Meine Frau beschäftigt in letzter Zeit sehr intensiv mit der Steinzeiternährung – ich berichtete. In dem Zusammenhang fiel auch mal der Glykämische Index. Jeder, der bei gesunder Ernährung an „fettarm“ denkt, sollte sich mal den Moment Zeit nehmen und einen Blick auf den Glykämischen Index werfen. Der Glykämische Index (kurz auch Glyx genannt) nimmt als Vergleichswert den Verlauf des Blutzuckerspiegels an, den man hat, wenn man 100g Traubenzucker zu sich nimmt. Nur als Hintergrundinfo: Traubenzucker ist der Beast-Mode für den Blutzuckerspiegel – mehr und heftiger geht nicht. Deshalb berechnet sich der Glykämische Index aus der Fläche des Blutzuckerverlaufs im Verhältnis zur Fläche des Verlaufs bei Traubenzucker. Beim Glykämischen Index ist es irrelevant, wie der Verlauf des Blutzuckerspiegels ist – schnell steil ansteigend und wieder schnell abfallend oder langsam steigend und wieder sinkend. Deswegen haben gekochte Möhren den gleichen Wert wie Weißbrot. Von daher ist der Glykämische Index eher ein Laborwert, als für die praktische Anwendung gedacht. Interessanter ist da der Wert der Glykämischen Last, der den Glykämischen Index ins Verhältnis zur Menge an Kohlehydraten pro 100g setzt. Schnell wird dabei sichtbar, dass man für 50g Kohlehydrate ungefähr 700g Möhren essen müsste, aber nur 104g Weißbrot.

Was heißt das für mich als Läufer? So schön das Frühstücksbrötchen vor dem Halbmarathon auch sein mag, es ist eigentlich kontraproduktiv. Denn bis der Halbmarathon anfängt, ist der Blutzuckerspiegel schon wieder auf Normalniveau gesunken. Und auch all die schönen Powerriegel usw. die schnell Energie geben, sind für die Katz, weil sie genau das machen: schnell Energie geben. Die schnelle Energie ist sinnvoll nach dem man mit Laufen fertig ist, d.h. ein wenig Traubenzucker erfüllt genau seinen Zweck. Heißt aber im Umkehrschluss für den normalen Büroalltag: Man gönnt sich zwischendurch mal eine kleine Leckerei. Der Körper macht Energie draus, der Blutzuckerspiegel klettert nach oben und da die Energie nicht komplett vom Körper abgerufen wird, hebt sich der Körper die Energie für schlechte Zeiten auf. Als Speckröllchen auf der Hüfte.

Wirft man einen Blick auf diese Liste und sortiert sie absteigend nach den Kohlehydraten, findet man ganz natürlich sämtliche Zuckerarten, direkt gefolgt von Stärke, Mehl und Mehlprodukten wie Nudeln, Weißbrot und Brot. Ganz am Ende der Liste sind aber auch jede Menge leckere Sachen: Fleisch, Wurst, Käse, Fisch, Obst und Gemüse. Und zum Schluss noch die gute Nachricht: Vergleicht man mal ein Weizenbier (500ml) mit Orangensaft, zuckerfrei, ist das Bier mit gut 15g Kohlehydraten gegenüber 45g Kohlehydraten im O-Saft schon ein richtiges Fitnessgetränk. Ich möchte das nicht ins Lächerliche ziehen, aber der oft als Ausrede gebrauchte Satz „Es ist nicht das Bier, was dick macht, sondern die Sachen, die man dazu isst!“ enthält eine Menge Wahrheit.

In den Zusammenhang möchte ich noch was zum Thema Insulin loswerden. Viele schwören ja auf viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Je nachdem, was man isst, kann das eine Lösung sein, um sein Gewicht zu halten, aber aber abnehmen wird nichts und gesund ist es erst recht nicht. Gut, der Magen wird sich vielleicht freuen, wenn viele kleine Portionen kommen, aber die Bauchspeicheldrüse ist dann quasi ständig mit dem Freisetzen von Insulin beschäftigt und wenn der Körper seine Energie direkt abgreifen kann, kommt er nie auf die Idee die gespeicherten Fettzellen in Energie umzuwandeln.

mond

Gestern war Vollmond – Grund genug mal mit der Kamera draufzuhalten und ein Bild zu machen. Und wenn das Bild schön genug ist, erkennt man so einiges darauf.

