Eine ganze Weile bin ich davon ausgegangen, dass es irgendwie daran lag, dass ich einfach das Mainboard unter Windows einfach weggerissen habe und irgendein Treiberproblem vorlag. Aber heute habe ich mir einfach mal die Zeit genommen und recherchiert.

Das Problem äußert sich wie folgt: Ich schalte meinen Rechner ein, BIOS-Screen, Windows 10 startet, der Anmeldeschirm kommt hoch, ich logge mich ein und nach und nach werden die Programme für die Taskleiste gestartet und bringen ggf. ihre Meldungen hoch. Aber ich höre nichts – Stille! Starte ich darauf hin den Rechner neu, habe ich wieder Sound. Konfiguration: Mainboard ASRock, Soundkarte Soundblaster Z. Ich schreibe mal wieder zusammen, damit der geneigte Leser weiß, was nicht hilft:

  • Problembehandlung für Soundprobleme: Windows wurstelt eine ganze Weile vor sich hin und stellt dann fest, dass es neu starten will. Das Ergebnis: Sound geht, aber das geht ja immer, wenn man das zweite Mal startet. Sobald der erste Systemstart kommt, ist wieder Ruhe.
  • Treiber neu installieren: Schien für eine gewisse Zeit zu helfen, aber kaum meldete sich der neue GeForce-HD-Audio-Treiber, war wieder Ruhe. Auch wenn ich jetzt den Soundblaster-Treiber neu installierte half das nichts.

Also fragte ich Google, ob es nicht eine Lösung für mein Problem weiß. Die Überraschung war, dass ich auf erstaunlich viele Einträge stieß, die in erster Linie ins Kundenforum von Creative führten, wo sich etliche Nutzer beschwerten, dass ihre Soundkarten beim ersten Systemstart keinen Mucks von sich geben. Natürlich wurden mehrere Lösungsmöglichkeiten diskutiert, in erster Linie den Fast Boot im BIOS zu deaktivieren, wobei dann die Hälfte meinte, es hätte bei ihnen nicht geholfen. Danach folgte das Deaktivieren des Schnellstarts im Windows. Ein paar schlugen noch vor, die UEFI-Option im BIOS zu deaktivieren und ggf. Windows neu zu installieren. Na klar…

Ich filterte den für mich essenziellen Hinweis heraus und machte mich schlau, was der Schnellstart seit Windows 8 bedeutet. Im Grunde ist es wie der Stand-By-Modus beim Laptop. Windows schreibt den gesamten Speicherinhalt auf die Platte und muss so beim Neustart des Systems nichts mehr groß nachladen oder initialisieren. Sehr zu Leidwesen der Soundblaster, die offensichtlich eine besondere Behandlung fordert.

schnellstart

Um den Schnellstart abzuschalten, muss man in der Systemsteuerung in die Energieoptionen gehen. Dort gibt es links den Punkt „Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll“. Jetzt sieht man schon den Punkt „Schnellstart aktivieren (empfohlen)“, der aber noch deaktiviert ist. Also muss man kurz den Admin raushängen lassen und oben „Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar.“ auswählen. Jetzt kann man den Haken entfernen und mit „Änderungen speichern“ sollte man wieder beim ersten Start was hören.

Ich würde das Problem in erster Linie bei Creative und ihrem Treiber suchen, denn das Problem besteht, wie oben schon beschrieben schon seit Windows 8 und scheint etliche Nutzer zu betreffen. Eine gut funktionierende Soundkarte wäre mir an der Stelle lieber, als ein rotes Glühen im Gehäuse.

Letzten Montag / Dienstag habe ich mir mal die Zeit genommen, meinen Rechner auf Vordermann zu bringen. Schon seit der Umstellung auf Windows 10 zickte mein Mainboard. Die alte Software für die Lüftersteuerung lief nicht mehr. Das neue Programm, was von Gigabyte geliefert wurde, startete zwar artig mit Windows, machte aber nichts, bis man das Fenster aus der Taskleiste aufrief. Nachdem Mitte September Windows 10 wieder aktualisiert wurde, half auch der Aufruf aus der Taskleiste nicht mehr, es blieb laut. Wir erinnern uns: Draußen waren noch angenehme 24°C, aber es reichte, dass der Rechner auf Hochtouren röhrte.

Und jetzt kam die Herausforderung: Ich hatte mir ein neues Mainboard von ASRock gekauft, was eine bessere Aufteilung der Steckplätze versprach und mir damit ermöglichte, endlich mal eine PCI-Express-Soundkarte einzubauen. Außerdem gab es laut Hersteller vollständige Windows-10-Unterstützung, nicht wie beim einem alten Board, wo mit Windows 8 (nicht mal 8.1!) Schluss war. Ich fragte bei einem Kollegen auf Arbeit nach – Mainboard wechseln, ohne komplett alles neu zu installieren? Seine Meinung – Windows 10, klar kein Problem!.

Also sicherte ich am Montag alle meine Daten – nur zur Vorsicht. Dann folgte der Ausbau – raus mit dem alten Board, neues Board rein, alle Pins wieder belegen, Prozessor & Lüfter aufbauen, Karten stecken und dann das erste Einschalten…

Stille! Ach so, ich hatte vergessen, den Schalter am Netzteil anzuschalten. Der Rechner röhrte los, das BIOS meldete sich. Ich stellte schnell alles ein, jetzt wurde es richtig spannend. Es meldete sich schon mal das Windows-10-Logo und kurz darauf sah ich das, was ich jeden Tag sehe: den Anmeldebildschirm. Das sah prima aus. Ich hatte schon alle Treiber für das neue Board und die Soundkarte heruntergeladen und installierte sie jetzt der Reihe nach. Danach ging ich in den Gerätemanager und ließ mir alle Geräte anzeigen, die jetzt nicht mehr aktiv waren und entfernte sie (so wird man die Treiberleichen los). Das Ergebnis: Ein superstiller Rechner mit neuem Mainboard ohne Neuinstallation. So geht Betriebssystem heute!

Die kurze Antwort: Ja! Die lange Antwort: Nein! Aber wie kann etwas gut und gleichzeitig schlecht sein? Eigentlich ist die Frage schnell beantwortet. Microsoft hat mit Windows 10 nicht nur wieder an der Oberfläche gedreht, sondern auch einiges im Untergrund geändert. Natürlich bedeutet das für Softwarehersteller, dass neue Treiber und neue Versionen veröffentlicht werden müssen. Wenn man mal einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Betriebssystementwicklung wirft, wird klar, dass es immer Zeit für Veränderungen gab.

