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Jahresrückblick 2018 – Travel, Music & Life

Jan 0
geschätzte Lesedauer: 5 Minuten

Das neue Jahr ist noch ganz jung, also wird es wieder Zeit den Jahresrückblick 2018 zu machen. Noch im alten Jahr habe ich den alten Slogan „Gefährliches Halbwissen“ abgelegt und bin auf „Travel, Music & Life“ umgestiegen. Weil genau darum geht es hier!

Privat

Nachdem ich Ende 2017 feststellte, dass MP3 abgekündigt wurde, begann ich akribisch alle meine verbleibenden CDs als M4A zu kodieren. Als ich im Februar mir dann den FiiO X3 III kaufte und feststellte, dass der Probleme mit meinen Dateien hatte, schaute ich nochmal nach. Es stellte sich heraus, dass MP4 moderner war, aber im Bereich 320kBit/s ist MP3 doch immer noch überlegen. Also musste ich alle CDs, die schon neu konvertiert waren, noch einmal einlesen. Und dazu kamen noch alles Schallplatten. Mittlerweile habe ich das Projekt abgeschlossen und alles war auf Vinyl und CD hier rumsteht, gibt es auch als High-Quality-MP3.

Bei meiner Digitalisieraktion der Schallplatten stellte ich fest, dass die Analord-Schallplatten ordentlich gefragt waren – hier wurden Stückpreise von bis zu 50 Euro pro Scheibe aufgerufen. Zum Vergleich: Ich hatte damals die Platten für 7,50 Euro gekauft. Eine Wertsteigerung von 600% in 15 Jahren klingt nach einer feschen New-Technology-Aktie. Also begann ich meine Plattensammlung zu durchforsten und sortierte die Stücke aus, an denen mein Herz nicht mehr so hing. Von Spanien bis ins Vereinigte Königreich verteilte ich meine Platten und habe bis jetzt noch kein schlechtes Gewissen, dass sie nicht mehr bei mir sind.

Noch 2017 beschwerte ich mich, dass ich nur noch 600 Bilder im Jahr gemacht habe. Das schob ich auf die umständliche Handhabung meiner DSLR. Ständig 2kg herumschleppen, Objektiv wechseln, Karte wechseln – das ist mir zu aufwändig. Also wechselte ich im Februar auf meine Sony und siehe da – es zeigte sich ein Erfolg. Allein in den Urlauben dieses Jahr habe ich ca. 2.500 Bilder gemacht. Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt, aber ich bin mit der Bedienung und den Ergebnissen sehr zufrieden. Einzig der Energiehunger im ausgeschalteten Zustand ist grenzwertig.

Dieses Jahr bot sich für mich auch im beruflichen Sektor mal eine Veränderung. Ein Kollege wechselte seinen Zuständigkeitsbereich und ich konnte seine Stelle annehmen. Bisher war ich Anwendungsentwickler der von Oberfläche bis zum Datenbankzugriff alles machte. Und nun eine neue Welt: Setuperstellung, Nightly Builds. Als ich das letzte Mal in den Bereich tätig war, saß ich einmal die Woche bis Mitternacht, um dann eine Version von Hand zu erstellen. Jetzt ist der Prozess schon soweit, dass die Version jede Nacht erstellt wird (ich rede hier von einer Codebasis von ca. 5-6 Millionen LOC). Tagsüber kann auf Bedarf jederzeit eine Neue erstellt werden.

Musik

Ich greife gern auf letztes Jahr zurück und verteile wieder Awards für die beste Platte, das beste Album, den besten Künstler und das beste Label. Ich halte mich dabei relativ flexibel, was die Kategorien angeht. Je nachdem, was mir erwähnenswert erscheint.