  1. Kepler-Krater
  2. Oceanus Procellarum – Ozean der Stürme
  3. Mare Humorum – Meer der Feuchtigkeit
  4. Mare Nubium – Meer der Wolken
  5. Tycho-Krater
  6. Mare Tranquilitatis – Meer der Ruhe (der dunkle Fleck, der durch den Pfeil zur Nummer 6 bedeckt wird ist Mare Nectaris – Honigmeer)
  7. Mare Fecunditatis – Meer der Fruchtbarkeit
  8. Mare Crisium – Meer der Gefahren
  9. Mare Serenitatis – Meer der Heiterkeit
  10. Mare Imbrium
  11. Kopernikus-Krater

GombocDieses lustige Kerlchen ist ein Gömböc (sprich: Gömmbötz). Der Gömböc ist eine ungarische „Erfindung“ oder besser gesagt, Körper gewordene Mathematik. Aus eurer Kindheit kennt ihr bestimmt noch das Stehaufmännchen – egal, wie man es hinlegte, es richtete sich immer wieder auf. Erreicht wurde das Ganze, indem sich im unteren Teil des Stehaufmännchen eine höhere Masse befand.

Und nun grübeln die Mathematiker: Gibt es einen Körper, der das allein durch seine Form kann? Ganz speziell war das ein russischer Mathematiker namens Arnold. Die Antwort darauf gaben zwei ungarische Mathematiker und ihre Antwort war der Gömböc. Egal, wie man den Gömböc hinlegt, er richtet sich immer wieder auf. Ohne interne Gewichte, denn er wurde aus dem Ganzen gefeilt (oder ge-CNC-t). Gespickt hatten die beiden bei Mutter Natur, denn die baut Gömböce schon seit Millionen von Jahren und lässt da auch noch Tiere drin wohnen – in Form von Schildkröten.

Bestaunen kann man den Gömböc übrigens im ungarischen Pavillion auf der Expo in Shanghai. Bestaunen konnten den Gömböc auch die finnischen Beamten des Helsinkier Flughafens, als der sich im Gepäck von Gábor Domokos, einem der beiden Mathematiker, befand. Von Natur aus hält der Mensch, alles was er nicht kennt, für bedrohlich. So wurde der Gömböc kurzerhand zu einer Bombe erklärt und ein Teil des Flughafens geräumt und gesperrt. Nach 45 Minuten Sperrung und mit Hilfe einer englischsprachigen Broschüre konnte man die Sicherheitsbeamten dann doch von der Unschuldigkeit des Gömböc überzeugen.

(Bildquelle: Wikipedia)

weihnachtsbaumDie Geschenke sind verpackt, Weihnachtsmails sind verschickt und auf mich wartet morgen früh nur noch das Bügeln von ein paar Hemden und dann geht es Richtung Heimat. Dort wartet ein straffes Programm auf mich. Fängt mit dem alljährlichen Treffen am 23.12. an, geht über das 4. Außerordentliche Konzert im Kulturpalast und endet mit dem Ausräumen des Arbeitszimmers bei meinen Eltern und das sind nur die nichtweihnachtlichen Ereignisse.

Ich hatte gestern Abend mal den Versuch gewagt einen Rückblick auf das Jahr zu werfen, habe mich dann aber entschlossen, den Jahresrückblick für dieses Jahr anders ausfallen zu lassen. Dafür stehen schon ein paar Ziele für das nächste Jahr fest – die Umgestaltung von Wohn- und Schlafzimmer und (man höre und staune) mich wieder in die Reihen der Nichtraucher einzugliedern.

Diese Woche erfuhr ich dann auch noch, dass der mittelalterliche Weihnachtsmarkt in Dresden abgebrannt ist. Da es immense Schäden an der Bausubstanz gab, wird von Seiten der Stadt spekuliert, den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt nicht mehr stattfinden zu lassen. Viele der betroffenen Händler waren wohl nicht gegen Brand versichert und müssen neben dem ohnehin entstandenen Verlust auch noch diese Schlappe einstecken. Dabei gehörte der mittelalterliche Weihnachtsmarkt doch einfach mit dazu. Aber die Stadt hat offensichtlich nach wie vor ein sicheres Händchen dafür touristische Attraktionen brachliegen zu lassen (Stichwort: Fernsehturm).