Am Anfang war DOS – MS-DOS. Parallel entwickelte Microsoft in Zusammenarbeit ein Betriebssystem, was später bei IBM als OS/2 bzw. bei Microsoft als Windows NT hervorging. Irgendwann kam dann mit Windows ein Aufsatz auf das DOS-System. Mit Windows 2000 wurden die Zöpfe des DOS-Aufsatzes abgeschnitten und es erschien ein Betriebssystem, was gleichzeitig für den Server-, als auch mit Abstrichen für den Heimanwender gedacht war. Letzteres erfolgte erst mit Windows XP. Hier stieß man die Serveranwender etwas vor den Kopf, die nichts mit der Bonbon-Oberfläche anfangen wollten/konnten. XP hielt sich lange bzw. ist heute noch im Einsatz. Der nächste Einschnitt war das allgemein ignorierte Windows Vista. Hier erlaubte sich Microsoft sämtliche bis dato existierenden Speicheroperationen als deprecated (d.h. veraltet) zu kennzeichnen und weitere neue Sicherheitsmechanismen zu etablieren. Windows 7 war das, was Vista eigentlich hätte sein sollen – die stabile Version eines neuen Betriebssystemes. Gleichzeitig verschob sich der Fokus in Richtung des Ressourcen hungrigen .NET-Frameworks. Mit Windows 8 änderte sich wieder etliches. Die neue Oberfläche kam (seinerzeit Metro-Oberfläche genannt) und mit ihr die Ausrichtung, dass .NET wieder näher an das Betriebssystem herangezogen wird. Gleichzeitig bekamen auch Tablet- und Smartphonebenutzer das gleiche Look & Feel wie der Desktopanwender. Der konnte natürlich nichts mit den komischen Kacheln anfangen und wünschte sich sehnsüchtig seinen Desktop mit seinem Start-Icon zurück, was ihm mit Windows 8.1 wieder erfüllt wurde.

Und nun Windows 10… bisher war es der Anwender gewöhnt, dass man sich alle paar Jahre ein neues Betriebssystem kauft und fertig. Aber Software wird ja eigentlich nie fertig, wie z.B. ein Auto. Es wird ständig daran gearbeitet, verbessert und das kontinuierlich. Also warum nicht die Auslieferung des Betriebssystems so umstellen, dass man in regelmäßigen Abständen Module durch neue austauscht bzw. korrigiert. Ist bei mir auf Arbeit auch der Fall – die Anwender zahlen einen monatlichen Beitrag (sogenannte Pflege) und bekommen jedes Quartal eine neue Version – die gesetzlichen Anforderungen genügt und Korrekturen und neue Module enthält. Dass mit der Bezahlung hat Microsoft noch nicht umgestellt, aber den Prozess schon. Es gibt derzeit zwei Veröffentlichungskreise. Im Fast Ring bekommt man vorzeitig sämtliche Änderungen und kann sie auf Herz und Nieren testen. Werden die Änderungen als stabil betrachtet, bekommt sie der Endanwender.

Wenn man das so liest, wird einem klar, warum Microsoft die Umstellung von Windows 7/8/8.1 auf Windows 10 mit dem Gratisprogramm forciert hat. Je mehr Anwender – vor allem im Fast Ring – desto vielfältiger das Feedback und desto stabiler die Versionen. Außerdem hat Windows 10 den Charme, dass man keine Updates mehr ignorieren kann (außer in den professionellen Versionen, wo man aber auch nur verzögern kann). D.h. jeder Windows-10-Anwender hat über kurz oder lang die aktuellste Version auf seinem Rechner. Keine Extratouren mehr für Leute, die Updates nicht einspielen. Gleichzeitig ist man aber als Endanwender auch ausgeliefert. Ein Update, was eine Pflegegebühr zur Pflicht macht und schon war es das. Kann sich aber Microsoft nicht erlauben. Das würde haufenweise Leute vergraulen, die garantiert noch eine alte Windows-7/8-Lizenz in der Schublade haben. Außerdem hat die Konkurrenz nicht geschlafen. Welche Konkurrenz fragt ihr? Apple mit seinen überteuerten Geräten? Nein, die haben ihren Kundenkreis. Schon mal darüber nachgedacht, dass Microsoft nicht ganz blöd war, das Betriebssystem für Tablets, Smartphones und Desktopanwender zusammen zu legen? Und was ist mit Android? Betriebssystem gratis + bezahlbare Apps (oder kostenlose mit Werbung) = volle Kostenkontrolle. Android ist auch nur ein anderes Linux. Schon was von Chromebooks gehört? Das sind Laptops, die unter Chrome OS laufen also quasi ein Android für Laptops.

Aber um zum Thema zurück zu kommen – mich nervt nicht Windows 10, nein – das läuft. Aber die Ignoranz der Hardwarehersteller ist stellenweise bestürzend. Mein Mainboard ist von 2012. Unter Windows 7 gab es ein schönes Tool, was es mir ermöglichte, die Drehzahl des Prozessorlüfters (Durchmesser 10cm) zu regeln. Läuft die Software unter Windows 10 – nein! Derzeit behelfe ich mir, indem ich die Software für Windows 8 für den Nachfolger des Boards laufen lasse. Natürlich startet die nicht automatisch mit Systemstart, sondern muss manuell aufgerufen werden. Danke Gigabyte! Grund genug mir mal ein neues Mainboard zu gönnen, für dass es auch Treiber für Windows 10 gibt und gleichzeitig auch noch wieder einen lang vermissten Partner auf dem Board zu begrüßen, eine Soundblaster Z. Bald ist mal wieder Bastelstunde…

Ich hatte mich die letzten Wochen wieder mal mit einem Problem herumärgern dürfen. Eine Woche vor Ablauf der Umstellungsfrist aktualisierten wir auf dem Rechner meiner Frau Windows 10. Und seit dem ging es los: Regelmäßig wurde die WLAN-Verbindung getrennt. Die Ursachen schienen vielfältig. Mal war es, wenn sie per Bluetooth eine kleine Box anschloss, mal war es, wenn sie eine Weile nicht am Rechner war. Mal war es, wenn sie einfach Spotify startete. Das Dumme daran war, dass das Wifi sich nicht einfach wiederverbinden ließ, sondern schlicht und ergreifend keine Netzwerkverbindung mehr auftauchte.

Schritt 1: Schreibe ein kleines Script, was die Netzwerkverbindung wieder aufnimmt!

Da das Problem sich vielleicht 2-3 mal am Tag zeigte, löste ich es erstmal mit einem kleinen Shell-Skript, was zwar half, aber die eigentliche Ursache nicht behob.

netsh interface set interface "Wifi 3" disabled
@set /p DUMMY=Abschalten
netsh interface set interface "Wifi 3" enabled
@set /p DUMMY=Anschalten

Was hier als „Wifi 3“ bezeichnet wird, findet man, wenn man in der Systemsteuerung auf „Netzwerk und Internet“ geht und dann im „Netzwerk- und Freigabecenter“ links die Option „Adaptereinstellungen ändern“ wählt und dann nach dem Adapter für sein Wifi sucht. Auf keinen Fall hilft es, wenn man den Namen seines WLANs einträgt. Ich habe auch zwei kleine Pausen eingefügt, weil das Netzwerk garnicht so schnell reagierte. Das Skript muss als Admin ausgeführt werden. Also legte ich eine Verknüpfung auf dem Desktop meiner Frau an, stellte ein, dass es als Admin ausgeführt wird und wenn die Verbindung verschwand, konnte die drauf klicken, musste zwei mal Enter drücken und schon ging es weiter.

