 0

Vor zwei Wochen, einen Tag bevor die deutsche Version erschien, brachte eine Kollegin uns die Welt von Pokémon Go nahe. Als sie uns kurz den Inhalt erzählte, kamen wir uns vor, als würde jemand in einer anderen Sprache mit uns reden. "Also um ein Pokémon zu fangen, brauchst du Pokébälle. Diese bekommst du in Pokéstops. Wenn du ein Pokémon gefangen hast, findest du es in deinem Pokédex..."

Ein paar Tage später installierte ich mir das Programm mal, schließlich musste ja was dran sein, wenn es nicht nur von der Presse gehyped wird, sondern auch noch in kurzer Zeit einen millionenfachen Download erreicht und man absurde Storys liest, dass Leute statt Pokémons Leichen gefunden haben oder liebende Pärchen aufgeschreckt haben.

Die App installiert und los ging es. Der Professor erklärt einem erstmal, wie man ein Pokémon fängt und dann darf man es selbst üben. Was danach folgt, ist ziemlich einfach, man muss es nur wissen. Ich hockte mich abends auf die Couch und hatte das Glück, dass vorm Haus jede Menge Taubsis erschienen. Nichts mit raus gehen und bewegen. Die Sammlung voller kleiner Viecher lernte ich am nächsten Tag, dass man die gefangenen Pokémons zurück zum Professor schicken kann und dafür artspezifische "Bonbons" erhält, mit denen man sein Pokémon weiter entwickeln und stärken kann. All diese Aktionen - einfangen, trainieren, entwickeln - bringen einem selbst Erfahrungspunkte. Um von Level 1 auf Level 2 zu kommen braucht man 1.000 Erfahrungspunkte, von 2 auf 3 2.000 Punkte usw. Das Fangen eines unbekannten Pokémon bringt 500 Punkte + 100 Punkte, die man ohnehin fürs Fangen bekommt. Also geht es ziemlich schnell nach oben.

Je höher ich vom Level kam, um so schwieriger wurde es, die Pokémon einzufangen - die dann wiederum auch weiter entwickelt waren. So verbrauchte ich ziemlich schnell meine Pokébälle. Das Doofe ist nur, dass es hier draußen auf dem Dorf keinen Pokéstop gibt. Dafür erscheinen hier auch mal seltene Pokémon, wie der allseits beliebte Pikachu. Letzten Freitag kam ich heim und er wartete direkt an der Straße. Gestern Abend kommen wir vom Canalissimo heim (wo ich meinen Vorrat an Pokébällen wieder ordentlich aufgestockt habe) und wer sitzt da?

Nach dem wir gestern in der Innenstadt von Bamberg waren, wo es von Pokéstops nur so wimmelt und auch jede Menge Pokémons gefangen werden wollen, kann ich verstehen, warum die Arenen mit Viechern gespickt sind, die 1.000 und mehr Wettkampfpunkte haben (mein Bester ist ein Tauboss mit 170 WP).

Eigentlich würde ich mich darüber freuen, wenn es entweder bald die Möglichkeit gibt, selbst Orte einzureichen, wo ein Pokéstop erscheinen soll oder die Möglichkeit geschaffen wird, dass man Pokémons gegen andere Gegenstände tauschen kann. So wie ich es mitbekommen habe, sind derzeit Pokéstops an den Stellen, wo der "Vorgänger" Ingress seine Stops hatte. Die Firma Niantic, die das Spiel entwickelt hat, hatte vorher ein Spiel namens Ingress, das genau nach dem selben Prinzip wie Pokémon Go funktionierte. Dort konnten die Spieler aber selbst Orte für die Stops und Arenen einreichen bzw. wurden Orte genommen, die von Google Maps als Sehenswürdigkeiten gekennzeichnet sind.

Fazit: Wer jetzt immer erzählt, dass jetzt die Leute rudelweise durch die Stadt ziehen und auf ihr Smartphone starren, der ist selbst vorher nie mit offenen Augen herumgelaufen - es war schon immer so. Nur mit dem Unterschied, dass jetzt auch die draußen rumlaufen, die sonst ihre Freizeit zockend vor dem Rechner verbracht haben. Ich finde die Spielidee gut, da man wirklich gezwungen ist, sich draußen zu bewegen. Das fängt beim Suchen von Pokémons an, geht über die Pokéstops und Arenen, die man nur erreichen kann, wenn man wirklich dort ist, bis hin zu den Eiern, die man einsammeln kann und für die man, je nach Ei, zwei, fünf oder zehn Kilometer laufen muss, um sie auszubrüten.

Lange nicht mehr gehört

Jan 0

Ich versuche mich ja - auch wenn ich einen iPod benutze - mich von den Statistiken und Informationen immer mehr unabhängig von iTunes bzw. von last.fm zu machen. Ein Feature, was ich an iTunes mag, ist die Information, wann welcher Titel gespielt wurde. So kann ich nachsehen, welche Scheibe ich lange nicht mehr gehört habe und mal wieder reinhören.

Mein Vorteil ist, dass ich in meiner Plattenverwaltung die Chartinformationen zurück bis 2004 vorliegen habe. Das heißt ich habe eine Datenbasis, die wesentlich umfangreicher ist, als die von iTunes. Also kann ich doch Nutzen daraus ziehen. Meine Herausforderung ist lediglich die, dass ich die Informationen in zwei Stufen vorliegen habe.