Ich will aber meinen Kopf nicht noch mehr mit komischen Gedanken vollstopfen, da wüten jetzt schon wieder genügend Sachen in mir drin, gerade als ich den Blick auf den Anfang des Jahres warf. Statt dessen will ich doch mal weniger über mich berichten, sondern auch mal was zur Allgemeinbildung beitragen. Heute mal etwas mexikanisches…

Die Geschichte von Mexiko-Stadt geht in das Jahr 1325 zurück, wo der Legende nach Azteken von ihrem Oberchefgott Huitzilopochtli die Anweisung erhielten, sich dort niederzulassen, wo sie einen Adler finden, der auf einem Kaktus eine Schlange frisst. Um 1519 fielen dann die Spanier in die Stadt ein, die damals noch Tenochtitlán hieß und damit begann das Ende der Aztekenzeit. Wer jetzt die Geschichte mit dem Adler und Schlange schon merkwürdig fand, sollte mal einen genaueren Blick in die aztekische Mythologie werfen. Denn der Vater von Huitzilopochtli (auch Uitzilopochtli oder Vitzliputzli genannt) war ein Ball Federn (Mixcoatl). Seine Mutter war von diesem Ball Federn unehrenhaft schwanger geworden, weshalb seine ältere Schwester (Coyolxauhqui) die Mutter noch vor seiner Geburt tötete. Huitzilopochtli nahm ihr das übel, sprang aus dem Leib der Mutter und tötete seine Brüder (400 Stück) und seine Schwester. Wer einen solchen Gott anbetet, opfert auch gern mal den einen oder anderen Kriegsgefangenen. Also wurde der Gefangene in der Opferfarbe Grau gestrichen, vier Priester hielten ihn fest, während der fünfte ihm mit einem Obsidianmesser das Herz herausschnitt. Schreien war bei dieser Prozedur jedoch nicht erwünscht und es wagte auch keiner seiner Opferung zu widersprechen.

Dies also ein kurzer Umriss aus der Mythologie der Azteken und das einen Tag bevor wir den Geburtstag von Jesus feiern. Bloß gut, dass damals kein Ball Federn unterwegs war, wer weiß wie Weihnachten dann hier aussehen würde. Und bevor es noch mehr ausartet – an alle meine Leser:

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Weihnachtsfest im Kreis eurer Familien, Eltern und/oder Kinder. Lasst euch reich beschenken oder genießt einfach die gemeinsame Zeit. Ein paar erholsame Tage wünscht Euch,

Jan

tensongsofmylifeWer in letzter Zeit mal einen Blick in meine Plattenkiste geworfen hat, wird sich fragen – Ist er krank? Kauft er keine Platten mehr? Kein Grund zu Beunruhigung, die Liste ist jetzt wieder um ein paar Einträge reicher und ich nutze gleichzeitig die Gelegenheitmal ein Projekt anzukündigen, was ich schon vor geraumer Zeit auf dem Blog von fishcat entdeckt habe – Tens songs of my life. Momentan bin ich noch am überlegen, welche Titel sich dafür qualifizieren, aber die Hälfte habe ich schon beisammen. Es wird also wieder viele kleine Geschichten geben, aus einer Zeit, wo Musik noch auf Kassetten aufgenommen wurde und wo Musikfernsehen noch nicht mit Handywerbung verseucht war.

postcrossing36Gestern erreichte mich über Postcrossing mal wieder eine Karte aus Finnland. Leider kein Nordlicht, aber mit einem Link auf eine finnische Seite, die über das Beobachten von Nordlichtern in Finnland zu berichten weiß. Dort werden auch meine Fragen über das Wann? und Wo? beantwortet. Am Interessantesten fand ich aber die Geschichte über Historie des Nordlichts. Die Finnen nennen auch heute noch das Nordlicht „revontulet“, was auf deutsch „Fuchsfeuer“ bedeutet. Es gibt mehrere Ursprünge, z.B. dass das Nordlicht von einem Zauberfuchs kommt, der mit seinem Schweif Funken in den Himmel sprüht oder wiederum von einem Fuchs, der bei seiner Wanderung an einem Hochmoor mit seinem Schwanz Schnee aufstiebte, welcher dann als Nordlicht sichtbar wurde.