Eigentlich hält ja nichts länger, als ein gutes Provisorium. Jedoch nicht in diesem Fall. Nachdem sich Kriszta beschwerte, dass es zwar funktioniert, aber sie dann ständig auf das Icon klicken muss, um die Verbindung wieder herzustellen und in der Zwischenzeit die Daten aus ihrem Webformular verloren gegangen waren, musste ich andere Wege finden.

Schritt 2: Was sagt der Router eigentlich?

Meine gute FritzBox! Seit ich eine 7390 habe, muss ich den Router nicht mehr wöchentlich neu starten. Ich hatte gelesen, dass es manchmal Probleme gibt, wenn WLAN und Bluetooth aktiviert sind. Grund ist folgender: Beide Protokolle arbeiten im Frequenzbereich von 2,4GHz und deswegen kann es zu Beinträchtigungen kommen. Ein Blick ins Protokoll der FritzBox verriet mir, dass Krisztas Rechner jedes Mal, wenn er die Verbindung verlor, mit der Meldung auftauchte, dass die MAC-Adresse xyz sich versucht hat mit einem falschen WLAN-Schlüssel anzumelden. War das hilfreich? Nein! Also weiter… eine kleine Recherche schlug mir eine Reihe von Schritten vor, die ich alle ausprobierte.

Schritt 3: Aktualisiere die WLAN- und Bluetooth-Treiber!

Da es sich um ein DELL-Notebook handelt, ging ich auf die Seite von DELL, die dann ein kleines Programm herunterlädt, welches der Webseite die Daten des Rechners mitteilt und dann gleich die passenden Treiber ausspuckt. Ich lud beide Treiber runter, installierte sie und wir warteten ab. Den nächsten Tag beschwerte sich meine Frau massiv, dass ihr die Verbindung im Minutentakt getrennt wurde. Also musste eine schnelle Lösung her.

Schritt 4: Schalte Bluetooth aus!

Windows scannt ja permanent seine Umgebung nach aktiven Bluetooth-Quellen um sich mit ihnen ggf. zu verbinden. Ich schaltete Bluetooth aus und wir beobachteten. Keine fünf Minuten später kippte die Verbindung wieder weg. Also nächster Versuch…

Schritt 5: Verbiete Windows, dass der Netzwerkadapter in Stromsparmodus geht!

Die Lösung findet man in sämtlichen Foren, auf YouTube und auf diversen Seiten. Ich bin sicher, sie hilft, aber nicht in unserem Fall. Wieder musste ich nicht lange warten, bis sich das Netzwerk verabschiedete. Einen Schritt hatte ich mir noch aufgehoben, weil der mir doch ziemlich risikoreich erschien.

Schritt 6: Installiere die alten Treiber von Windows 8

Wie schon in Schritt 3 lud ich die Treiber runter, nur diesmal für Windows 8. Das war sehr lustig, denn während des Downloads flog mir drei Mal die Verbindung weg. Die Installation begann etwas hakelig. Der Bluetooth-Treiber verabschiedete sich gleich damit, dass eine neuere Version eines Bluetooth-Programms bereits installiert ist. Also musste ich das alte Programm erstmal entfernen. Danach lief die Treiberinstallation fehlerfrei durch und was soll ich sagen – seit zwei Tagen arbeitet meine Frau wieder ganz normal mit ihrem Laptop und das Netzwerk bleibt stabil!

Seit ca. einem Monat habe ich nun meinen Rechner auf Windows 10 umgestellt. Kleine Empfehlung für, jene noch diesen Schritt vor sich haben und das kostenlose Upgrade-Angebot von Microsoft in Anspruch nehmen wollen: z.B. bei amazon.de bekommt man ziemlich preiswert Lizenzen für Windows 7 oder 8, die kostenlos upgradefähig sind. So behält man seine alte Lizenz und hat noch ein neues Windows 10 dazu. Ich entschied mich für ein Windows 8.1 Pro, das man auf Windows 10 Pro upgraden kann.

Um beide Betriebssysteme parallel zu betreiben, installierte ich EasyBCD, mit dem man ein Bootmenü konfigurieren kann, um das gewünschte System zu starten. Lief alles soweit gut, solange bis Microsoft sein erstes großes Update in den Verteiler schicke. Wir waren gerade aus dem Urlaub zurück und mein Rechner rief nach einem Neustart. Also gut, soll er machen! Langsam kletterte die Prozentanzeige des Fortschritts nach oben, zum Glück hatte ich genug wegzuräumen. Als er dann neu startete, wunderte ich mich über einen neuen Eintrag im Bootmenü: „Windows 10 Setup“. Ich wählte ihn aus, er machte weiter – inzwischen räumte ich weiter auf, sodass ich erst das Endergebnis sah. Ein schöner Bluescreen of death, der mich kurz informierte, dass mein BCD-Eintrag kaputt war und sich nach Erneuerung sehnt.

Kein Problem dachte ich, dass habe ich schon mal gemacht! Der Befehl war doch…

bootrec /RebuildBcd

Doof nur, dass Windows zwar eine Windows-Partition fand, die aber „da sie nicht eindeutig zugeordnet werden kann“, nicht eintragen wollte. Also ging eine verzweifelte Suche auf meinen Smartphone los. Zum Glück gibt es die Dinger, sonst wüsste ich nicht, wie ich das sonst hinbekommen hätte. Ich stieß auf mehrere Seiten, die mit einer Reihe von Befehlen daher kamen, die mir zu technisch aussahen – es musste doch was Einfacheres geben. Nein, nach einer Weile gab ich auf und probierte aus, was passiert.

Es beginnt alles damit, dass man von der Windows 10 DVD startet und dort sich in die Reparaturoptionen hangelt, um in die Kommandozeile zu kommen. Dort startet man das Programm DISKPART, dass mit einem eigenen Kommandosatz daher kommt. Also los…

** Schauen wir mal, welche Laufwerke es gibt
list disk
** jetzt die auswählen, wo das Windows installiert ist
select disk 0
** Lassen wir uns doch mal alle Volumes anzeigen
list volume
** Jetzt ist es wichtig: Es gibt eine versteckte Partition,
** die 100MB groß ist und mit FAT32 formatiert ist.
** Ich hatte das Problem, dass ich zwei davon hatte
** (Windows 10 und Windows 7) Deswegen war wohl das
** Windows-Update leicht überfordert.
** Also einfach mal tippen und das Volume auswählen
select volume 4
** Jetzt weisen wir dem Volume einen freien
** Laufwerksbuchstaben zu, den brauchen wir gleich
assign letter=M:
** und fertig
exit

Man sollte jetzt ein offenes Auge haben und gleichzeitig einen Blick darauf werfen, welchen Laufwerksbuchstaben die gewünschte Windows-Partition hat, wo das zu startende Windows drauf liegt. Denn jetzt machen wir selbst den BCD-Eintrag und dann sollte alles wieder gut sein.

bcdboot C:\Windows /l en-us /s M: /f ALL

Beim Aufruf von bcdboot kamen bei mir jede Menge Warnungen und ich wunderte mich schon. Als ich neu startete, wusste ich warum. Ich hatte die Windows 7 Partition wieder zum Leben erweckt. Aber da ich das Prinzip von DISKPART kapiert hatte, wies ich meinem Windows 10 wieder einen Laufwerksbuchstaben zu und schon startete ich wieder.

