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Diane Charlemagne

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Mein Beitrag zu Diane Charlemagne ist einer von denen, die ich ursprünglich im Kopf hatte, als ich die Serie electro-space monthly ins Leben gerufen habe. Es sind diese Künstler, die ihr ganzes Leben ihren Beitrag zur Musik geleistet haben und uns mit ihrer Musik begleitet haben. Und trotzdem ist uns der Name unbekannt. Realisiert man das, trifft es einen wie ein Schlag.

electro-space monthly ist eine Serie, bei der es um Musik geht, die mich beeinflusst hat. Dabei können Künstler, Musikstile oder Labels als Themen auftauchen. Inhaltlich geht es selten um Vollständigkeit, sondern nur um den Abriss, der mich bewegt hat.

Außerdem gibt es die Serie auch als Podcast bei Mixcloud zum Anhören. Dort gibt es neben dem hier stehenden Text noch die Musik, über die geredet wird. Und vielleicht erzähle ich auch noch etwas mehr, wenn mir spontan etwas einfällt.

Erste Station von Diane Charlemagne ist Urban Cookie Collective. Ja, sie ist die Stimme hinter The Key, The Secret. Natürlich hat ihr musikalischer Werdegang schon früher angefangen, aber das sollte ein Meilenstein sein, der aus der Dance-Geschichte nicht wegzudenken ist.

Um es richtig auf die Spitze zu treiben, sollte noch dazu gesagt werden, dass der zugrunde liegende Track von Glam kommt und Hell’s Party heißt und im Remix von DJ Ricci schon so ziemlich genau dem Track entspricht. Um es im Klartext zu sagen, hat ihre Stimme The Key, The Secret getragen. Ansonsten wäre Hell’s Party schon ein Hit worden.

Ich weiß, dass die Liste der Werke, an denen sie mitgewirkt hat, unglaublich lang ist. Deswegen werde ich mich auf die Releases konzentrieren, die so bekannt, dass sie jeder kennen sollte. Oder auf der anderen Seite die Schlüsselwerke, die für mich essenziell sind.

Springen wir in den 1990ern etwas vorwärts. So eine unglaubliche Stimme braucht einen großen Track, einen ganz großen. Auch wenn ihr euch nicht mit Breakbeats, Jungle oder Drum & Bass auskennen solltet, ist Mitte der 90er keiner an Goldies Klassiker Inner City Life vorbeigekommen.

Ich will nicht sagen, dass es dann ruhig um sie wurde. Aber sie wirkte an keinen Releases mehr mit, die bei mir auf dem Plattenteller landeten. Der Punkt, wo mir ihr Name das erste Mal so richtig bewusst wurde, war auf dem 2014er Album von S.P.YBack To Basics.

Hier lieferte sie die Vocals bei zwei Titeln, unter anderem dem Titeltrack des Album. Als ich im Oktober 2015 hörte, dass sie an Krebs verstorben war und viele Künstler kondolierten, machte ich mich auf die Suche in meiner Musiksammlung. Ich stieß weiterhin auf zwei Stücke auf einem Album von High Contrast und alles was ich eingangs schon erwähnte.

Die vorhin erwähnte „Lücke“ in ihrem musikalischen Schaffen ist relativ simpel zu schließen. Diane Charlemagne war seit 2000 Mitglied von Mobys Live-Band und ging seit dem mit auf Tour. D.h. es ist ziemlich wahrscheinlich, dass ich im Herbst 2000, als Moby live in Dresden war, die Stimme von Diane vor Ort gehört habe.

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