  1. Ich habe seit Oktober meine Charts, wo ich mir in einer separaten Tabelle zu jedem Tonträger das Datum gemerkt habe, an dem die Platte zuletzt gespielt wurde. Ganz einfache Abfrage - alle Tonträger ermitteln und dann nachschauen, wann das letzte Datum zu der jeweiligen Platte ist.
  2. Meine Jahrescharts - dort liegen die Informationen pro Tonträger, wie oft ich die Platte gespielt habe. Wie gesagt, diese Informationen reichen bis in das Jahr 2004 zurück. Auch hier ist die Abfrage einfach: Pro Tonträger den letzten Jahreseintrag heraussuchen ggf. in Betracht ziehen. Einziger Knackpunkt hier ist, dass ich beim Einlesen vielleicht den einen oder anderen Tonträger nicht bei den Charts zuordnen konnte und somit kein Eintrag in meiner SQL-Datenbank entstanden ist. Das hat zur Folge, dass die Notstufe greifen muss.
  3. Die Ausnahme: Die Platte muss vor 2004 das letzte Mal abgespielt worden sein oder ich habe keinen Eintrag gefunden. Hier ist auch Platz für potenziellen Unfug: Der Tonträger ist z.B. 2008 erschienen, ich konnte ihn nicht zuordnen und deshalb steht als letztes Abspieldatum 2003 drin. Gibt es aber zum Glück nicht.

Kaum hatte ich das Feature implementiert und starte das erste Mal, musste ich zwei Erkenntnisse hinnehmen. Zum einen das erwartete "Stimmt, die hast du lange nicht mehr gehört" und aber auch "Ich dachte, die Platte hätte ich verkauft?!".

Windows 10 und seine Updates

Jan 1

Seit ca. einem Monat habe ich nun meinen Rechner auf Windows 10 umgestellt. Kleine Empfehlung für, jene noch diesen Schritt vor sich haben und das kostenlose Upgrade-Angebot von Microsoft in Anspruch nehmen wollen: z.B. bei amazon.de bekommt man ziemlich preiswert Lizenzen für Windows 7 oder 8, die kostenlos upgradefähig sind. So behält man seine alte Lizenz und hat noch ein neues Windows 10 dazu. Ich entschied mich für ein Windows 8.1 Pro, das man auf Windows 10 Pro upgraden kann.

Um beide Betriebssysteme parallel zu betreiben, installierte ich EasyBCD, mit dem man ein Bootmenü konfigurieren kann, um das gewünschte System zu starten. Lief alles soweit gut, solange bis Microsoft sein erstes großes Update in den Verteiler schicke. Wir waren gerade aus dem Urlaub zurück und mein Rechner rief nach einem Neustart. Also gut, soll er machen! Langsam kletterte die Prozentanzeige des Fortschritts nach oben, zum Glück hatte ich genug wegzuräumen. Als er dann neu startete, wunderte ich mich über einen neuen Eintrag im Bootmenü: "Windows 10 Setup". Ich wählte ihn aus, er machte weiter - inzwischen räumte ich weiter auf, sodass ich erst das Endergebnis sah. Ein schöner Bluescreen of death, der mich kurz informierte, dass mein BCD-Eintrag kaputt war und sich nach Erneuerung sehnt.

Kein Problem dachte ich, dass habe ich schon mal gemacht! Der Befehl war doch...

bootrec /RebuildBcd

Doof nur, dass Windows zwar eine Windows-Partition fand, die aber "da sie nicht eindeutig zugeordnet werden kann", nicht eintragen wollte. Also ging eine verzweifelte Suche auf meinen Smartphone los. Zum Glück gibt es die Dinger, sonst wüsste ich nicht, wie ich das sonst hinbekommen hätte. Ich stieß auf mehrere Seiten, die mit einer Reihe von Befehlen daher kamen, die mir zu technisch aussahen - es musste doch was Einfacheres geben. Nein, nach einer Weile gab ich auf und probierte aus, was passiert.

Es beginnt alles damit, dass man von der Windows 10 DVD startet und dort sich in die Reparaturoptionen hangelt, um in die Kommandozeile zu kommen. Dort startet man das Programm DISKPART, dass mit einem eigenen Kommandosatz daher kommt. Also los...

** Schauen wir mal, welche Laufwerke es gibt
list disk
** jetzt die auswählen, wo das Windows installiert ist
select disk 0
** Lassen wir uns doch mal alle Volumes anzeigen
list volume
** Jetzt ist es wichtig: Es gibt eine versteckte Partition,
** die 100MB groß ist und mit FAT32 formatiert ist.
** Ich hatte das Problem, dass ich zwei davon hatte
** (Windows 10 und Windows 7) Deswegen war wohl das
** Windows-Update leicht überfordert.
** Also einfach mal tippen und das Volume auswählen
select volume 4
** Jetzt weisen wir dem Volume einen freien
** Laufwerksbuchstaben zu, den brauchen wir gleich
assign letter=M:
** und fertig
exit

Man sollte jetzt ein offenes Auge haben und gleichzeitig einen Blick darauf werfen, welchen Laufwerksbuchstaben die gewünschte Windows-Partition hat, wo das zu startende Windows drauf liegt. Denn jetzt machen wir selbst den BCD-Eintrag und dann sollte alles wieder gut sein.

bcdboot C:\Windows /l en-us /s M: /f ALL

Beim Aufruf von bcdboot kamen bei mir jede Menge Warnungen und ich wunderte mich schon. Als ich neu startete, wusste ich warum. Ich hatte die Windows 7 Partition wieder zum Leben erweckt. Aber da ich das Prinzip von DISKPART kapiert hatte, wies ich meinem Windows 10 wieder einen Laufwerksbuchstaben zu und schon startete ich wieder.

Das hin und her mit dem Update machte ich 2-3 mal, bis ich den Kanal voll hatte und kurzerhand das Datenkabel zu meiner Windows 7 Platte zog. Jetzt lief das Update ohne Muckern rein. Soweit bis jetzt... bis zum nächsten Update.