Das hin und her mit dem Update machte ich 2-3 mal, bis ich den Kanal voll hatte und kurzerhand das Datenkabel zu meiner Windows 7 Platte zog. Jetzt lief das Update ohne Muckern rein. Soweit bis jetzt… bis zum nächsten Update.

Mittlerweile kann ich ruhigen Gewissens behaupten, dass mein neues System stabil läuft. Die neue Festplatte macht keinen Ärger mehr – naja, so gut wie keinen. Wenn ich die Festplattenlast massiv erhöhe, z.B. Backup mache, iTunes öffne (offensichtlich sucht er dann erstmal, ob alle Dateien noch da sind) und dann noch einen Kopiervorgang starte, dann bleibt manchmal das gesamte System stehen und nach ca. 1 Minute geht es weiter, als wäre nie etwas geschehen. Ein Blick in die Ereignisanzeige von Windows offenbart im Systemprotokoll folgendes:

  • Ereignis-ID: 129
  • Quelle: amd_sata
  • Ebene: Warnung
  • Meldung: Ein Zurücksetzen auf Gerät „\Device\RaidPort0“ wurde ausgegeben.

Man sollte sich erstmal nicht vom Offensichtlichen täuschen lassen – mit RAID hat der Fehler wohl garnichts zu tun, ich habe bei mir kein RAID zu laufen. Aber am besten fange ich erstmal mit der Event-ID 129 an. Im Grunde genommen wird die Dateianfrage durch die ganzen Schichten reicht, bis sie beim Festplattentreiber ankommt, der dann den Zugriff auslöst. Gleichzeitig wird ein Timer gestartet. Im Normalfall läuft der Timer nie aus, weil die Antwort schnell genug da ist. Wer nachschauen möchte, findet den Wert in der Registry unter HKLM/SYSTEM/CurrentControlSet/services/Disk unter dem Wert „TimeOutValue“. Bei mir steht da 60 drin, was der gefühlten Minute, bis das System weiterarbeitet, entspricht. Warum auch immer kommt an diese Stelle keine Antwort von der Festplatte und Windows löst einen Reset (klingt besser wie „Zurücksetzen“) für das Gerät aus. Soweit beschreibt Microsoft den Fehler, aber das hilft mir immer noch nicht weiter…

1. Versuch: AHCI-Powermanagement

Wie so oft – wenn man eine Lösung kennt und danach sucht, findet man alle, die das Problem auch haben. Übeltäter ist das AHCI – wir erinnern uns: AHCI ist eine Schnittstelle für SATA-Controller. Die bringt auch ihr eigenes Power Management mit sich. Ich hatte zu Beginn ja den Verdacht, dass es am Board liegt oder an der Platte – nein, wenn man im Internet sucht findet man sämtliche Prozessoren, Boards und Platten. Gehen wir aber etwas weiter in die Tiefe – das AHCI kommt aus dem Hause intel und unterscheidet beim Power Management für SATA-Platten zwischen HIPM (Host Initiated Link Power Management) und DIPM (Device Initiated Link Power Management). Klingt aufregend und kompliziert, heißt aber nichts anderes wie: Das Betriebssystem entscheidet, wann die Platte in Energiesparmodus geht (HIPM) oder die Platte entscheidet selbst (DIPM) oder beide gemeinsam (HIPM+DIPM).

Nach meinen ganzen Recherchen konnte ich nicht wirklich herausfinden, warum jetzt das System hängen bleibt, sondern habe nur die Abhilfe dafür gefunden. Dazu muss man sich wieder ander Registry vergreifen. Dort gibt es unter HKLM/SYSTEM/CurrentControlSet/Control/Power/PowerSettings/0012ee47-9041-4b5d-9b77-535fba8b1442/0b2d69d7-a2a1-449c-9680-f91c70521c60 den Wert für „Attributes“ von „0x00000001“ auf „0x00000002“. Wunder oh Wunder, jetzt erscheint in den erweiterten Energieoptionen im Bereich „Festplatte“ eine neue Auswahl, wo sich aussuchen kann, wer entscheiden darf, wann die Platte in Energiesparmodus geht.

ahci-einstellung

Jetzt folgt die Phase, wo ich probieren muss, welche Einstellung das Problem behebt…

  • HIPM+DIPM: keine halbe Stunde und das System blieb wieder hängen.
  • Active: heißt eigentlich – keiner schläft. 12:04 Uhr – Ein Zurücksetzen…
  • HIPM: das war der Standardwert, nachdem ich in der Registry geändert hatte. 14:50 und 16:40 Uhr – in meiner Abwesenheit: Ein Zurücksetzen…
  • DIPM: Letzte Einstellmöglichkeit, mal sehen wie das System reagiert, wenn die Platte selbst entscheiden darf. 17:44 Uhr… Der war es dann wohl auch nicht.

2. Versuch: Standard-SATA-Treiber

Eine wiederholte Suche nach der Ereignis-ID 129 brachte mich zu einer Seite, die vorschlug, dass man den AMD-SATA-Controller-Treiber durch den Standard-Microsoft-Treiber auszutauschen. Dazu geht man in den Gerätemanager und in der Sektion „IDE ATA/ATAPI-Controller“ findet man den AMD SATA Controller. Ein Rechtsklick ermöglicht die Treiberaktualisierung. Da der Treiber von Microsoft schon mit installiert ist, wählt man „Auf dem Computer nach Treibersoftware suchen“ aus, geht dann auf „Aus einer Liste von Gerätetreibern auf dem Computer auswählen“ und pickt sich dort den Microsoft-Standard-Treiber raus. Rechner neu gestartet und nun…

Ich beginne einfach etwas Last zu erzeugen, indem ich eine große Datei von einer Partition auf eine andere kopiere – beide liegen auf der gleichen physischen Festplatte. Ruckzuck füllt sich das Fehlerprotokoll von Windows mit den ATAPI-Fehlern, die mich schon zum Wahnsinn getrieben haben. Dieser Versuch wird auch als nicht erfolgreich abgehakt, ich bin ganz schnell wieder zum ursprünglichen Treiber zurückgewechselt.

3. Versuch: Treiberupdate

Ich hätte schwören können, dass ich das schon gemacht habe, als ich den Rechner neu installiert habe. Aber man weiß ja nie. Ich warf einen Blick auf die Webseite von Gigabyte und suchte explizit nach einem AHCI-Treiber und wurde nicht enttäuscht. Wahrscheinlich habe ich bei der Neuinstallation das komplette Treiberpaket heruntergeladen (Stand: 8/2012), aber jetzt nur den AHCI-Treiber (Stand 1/2014). Wie man den Treiber austauscht, habe ich ja gerade schon beschrieben. Bis jetzt ist der Eintrag nicht wieder im Protokoll aufgetaucht. Mal sehen, was passiert, wenn morgen wieder das Backup ansteht…

Nachtrag 17.05.2015: Das Treiberupdate hat wirklich Verbesserung gebracht. Ich habe mal das Ereignisprotokoll befragt und seit dem ich diesen Beitrag geschrieben habe, ist der Fehler 16 mal wieder aufgetreten. Klingt jetzt wirklich viel, aber auf ein halbes Jahr gerechnet ist das 2-3 mal im Monat. Gefühlt hätte ich jetzt insgesamt vielleicht 6 mal gesagt. Es scheint also auch zu passieren, wenn ich nicht aktiv am Rechner arbeite.