BestellungMein letzter Beitrag war am Dienstag? Ich hätte ja schwören können, es wäre Mittwoch gewesen. Bei genauerer Überlegung fällt mir ein, dass ich Mittwoch ja zu nichts zu gebrauchen war. Ich setzte mich hin und bearbeitete ein Stöckchen, was ich bei blog.de entdeckt hatte, aber es ist noch nicht fertig geworden. Zumindest stehen die Chancen gut, dass ich es noch im Laufe des Abends fertig bekomme.

Viel Zeit geht jetzt auch mit dem Schauen der 9. Simpsonsstaffel drauf. Die erste DVD beginnt mit Skizzen, die einen Ausschnitt des Films zeigen. Das erste Mal, dass ich Anke Engelke als Marge höre. Sie gibt sich wirklich Mühe und kommt gut an die Stimme heran, aber sie ist halt nicht Elisabeth Volkmann. Aber das ist wohl die Tragödie der am längsten laufenden Zeichentrickserie. Beim Ansehen der einzelnen Folgen fällt mir auf, dass ich einzelne Episoden noch nie gesehen habe. Wohl möglich, weil ich schon die 8. Staffel an einigen Stellen nicht gerade überwältigend fand. Aber letztendlich steckt doch viel mehr dahinter. Man stelle sich vor, eine Serie über so viele Jahre interessant zu halten, nicht zu auffällige Wiederholungen einzubauen und dem Konzept der Serie unterworfen zu sein. Einerseits Segen, weil die Charaktere nicht altern, im Gegensatz zu einer Serie mit realen Schauspielern, andererseits genau aus dem selben Grund ein Fluch, da Bart jetzt das zweite Jahrzehnt schon in die vierte Klasse der Grundschule Springfield geht, d.h. die Möglichkeiten Veränderungen einzubauen sind minimal und wenn es gemacht wird, fällt es gravierend auf. Siehe der Tod von Paradontose-Murphy (viel zu früh!) oder Maude Flanders. Gleichzeitig tauchen auch neue Charaktere auf, die aber keine großen Rollen bekommen, da die Hauptrollen schon vergeben sind. Was für ein Glück, dass ich für solche Betrachtungen eine Kategorie „Simpsons“ habe.

Ich hatte die letzten Tage auf Arbeit wieder viel tüfteln dürfen, was nicht sonderlich von Erfolg gekrönt war und deshalb meine Motivation in den Keller sackte, aber ich gab nicht auf, bis mein Kollege einen Richtungswechsel vorschlug, kurz etwas ausprobierte, mir das Grundgerüst gab und ich jetzt alles aufbauen und erweitern darf, bis die gewünschte Funktionalität erreicht ist. Nach einem Vierteljahr kann ich mir doch schon mal erlauben, einen kleinen Rückblick zu werfen – jede Menge offene Punkte erledigt und für die nächste Version stehen zwei Punkte an, die unter meinen Händen gewachsen sind bzw. an denen ich gerade baue: die zentrale Programminstanz und der Datenbankzugriff.

NotenAußerdem hatte ich diese Woche meine zweite Klavierstunde. War natürlich schon blöd, weil ich überhaupt nichts zum Üben da hatte. Es stellte sich aber heraus, dass meine Lehrerin bemerkt hatte, dass ich die Noten liegen ließ und steckte sie ein. Damit waren die Wege am Montag und Dienstag ohnehin umsonst. Dafür habe ich jetzt ausreichend Material, da die nächsten beiden Donnerstage der Unterricht wegen Ferien ausfällt und ich erst Mitte April wieder antreten darf. Als ich vorhin übte, stellte ich fest, dass ich es nicht sehr lange mit dem Keyboard aushalten werden. Ich hatte den ganzen Abend das Gefühl, ich habe mich verspielt, bis ich feststellte, dass zwischen h und c‘ mehr Spielraum ist, als es wirklich schön klingen würde. Vermutlich befindet sich nur eine Oktave im Speicher und die wird ohne Rücksicht auf Verluste transponiert. Sparsam im Speicher, aber ein Graus für die Ohren.

Trotzdem muss ein gescheites Gerät warten, Bafög hat jetzt erstmal höchste Priorität. Aber nachdem ich diese Woche erfahren durfte, dass der Versicherungsstreit in eine neue Runde geht und ich nächsten Montag (wieder mal) auf den aktuellen Stand gebracht werde, mache ich mir keine Sorgen – doppelt (versichert) hält besser. Als kleiner Trost kam dann diese Woche ein kleines Amazonpaket, was zum Gucken, was zum Lesen und was zum Hören. Als ich vorhin in der Küche über dem Abwasch brütete, stellte ich fest, wie gut die CD eigentlich ist. Vielleicht dann nochmal zum Einschlafen… die Rachel.