Record Of The Year 2018 - Transformations Accumulate EP

Transformations – das sind Deepchord und Fluxion. Jeder für sich ist schon eine Größe, die keiner weiteren Beschreibung bedarf. Und nun kommen zwei Platten in diesem Jahr raus. Jeweils nur zwei Tracks darauf, aber jeder mit über 10 Minuten Länge, um die Tiefe so richtig zu entfalten und den Hörer mit warmen, seichten Wogen des Dub-Techno hinfort zu reißen. Für mich aber das entscheidende Kriterium, diese Platte zu wählen war einfach der Fakt, dass ich die letzten Jahre zwar viele Produktionen gehört habe, die gut waren, aber erstklassigen Dub-Techno im Stile der Vibrant Forms, fehlten. Überhaupt sind für mich die Vibrant Forms das Referenzwerk, wenn es um Dub-Techno geht. Nur damit das mal erwähnt ist.

Album Of The Year 2018 - Jon Hopkins Singularity

Jon Hopkins hatte es nicht einfach. Er musste sich gegen Veröffentlichungen wie z.B. Chris Liebings „Burn slow“, Daniel Averys „Song For Alpha“ oder Skee Masks „Compro“ durchsetzen, um nur einige zu nennen. Techno unterliegt immer dem Vorurteil, stumpfsinnig, roh und monoton zu sein. Aber das ist er nur dann, wenn das durch den Künstler so forciert wird. Jon Hopkins zeigt mit seinem Album – und nicht zuletzt mit dem Cover – das Techno so facettenreich wie ein klarer Sternhimmel des Nachts ist. Dem Album unterliegt eine klare Referenz zum Vorgängeralbum, der Stil ist unwiderruflich erkennbar. Trotzdem treibt Jon Hopkins den Stil weiter und schafft eine Brücke zwischen zerbrechlichen Pianostücken und rotzigen Stampfern, die er mit abwechslungsreichen Stücken versetzt. Als das Album noch bei mir in der Rotation lief, konnte ich es kaum erwarten, es wieder zu hören.

Artist Of The Year 2018 - Versalife

Letztes Jahr fing es mit der ersten Soul Of The Automaton an und dieses Jahr ging es weiter. Es blieb relativ wenig Platz für Conforce oder Silent Harbour, die sonst immer meine Playlist füllten. Ich mochte den Stil, der zwar so wunderbar in dieses Jahr passte, aber so komplett anders war, wie ich es von Boris Bunnik kannte. Außerdem hat Boris mit seiner sozialen Medienpräsenz ein angenehmes Bild von sich gezeigt, die mir sehr sympathisch ist. Nicht nur „Ich lege hier auf…“ oder „Kauft meine neue Platte…“ sondern auch mal „Mir gefällt Musik von anderen!“. Aber nicht im Sinne von Charts, die immer den aktuellsten Style enthalten müssen, sondern auch mal was Älteres.

Label Of The Year 2018 - Lobster Theremin

Dieses Jahr entdeckte ich nthng. Und mit nthng wurde ich auf das Label Lobster Theremin aufmerksam. nthng hatte was tranciges, was ich nun bei dem Label vermutete. Aber nach mehreren Kostproben stieß ich auf Jungle, House u.v.m. Monokulturen sind out, Farben und Vielfalt sind in. Und deshalb Lobster Theremin.

Reisen

Anfang des Jahres ging es auf Kreuzfahrt nach Dubai, wo wir eine Woche herumschipperten und dann noch in Dubai verlängerten. Es folgte eine lange Pause bis Juni, wo wir Usbekistan entdeckten. Ein Land mit viel Kultur und Historie und sehr lieben und freundlichen Menschen. Danach hieß es bis November warten. Natürlich waren wir mal Wandern in der Sächsischen Schweiz oder Campen am Tegernsee, aber Urlaub ist mehr als nur ein verlängertes Wochenende. Und der nächste Urlaub sollte erst Mitte November folgen. Zwei Wochen Karibik mit jeder Menge neuer Maya-Stätten. Und schon kurz darauf folgte Bali. Ich bin immer noch nicht schlüssig, was mich mehr fasziniert hat – die prachtvollen Bauten Usbekistans oder die landschaftliche Integration der Tempelanlagen von Bali.

Usbekistan, Samarkand, Registan
Gebetsnische in einer Moschee am Registanplatz in Samarkand
Bali, Mt. Agung, Gate of Heaven
Beliebtes Motiv: Der Vulkan Agung vom Pura Lempuyang aus gesehen

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