Ich habe schon seit Ewigkeiten ein Microsoft Natural MulitMedia Keyboard 1.0 bei mir daheim. Anfangs hatte ich die schnurlose Version (Natural Ergonomic Keyboard 4000), aber das gab nach sehr kurzer Zeit den Geist auf, auch ein Umtausch machte es nicht besser, denn nach zwei Jahren war dann Ruhe. Also ging ich auf den verdrahteten Vorgänger zurück. Und nach fünf Jahren Gebrauch kann so ein Keyboard schon mal extrem verdreckt aussehen. Ich erspare euch den Anblick…

IMAG0145Gestern Abend hat es mich dann gepackt und ich nahm mir die Tastatur vor und begann sie zu reinigen. Deswegen gibt es heute eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man das Keyboard zerlegt und wieder zusammensetzt. Zu Beginn entfernt man mit einem Kreuzschlitz-Schraubendreher die Schrauben an den Stellen, die ich mit den roten Pfeilen markiert habe. Bitte darauf achten, auch die beiden Schrauben, die etwas tiefer sitzen zu erwischen.

IMAG0144Jetzt kann man die Tastatur wieder herumdrehen. Offensichtlich scheint sich jetzt schon alles von einander zu lösen, aber darauf sollte man nicht reinfallen, es gibt noch einen Knackpunkt. Jedes Teil mit einem unterschiedlichen Grauton ist ein eigenes Teil und das mit dem hellsten Grau ist noch mit der Unterseite verschraubt.

IMAG0143Ich habe als erstes die Handauflage entfernt. Wenn diese weg ist, sieht man, dass die Schrauben von der Unterseite direkt mit der Handauflage verschraubt sind, d.h. wenn sich die Handauflage nicht löst, sind wahrscheinlich noch nicht alle Schrauben entfernt. Da die Baugruppen beim Zusammenbauen einrasten, kann es etwas hakelig werden, aber nicht zu grob ziehen.

IMAG0142Als nächstes kommt der Multimedia-Teil weg, dabei gibt es bezüglich der Tasten nichts zu beachten. Auch hier sieht man, dass die Schrauben direkt mit diesem Teil verschraubt werden. Wenn das dunkelgraue Bedienelement weg ist, kommt eine kleine Schraube zum Vorschein, die als einzige noch die Oberseite mit der Unterseite verbindet. Für das Zusammensetzen nachher ist auch noch wichtig, dass man aufpasst, das kleine Plastikteil für die LEDs wieder einzusetzen (siehe rotes Rechteck).

IMAG0141Jetzt offenbart sich wahrscheinlich eine Menge Dreck – man glaubt garnicht, was sich im Laufe der Jahre alles in einer Tastatur sammeln kann. Wer sich wundert, wo die Leertaste geblieben ist – die ist fest mit in das hellgraue Teil eingearbeitet. Ich habe jetzt Stück für Stück alle Tasten entfernt. Sie sollten einfach mit der Hand abzuziehen sein.

IMAG0137Nachdem nun alle Tasten ab sind, werden nun die Auflagen entfernt, die für die Multimediatasten zuständig sind, falls die beim Herausziehen nicht ohnehin schon rausgefallen sind. Das Schöne an den Teilen ist, dass man sie garnicht wieder falsch einbauen kann. In den Gummiauflagen sind kleine Löcher, die 1:1 zu Plastiknasen auf der Unterseite passen. D.h. passt das Teil nicht richtig drauf, sitzt es falsch.

IMAG0136Jetzt wird es nochmal kniffelig. Jetzt können die drei großen Tastaturflächen entfernt werden, aber dabei sollte man vier Sachen beachten. Zum einen löst man die Fläche, wo die Leertaste aufsetzt (rotes Trapez unten). Weiterhin beim Hochheben darauf achten, dass 1.) die Tastaturblöcke zusammen hängen und 2.) die Schaltfolien der Multimediatasten an kleinen Nasen der Unterseite hängen (rote Kreise). Aber Vorsicht! Nicht zu heftig ziehen…

IMAG0134… denn die Tastatur muss natürlich ihre Signale an den Rechner übertragen. Deswegen vorsichtig die Tastaturblöcke herumdrehen und die Verbindung mit Hilfe der Flügelchen aus den Verbindungen ziehen. Danach hat man die blanke Unterseite vor sich, aber die sollte nicht so viel Dreck abbekommen haben. Hier reicht einfaches Ausschütteln oder Reinigen mit einem Staubpinsel aus.

IMAG0133Ich habe die Tasten in eine Schüssel mit heißem Wasser und Geschirrspülmittel gelegt und mir dann die Tasten einzeln mit einer alten Zahnbürste vorgenommen und nach dem Putzen zum Trocknen auf ein Geschirrtuch gelegt. Die Tastatur habe ich erstmal mit einem kleinen Handstaubsauber ausgesaugt, dann mit einem Staubpinsel gereinigt und was dann noch übrig war, mit der feuchten Zahnbürste rausgeholt. Die Oberteile habe ich genauso wie die Tasten gereinigt und auch zum Trocknen hingelegt.

Das Zusammenbauen läuft dann in umgekehrter Reihenfolge – Flachkabel an den Flügelchen anfassen und vorsichtig in die Schnittstelle stecken, Tastaturblöcke umdrehen und die Schaltfolien oben wieder einhaken. Kontaktgummis für die Multimediatasten auflegen und dann alle Tasten einbauen.

IMAG0140Beim Abziehen ist mir nicht aufgefallen, dass die großen Tasten mit einer kleinen Klammer mit der Unterseite verbunden sind. Beim Zusammenbauen sollte man hier drauf achten, dass die Metallklammer wieder unter die Plastiknasen geschoben wird und man mit einer Kippbewegung dann die Taste dann wieder eingesetzt wird, ohne dass die Klammer wieder rausrutscht.

Als nächstes dann wieder das Plastikteil mit der Leertaste auflegen – hier nicht das kleine Plastikteil für die LEDs vergessen; die kleine Schraube anbringen. Multimediatasten aufsetzen, Handauflage einklippen, Tastatur herumdrehen, Schrauben rein – fertig!