Bevor ich mich dann dem Stöckchen zuwende, gibt es noch etwas Wissenswertes aus der Klugscheißerecke. Durch die Zeitumstellung wird es früh später hell und abends auch später dunkel. Soweit nichts Neues, nur dass man die Gelegenheit schon nutzen kann, um die Abenddämmerung zu beobachten. Aber ab wann ist es denn Nacht? Sonnenuntergang ist ja klar, der feuerrote Ball versinkt am Horizont. Wenige Augenblicke später beginnt das, was man auch bürgerliche Dämmerung nennt – die hellen Sterne bzw. Planeten werden sichtbar. Ist die Sonne weiter als 6 Grad unter dem Horizont verschwunden und weitere Sterne tauchen auf, beginnt die nautische Dämmerung, die damit endet, wenn die Sonne mehr als 18 Grad unter dem Horizont verschwunden ist und Sterne die in den Klassen 3 und abwärts der scheinbaren Helligkeit liegen, sichtbar werden. Dann ist es Nacht. Schlaft schön!

Der gestrige Tag verlief reichlich unspektakulär, allein abends lieferte ich noch bei einem Glas Rotwein ein bißchen technisches Know-how zu einem BGH-Urteil zu Domains und der DENIC und warum es richtig vom BGH war, die Webseite und die Domain als zwei getrennte Dinge zu behandeln. Den nächsten Morgen hieß es wieder: auf Arbeit düsen, den Schwachpunkt gegen Mittag mit reichlich Entwicklerkaffee bekämpfen und – heute Nachmittag hat es dann endlich geklappt.

Ich erstand nun endlich doch ein paar Schuhe. Erfolg auf der ganzen Linie – die Fahrt am Samstag hätten wir uns sparen können, die Bücher hätte ich auch in Bamberg finden können. Apropos Bücher, ich habe die Tage mal einen Blick hinein riskiert. Unter der Rubrik „Wer hat’s erfunden?“: Sudoku – bereits 1783 entwickelte der Schweizer Mathematiker Leonhard Euler, das was wir heute als Sudoku kennen. Danach geriet es in Vergessenheit und tauchte in den 70er Jahren in Amerika wieder auf, in den 80ern in Japan, wo es seinen heutigen Namen bekam und 2004 sorgte der neuseeländische Richter Wayne Gould dafür, dass es in der Times in England erschien, wo es seinen Siegeszug in Europa antrat.

Selbiges steht jetzt in großen roten fetten Buchstaben auf meiner Türe. Die Buchstaben CMB stehen nicht etwa für Charles Montgomery Burns oder Caspar, Melchior und Balthasar, sondern für Christus Mansionem Benedicat (Christus segne diese Wohnung). Das Fest der Heiligen Drei Könige war am Samstag und deswegen begeben sich Kinder verkleidet als die heiligen drei Könige von Haustür zu Haustür, sagen artig ein Sprüchlein auf und sammeln Geld für wohltätige Zwecke. Und als Gegenleistung für seine Spende erhält man den Segen für sein Heim. Also erstmal ein guter Zweck, aber wo ich den Zettel „Kinder sagen ja zur Schöpfung“ in der Hand hielt kamen einige Zweifel auf. Ich habe nichts gegen die Unterstützung der Kinder in Afrika, aber halte eine Missionierung doch für unzeitgemäß.

Neben mir stand mein Freund Thomas, der mich samt seiner Freundin Verlobten dieses Wochenende besuchte. Also war ich Freitag nach Arbeit noch einmal einkaufen gewesen und wartete dann auf ihre Ankunft. Zuhause lag ein zusammengefalteter Brief meines ehemaligen Arbeitgebers, bei dem ich mich fragte, was wohl darin wäre. Es war mein Arbeitszeugnis, das wirklich extrem gut ausgefallen war, obwohl das Wort „äußerst“ doch sehr strapaziert wurde. Gegen 19 Uhr trafen die beiden bei mir ein und erzählten mir, sie wären noch ein wenig shoppen gewesen, weil sie schon viel zeitiger in Bamberg waren. Na toll und ich habe über eine Stunde daheim gewartet. Wir fuhren dann in die Stadt, suchten uns eine Kneipe mit fränkischer Küche und aßen erstmal was. Danach liefen wir noch ein wenig durch das vernieselte Bamberg, um dann nach Mitternacht wieder daheim zu landen und noch bis 2 Uhr zu quatschen. Memo an mich: Rauchbierbock ist auch nicht besser.