Letzte Woche erzählte ich ja, wie ich meine neue grüne Platte verflucht habe. Wie ich jetzt weiß, war weniger das „Grün“ das Problem, sondern eher ihre Größe. Wenn man eine Festplatte über 2,2 TByte in seinen Rechner einbaut, hat man zwei Möglichkeiten:

  1. Man initialisiert die Platte mit dem klassischen Master-Boot-Record (MBR). Im MBR steht drin, wie die Platte aufgeteilt wird. Da ist aber nur eine Adressierung von maximal 2,2 TByte drin. Der Rest der Platte würde damit ungenutzt bleiben.
  2. Man stellt die Platte auf eine GUID Partition Table (GPT) um. Jetzt kann man auf die volle Größe seiner Platte nutzen. Da hängt aber noch eine Menge dran…

Die GPT ist Bestandteil des (U)EFI-Standards. Und das klingt erstmal schön – ein einheitliches Interface, um mit Hardware-Komponenten zu sprechen. In dem Zusammenhang sei dann auch noch das Advanced Host Controller Interface (AHCI) erwähnt, das eine Schnittstelle für SATA-Controller zu Verfügung stellt. Soweit die Theorie – kommen wir zum praktischen Teil…

Ein Blick in mein Windows-Fehler-Protokoll offenbarte mir über 55.000 Fehler der Art: „Quelle: atapi, Der Treiber hat einen Controllerfehler auf \Device\ide\ideport4 gefunden“. Durch diverse Foren wurde ich aufgeklärt, dass es an der GPT, Windows und seiner MBR-Unterstützung lag – Neuinstallation zwingend notwendig! Damit nicht wieder alles schief geht, hatte ich im Vorfeld recherchiert, was man alles bei der Platte beachten muss. Die Einstellung auf die GPT hatte ich ja schon vorgenommen. Also legte ich die Windows-DVD ein und begann mit dem Setup-Prozess. Als ich an die Stelle der Laufwerksauswahl kam (Ich wollte normal auf meine SSD installieren), meinte Windows: „Diese Partition ist nicht geeignet!“ Ich schaute mir die erweiterten Informationen an und las „Bei EFI-Unterstützung ist eine Installation auf Partitionen mit MBR nicht möglich.“ Zum Glück hatte ich die Partition noch nicht gelöscht und konnte mein Windows nochmal normal starten.

Aber jetzt wurde es kniffelig – ich habe zwei SSDs, auf einer ist das System, auf der anderen die Auslagerungsdatei, d.h. im laufenden Windowsbetrieb konnte ich keine der beiden Partitionen umstellen. Aber erstmal musste das BIOS dran glauben, ich stellte um, dass mein BIOS nicht mehr automatisch zwischen EFI und NON-EFI hin- und herschaltet, sondern per se EFI nimmt. Gleichzeitig aktivierte ich AHCI für alle SATA-Ports. Jetzt weigerte sich mein Rechner partout von DVD zu starten. Eine Recherche später wusste ich, dass CD-/DVD-Laufwerke sich schwer mit AHCI tun und musste meine SATA-Kabel umstecken, dass mein DVD-Laufwerk auf einem Port lag, der nicht von der AHCI-Unterstützung betroffen war.

Jetzt konnte es losgehen – Ich entfernte die Auslagerungsdatei, löschte die Partition, stellte die zweite SSD auf GPT um und installierte Windows auf diese Partition. Kaum war das Windows installiert, löschte ich die Partition auf der ersten SSD, stellte diese auch auf GPT um und wollte wieder installieren. Windows installierte sich brav auf die Partition, doch als es automatisch neu startete, blinkte nur der Cursor links oben in der Ecke. Was war passiert? Wenn man EFI und AHCI im BIOS aktiviert und alle Platten auf GPT umstellt hat, ist das BIOS so gut wie raus, was die Reihenfolge der Laufwerke anbetrifft, wenn nach einem Betriebssystem gesucht wird, dass gestartet werden kann. Man kann zwar im BIOS einstellen, welches Laufwerk als erstes genommen werden soll, aber so richtig funktioniert das nicht. Jetzt zählt der Port an dem die SATA-Platte hängt – Port 0 gewinnt.

Also wieder Rechner aufgeschraubt, SATA-Kabel umgesteckt, Windows neu installiert und plötzlich zeigte mein Windows-Fehler-Protokoll keine Fehler mehr an. Aber trotzdem – Windows wegen einer Festplatte neu installieren?

Ende letzten Jahres hatte ich ja meinen Rechner umgebaut. Dazu gesellte sich Anfang des Jahres eine neue Festplatte – eine Western Digital Green Series mit 3TB. Die Idee mit den Serien bei Western Digital gefällt mir ja – Blue für Desktop, Green ist Strom sparend, Black ist für Server, Red für RAID und Purple für Überwachungskameras. Strom sparen finde ich toll, denn die Festplatte war bei mir einzig und allein als Datenhalde gedacht. Musik, Fotos und andere Daten. System, Programme und Spiele sind auf der SSD.

Platte eingebaut, in drei Partitionen unterteilt und die Daten draufkopiert. Ungefähr zwei Wochen arbeitete ich völlig problemlos damit. Irgendwann wollte ich eine Datei öffnen und Windows begann zu überlegen. In Folge dessen verschwanden alle drei Partitionen aus der Laufwerksliste. Kurz erschrocken fuhr ich den Rechner runter, checkte alle Kabel und arbeitete weiter. Ich hatte wieder ein paar Wochen Ruhe, als das Spiel von vorn begann. So langsam kam bei mir der Verdacht auf, dass etwas mit der Stromversorgung nicht stimmte. Das merkwürdige daran war, dass es Tage gab, wo ich problemlos stundenlang arbeiten konnte. Dieses Wochenende hatte ich dann endgültig die Nase voll und steckte die Platte an einen eigenen Stromzweig. Keine Stunde später stockte die Musik wieder – die Laufwerke waren schon wieder weg.

Mein Level war erreicht – ich suchte im Internet, ob das anderen auch schon passiert war. Die einen sagten „Daten sichern“, die anderen „Netzteil zu schwach“. Netzteil konnte ich fast ausschließen, denn a) 630 Watt und b) verschwanden die Laufwerke auch, wenn ich keinerlei konkurrierende Zugriffe auf die Platte hatte. Trotzdem war es nervig und deshalb wurde die ursprünglichen Platten, die mir jetzt als Backup-Platten dienten wieder eingebaut und die grüne Platte wanderte in das externe Gehäuse, wo ich die Backups drauf sichere. Als ich einen Zugriff auf die Platte machte, wurde mir kurz schwarz vor Augen. Das erste Bild, was ich öffnete bestand zu 2/3 aus Datenschrott. Jedes weitere, dass ich öffnete, sah ähnlich aus. Parallel dazu machte ich mich schlau, wie ich die Platte umtauschen kann. Und ich stolperte über 23 Rezensionen, die alle über Datenverlust klagten. Das konnte ich nicht nachvollziehen. CHKDSK und S.M.A.R.T.-Status zeigten aber keine Fehler.