Mir ging es schon Freitag Abend nicht so besonders, ich hatte das Gefühl, dass sich eine Erkältung bei mir breit macht. Und dementsprechend ging es mir dann Samstag Morgen. Ich hatte schlimme Halsschmerzen und nahm erstmal ein paar Tabletten. Im Laufe des Tages wurde es dann sichtbar besser und auch heute ging es mir wieder besser. Nach einem schönen ausgiebigen Frühstück, dass wegen dem noch nicht eingetroffenen Tisch in der Küche stattfinden mußte, schnappten wir unsere Schirme und gingen bei Nieselregen in die Stadt, dort liefen den ganzen Nachmittag umher, schauten uns alles an und kehrten dann erschöpft wieder heim. Ich kochte dann erstmal was und dann ging es noch mal los. Fertig wie wir waren, hielten wir diesen Abend nicht so lange durch und fielen schon gegen 1 Uhr ins Bett. Ich bin die Nacht mehrmals munter geworden, weil meine Nase verstopft war und ich deshalb immer wieder wegen meinem trockenen Hals aufwachte. Ich hoffe, es bessert sich die nächsten Tage, ich habe keine Lust schon nach einer Woche arbeiten erstmal krank zu sein. Dafür hatte ich jetzt lang genug Urlaub.

Und nachdem es die ganze Nacht wieder gestürmt und geregnet hatte, verzogen sich die Wolken heute vormittag und ab Mittag war strahlender Sonnenschein in Bamberg. Und bei dem Wetter fuhren meine Freunde wieder heim. Die Hälfte von den beiden werde ich voraussichtlich Anfang Februar wiedersehen, wenn die mittlerweile 6. LAN-Party ansteht und wir wieder bis tief in die Nacht hinein zocken.

Abergläubig? Bitte weitergehen, das ist mein 666. Beitrag. Er wird sich im wesentlichen nicht von den anderen unterscheiden, ich habe mir aber mal die Zeit genommen, den Beitrag der Wikipedia durchzulesen. Viel Theorie, jede Menge Zahlenspielereien, jedoch nichts konkretes, was Rückschluss darauf zulässt, dass sich wirklich was Böses hinter dieser Zahl verbirgt. Aber zurück zum eigentlichen Inhalt dieses Eintrags.

Gestern zum späten Nachmittag machte ich noch den Übergabetermin für die Wohnung perfekt. Dann mußte ich noch schnell einen Termin für nächste Woche für das Kautionskonto abmachen, der zwar in meinen Zeitplan hereinrutscht, aber genau sowas ist da ja schon mit eingeplant. Dann legte ich schon mal den Grundstein für eine neue Rubrik in meinen Blog –::[electro-vision]::–. Alles was Musik betrifft, auch mit Visualisierung versehen, sprich meine Lieblingsmusikvideos. Ich hatte mir gestern auch einen Zettel angelegt, auf dem ich schon mal notiert hab, nach welchen Künstlern ich noch suchen wollte. Zusätzlich existiert schon eine stattliche Liste mit Titeln und Links, die ich schon herausgesucht habe, die aber Stück für Stück als Beiträge erscheinen werden.

Dann ging es noch wie jeden Donnerstag Abend zum Squash, mit einem „Special Guest“. Da es voraussichtlich das vorletzte Mal ist, wo ich mit der Gruppe zum Squash gegangen bin, kam nochmal Sabine mit kugelrundem Bauch vorbei, um mich zu verabschieden. Statt also im Anschluss in die Sauna zu gehen, setzen wir uns noch in die angeschlossene Gaststätte und quatschten eine Runde, schließlich habe ich sie jetzt schon seit Mai nicht mehr gesehen. Eigentlich wollte ich noch gestern Abend die Sachen für die LAN-Party dieses Wochenende zusammenpacken, hab dann aber noch ein Stündchen telefoniert und dann war es schon zu spät, also hab ich das in aller Ruhe heute Morgen nachgeholt. Wenn ich heute von Arbeit komme, brauche ich dann nicht mehr auf die Schnelle alles zusammenwürfeln um dann wieder feststellen, dass ich die Hälfte vergessen hab.