Jetzt musste eine Entscheidung her. Ich hatte auf den Backup-Platten – wie der Name schon sagt – das Backup drauf. Um sie jetzt aber wieder in Echtbetrieb zu nehmen, musste ich sie neu partitionieren. Sollte ich also das Backup auf die unsichere Platte kopieren oder gleich loslegen? Da ich kein Indiz für Datenverlust hatte, entschied ich mich für letzteres. Also partitionierte ich die alten Platten neu und startete das Kopieren. Kurz nach dem Beginn wurde mir klar, dass ich doch hätte zum Backup vom Backup greifen sollen. Dateien und sogar ganze Ordner konnten nicht kopiert werden. Da ich aber in gewisser Hinsicht ein Daten-Messi bin, d.h. ich lasse die Daten solange irgendwo rumliegen, bis ich den Platz wieder brauche, hatte ich auf diversen tragbaren Platten und DVDs genügend Material, um den Datenverlust zu minimieren. So konnte ich bei meinen Bildern alle Bilder soweit wieder herstellen, dass von allen Bildern (2008 – 2014) nur ungefähr 20 Stück wirklich unwiderruflich weg waren.

In einer Rezension, die sich darauf bezog, dass alle Daten verschwunden waren, wurde ein Tool angepriesen, dass zumindest einen Teil der Daten wiederbrachte. Nachdem das Tool von Western Digital kläglich versagte, probierte ich „Stellar Phoenix Windows Data Recovery“ aus. Der Scan lief zwar ca. 3-4 Stunden pro Partition sah aber vielversprechend aus. So konnte ich noch ein paar Daten mehr wieder herstellen. Nebenbei verlief mein Suche nach einer Umtauschmöglichkeit im Sande. Amazon verweist auf Fälle die länger wie 30 Tage zurück liegen, auf den Hersteller. Auf der Seite von Western Digital wurde ich schnell fündig. Dort gibt es den sogenannten RMA (Return Material Authorization), wo man die Platte zurückschicken kann, auf eigene Kosten versteht sich (schließlich wurde die Platte ja auch nicht von Western Digital an mich versandt). Unter Angabe einer Kreditkarte geht das Spiel sogar noch eine Stufe weiter – man bekommt eine Ersatzplatte zugeschickt und sendet dann das defekte Teil zurück. Für mich war das die richtige Wahl, da ich nicht die Festplatte einschicken wollte, ohne zu wissen, was mich erwartet.

Aktueller Status: Stellar Phoenix Windows Data Recovery scannt seit ca. gestern Nacht meine Platte – mittlerweile habe ich auch die Option gefunden, wie nicht nur die verschwundenen Ordner wieder herstellen kann, sondern auch die gelöschten Dateien. Also habe ich nochmal von vorn begonnen. Parallel dazu zeigt mir der RMA-Status an, dass meine Ersatzplatte bereits auf den Versand wartet.

Das erste Mal bleibt immer in Erinnerung. Als Informatiker bleibt einem der erste Rechner natürlich auch immer im Gedächtnis. Schwierig wird es da schon, was danach kam und vor allem – wann?

  1. Mein Erster kam per UPS – bestellt bei einer kleinen Hamburger Computerfirma. Damals hatten fast alle Computerfirmen ihren Sitz in und um Hamburg, denn dort traf die Containerware ein. Es gab seitenlange Anzeigen z.B. in der PC Professional, wo Hardware und Preise abgedruckt waren. Internet? Pfffff – es war 1992! Bestellt wurde per Post oder per Fax. Dafür war ich um so stolzer, meinen 386er mit 40MHz zusammen zu bauen. Schon damals vertraute ich auf Seagate-Platten 128 MB, war die erste groß. Und ein kleiner Speicherriegel mit 1 MB war drin. Damals lachten sich alle schief, dass ich eine Realtek Grafikkarte hatte. Was bitte schön ist denn Realtek? Heute lache ich – stellt mal eine LAN-Verbindung ohne Realtek Netzwerkkarte her!
    Zu der CPU, die nur sehr langsam mit Gleitkommaoperationen war, kam später noch ein Koprozessor dazu. Aus dem 1 MB Hauptspeicher wurden 4 MB, ein CD-ROM kam dazu und natürlich durfte der Sound nicht fehlen – Soundblaster Pro! Als Betriebssystem liefen MS-DOS 6.22, Windows 3.1 und das legendäre OS/2. Ich bin mir noch ziemlich sicher, dass ich den Rechner 1992 bestellt habe, irgendwann im Februar, aber nicht, wie lange er mein Hauptrechner war. Gruselig war der erste Monitor, den ich hatte, 14 Zoll und wenn es hoch kam, schaffte er 60Hz. Ein absolutes Noname-Gerät.
  2. Das DOS/Windows-Gespann hielt noch zu Beginn der zweiten Rechnergeneration. Dort war zumindest ein Pentium 100 drin – ja, ich weiß – kein AMD. Meine Soundkarte wurde auf einen Soundblaster AWE 32 hochgestuft und im Laufe meines Studiums kam ein SCSI CD-Brenner und SCSI-ZIP-Laufwerk dazu. Und weil wir gerade bei Studium sind – Linux lief natürlich auch noch mit drauf. Das dumme an dem Rechner war, dass er nie mehr als Windows 95 vertragen hat. Windows 98 / 98 SE liefen immer nur in 16 Farben, das war natürlich ätzend. An der Grafikkarte konnte es nicht liegen, das war eine Elsa Winner Trio. Damit ich auch besser sehen konnte, wurde der alte Monitor durch einen 15 Zöller von Peacock ersetzt. Beim Umschalten zwischen Grafik- und Textmodus hörte man dann immer schön das Relais schalten. An einen genauen Zeitpunkt, wann ich auf den Pentium umgestiegen bin, kann ich mich nicht erinnern. Es dürfte aber 1996 gewesen sein. Auch dieses System hatte ca. 4 Jahre Bestand, bis es durch ein neues ersetzt wurde.
    Ich habe zu der Zeit auch sehr viel gebastelt. Also nahm ich mein altes Big-Tower-Gehäuse, kaufte 2-3 Dosen Sprühfarbe und sprayte los. Sah zwar nicht schlecht aus, aber doch sehr selbst gemacht. Mein erstes Modem war ein Dr. Neuhaus SMARTY 24TI. Damals machte ich meine ersten Erfahrungen in Bulletin Board Systems (BBS) und die ersten Spaziergänge im Internet über den Gratismonat, den es von AOL gab.
  3. Genervt davon, dass ich noch mit einem uralten Betriebssystem arbeite, was ein DOS-Aufsatz war, musste ein neuer Rechner her. Ich suchte mir ein Board, das sich rühmte, sehr flexibel zu sein – das Tyan Trinity ATX. 1 AGP, 5 PCI und 2 ISA-Slots waren so viel, dass es mehr Slots hatte, als Slotbleche an meinem Rechner waren. Passend dazu gab es den AMD K6-2 mit 350 MHz. Vermutlich hatte ich dieses System nicht so lange. Es liefen aber auf jeden Fall wieder ein Linux und Windows 2000 drauf. Ich glaube, am Anfang hatte ich da auch noch Windows 95 zu laufen, denn ich kann mich erinnern, dass ich den Patch von AMD einspielen musste, weil der K6-2 bei Warteschleifen zu schnell für Windows 95 war und es deshalb regelmäßig zu Abstürzen kam.
    Da ich durch das Studium auch immer sehr viel mit Linux gearbeitet habe, wurde vermutlich der alte Rechner zum Linuxrechner umfunktioniert, weswegen es für mich schwer nachzuvollziehen ist, wann ich umgestiegen bin. Da mir das Umstecken zwischen Monitoren zu anstrengend wurde, musste auch mal ein neuer Monitor her – mein erstes Gerät, was so richtig, richtig gut war – ein iiyama Flatscreen 17 Zoll Monitor (noch Röhre!). Der hatte zwei VGA-Eingänge, die man durch Tastendruck umschalten konnte.
    Ein oder zwei Jahre lang hatte ich noch Elsa Microlink 56k-Modem, aber es war nervig, da man Online war, aber keine Daten geschickt wurden oder gleich rausgeschmissen wurde, egal bei welchem Provider man sich einklinkte. Das ging zu der Zeit ja noch Call by Call, d.h. Man hat einen Preis pro Minute online bezahlt. Da kam das Angebot der Telekom mit ihrer DSL-Flatrate gerade recht. Das war so 2000 rum. Damals noch beschränkt auf 1 GB pro Monat.
  4. Irgendwie habe ich die Zeit übersprungen, wo Intel und AMD anfingen, ihre CPUs auf Slots auszuliefern. Ich glaube, das war auch die Zeit, wo die ersten CPU-Kühler mehr oder weniger zur Pflicht wurden. Und dann brachen die Slots aus ihren Boards raus – Grund genug für mich, weiter bei den Sockeln zu bleiben – der AMD Athlon Thunderbird war so ein Exemplar. Auf jeden Fall begleitete mich die ganze Zeit Windows 2000. Windows XP war dann zwar schon so langsam auf dem Markt, aber es waren zu viele Sicherheitslücken, die durch das sich stark verbreitende Internet ausgenutzt wurden. Ich stieg erst auf XP um, als der Servicepack 2 auf den Markt kam.
    rechnerparkDa mir das Geflimmer meines Röhrenmonitors auf die Augen ging und TFTs langsam erschwinglich wurden, gönnte ich mir einen 19 Zoll TFT von iiyama. Der alte iiyama wurde für den Zweitrechner umfunktioniert. Und irgendwann bekam ich mal ein paar MP3s, die sehr sehr leise waren und ich voll aufdrehen musste. Eins wurde mir in dem Moment klar – Onboardsound ist keine Option mehr. Also suchte ich eine Lösung, die preiswert war und auch gewisse Benefits versprach. Die Trust-Soundkarte, hatte optische Ein- und Ausgänge und ermöglichte mir, dass ich meine MiniDisc ohne Copyright-Probleme digital einlesen konnte.
    Ich kann mich noch sehr deutlich daran erinnern, dass ich immer Probleme mit dem DSL hatte, wenn ich den Rechner neu aufgesetzt habe. Da musste ich immer alle Kabel prüfen, weil auf einmal Telefon und Modem sich tot stellten. Jedenfalls hab ich ein Bild von 2006, wo man meinen Schreibtisch mit 3 (Drei!) Rechnern sieht – der K6-2 als Linuxrechner und der 386er als Spielerechner mit den alten DOS-Spielen.
  5. monitore2008 wurde alles wieder klarer – ein Kollege hatte eine Computerfirma nebenbei und konnte mir günstig meine gewünschte Hardware bestellen. Zuvor hatte ich mir einen neuen Schreibtisch aufgebaut und die alten Rechner in den Keller verbannt, sodass nur noch der Hauptrechner unter dem Schreibtisch war. Als Monitor kam die 22 Zoll Ausgabe meines iiyama TFT hinzu. Ein schwarzes Gehäuse in Klavierlackoptik mit blauen LEDs nahm den Platz des vorherigen Rechners ein. Darin war ein MSI-Board, auf dem eine Athlon X2-CPU ihren Platz hatte – leider mit dem Boxed Lüfter, der für jede Menge Lärm im Sommer verantwortlich war. Dafür war die Grafikkarte passiv gekühlt. Letztendlich sah meine nVidia 9800GT (512 MB) wie ein großer Kühlkörper mit angegliederter Platine aus. 4 GB RAM waren drin, das zu damaligen Zeit sehr reichlich bemessen war.
    Im Laufe der Zeit wurde dieser Rechner auch immer mal verbessert. Windows 7 kam drauf, eine 128 GB SSD zur Beschleunigung eingebaut, ein externes Laufwerk mit 500 GB (logischerweise eine Seagate) zum Backup kam dazu und dem Rechner selbst spendierte ich eine 1 TB Platte (auch Seagate), damit alle Fotos Platz hatten. Der alte 19 Zoll TFT verließ mich irgendwann und ich hatte das Glück, bei eBay einen ähnlichen zu finden, der den alten ersetzte. Mittlerweile war der zweite Monitor nicht mehr dafür gedacht, dass die Altrechner damit zur Anzeige kamen, sondern der Hauptrechner brauchte mehr Platz zur Anzeige.
  6. Und 2013 war es mal wieder soweit – mich nervte, dass meine Bildbearbeitung für alles so lange brauchte. Der Wechsel zwischen den Bildern dauerte länger, wie das Bearbeiten und ständig war der Hauptspeicher voll. Dazu kam noch, dass der Export der Bilder in den Bereich von Stunden wanderte. Zur visuellen Unterstützung mal zwei Bilder. Das Gehäuse ist zwar ein kleines bisschen klobiger wie der Alte, aber dafür ließ sich alles besser einbauen.
    beast_inside
    Technisch Interessierten gebe ich mal eine kleine Führung durch das Innenleben (als Mann ist man ja stolz auf seine handwerklichen Fähigkeiten).
    Ganz links ist der Frontlüfter, 20 cm Durchmesser. Nicht zu übersehen ist der Prozessorkühler von Thermaltake. Momentan muss ich die Musik ausmachen, damit ich überhaupt was vom Rechner höre. Unter dem Kühler schwitzt ein nativer Hexacore-(zu deutsch 6 Kern)Prozessor aus dem Hause AMD bei 3,5 GHz. Damit alle hinterherkommen hat AMD dem Prozessor 6MB Level2- und 8MB Level3-Cache spendiert. Das ist mehr als mein 1. Rechner Hauptspeicher hatte! Und weil wir gerade bei Hauptspeicher sind: 16 GB – das sind die zwei roten Kühlrippen links neben dem Prozessorkühler.
    Neu für mich war diesmal, dass auch der Prozessor jetzt seine eigene Energieversorgung hat (schlängelt sich schwarz/gelb vorn durchs Bild) Hinter dem monströsen Prozessorkühler sieht man noch ein paar Kupferrohre glänzen, die zum Kühlkörper der Grafikkarte gehören. Wie schon seit vielen Rechnergenerationen ist es auch diesmal wieder ein nVidia-Teil geworden, GeForce GTX 660 mit 2 GB Speicher. Damit man das Potenzial seiner Grafikkarte ausreizt, legte nVidia 2 Spiele von ubisoft drauf – Assassin’s Creed IV und Splinter Cell. Eigentlich mehr zur optischen Aufbesserung ist jetzt ein schwarzer DVD-Brenner dazu gekommen.