Mein Kumpel Thomas ist Fußballfan. Wenn Bundesliga ist, interessiert er sich immer für die Ergebnisse und fiebert natürlich für seinen Verein mit. So ähnlich wie ich beim Basketball. Dazu gehört natürlich, dass ein kleiner Aufkleber sein Auto schmückt, die passende Kaffeetasse und auch das T-Shirt. Kein Wunder, dass Thomas ganz aus dem Häuschen ist, wenn Fußball-WM ist. Ein Ereignis, dass alle vier Jahre statt findet. Dem entsprechend gibt es jetzt natürlich WM-Devotionalien in Form z.B. einer Deutschlandfahne als Magnethalter auf der Kühlhaube.

Warum muss ich das jetzt so ausführlich beschreiben? Weil er für mich stellvertretend einer von den vielen Tausend Fans in Deutschland sind, die mit der deutschen Mannschaft mitgefiebert haben. Ich klammere jetzt schon mal absichtlich „Fans“ wie mich aus, die Fußball nur als Randerscheinung wahrnehmen, die alle vier Jahre in ihr Sichtfeld rückt. Ich könnte auch noch meinen Arbeitskollegen als Beispiel heranziehen, der am Sonntag zum Finale nach Berlin gefahren ist. Er spielt selbst im Verein Fußball. Diese beiden vergessen für diese spektakulären Wochen, dass ein Großteil der Nationalmannschaft aus dem verhassten Bayern München Kader kommt und feuern sie an.

Trotzdem passiert, was immer passieren muss… es passieren links und rechts des Geschehens Ausrutscher von der üblen Sorte – kein Wunder, denn je mehr Leute man mit etwas begeistert, desto mehr Schmutz wird mitgerissen. Was mich aber wirklich ärgert sind diejenigen, die für ihre Stimme auch eine Plattform bekommen und dann pauschal um sich schießen. Da ist plötzlich jeder Fußballfan ein Nazi und ein Patriot und der Gaucho-Dance ist sowas von rassistisch. Ich erlaube mir jetzt kein Urteil über die Bildung, Kultur oder den Frustfaktor den sie in sich tragen. Glücklich bin ich jedoch darüber, dass ich diesen Artikel kurz nach der Rückkehr von unserer Weltreise geschrieben habe. Er bringt immer noch genau die Meinung rüber, die ich jetzt vertrete. Sich für seine Nation zu freuen und das zu feiern, ist nichts verwerfliches, solange man natürlich zu unterscheiden weiß, ob man den Erfolg oder die Nation feiert. Selbstverständlich gibt es auch hier Fehltritte, diejenigen die Deutschland feiern, obwohl eine Handvoll junge Männer hart dafür trainiert haben und diejenigen, die beim Wort „Nationalmannschaft“ schon angewidert die Mundwinkel verziehen, weil da etwas mit „national“ auftaucht.

Mir gehen beide Seiten tierisch auf den Senkel und ich mag eigentlich nichts mehr davon hören. Und wer jetzt eine Diskussion vom Zaun brechen möchte, sollte vorher folgendes Gedankenexperiment durch den Kopf gehen lassen: Stellt euch folgende Schlagzeile vor „100.000 Menschen feiern am Brandenburger Tor die Befreiung vom Nationalsozialismus“. Darunter ein Bild einer riesigen Menschenmenge über deren Köpfen viele Deutschlandfahnen wehen. Unvorstellbar? Eigentlich in keinem Land der Welt, außer in Deutschland.

Wie es der Zufall so will, hatten wir gerade auf unserer letzten Kreuzfahrt neben uns eine Gruppe von Leuten aus den USA/Kanada, die bei einem Quiz über „Berühmte Persönlichkeiten“ mitmachten – es tauchte zwischen van Gogh, Marilyn Monroe und Elvis ein Typ auf, der Anfang des 20. Jahrhunderts für einen Monat ins Gefängnis kam, weil er eine Revolte in München angezettelt hat. Irgendwie muss man es unseren Gesichtern angesehen haben, die reflexartig entgleisten… Der Tüp in einem Quiz über berühmte Persönlichkeiten? Wäre daheim ein absolutes No-go. Jetzt staunten unsere Gesprächspartner – echt jetzt, das ist doch schon 60 Jahre her? Uns blieb nur ein Schulterzucken übrig… wir lieben es die Last der Vergangenheit zu tragen, statt eine Lehre daraus zu ziehen und sie das sein zu lassen, was sie ist: Vergangenheit.

Die närrische Zeit ist angebrochen, bei manchen schon etwas früher, bei manchen später. Allerortens zogen die Narren aus, um auch in den Blogs ihren Schabernack zu treiben. Sie versuchten sich in halbherzig recherchierten Definitionen, spirituellen Erkenntnissen und auch in philosophischen Fragen über Bloginhalte. Platz genug für eine Verschwörungstheorie: Ist wirklich die aufkommende Faschingszeit Schuld an diesem vermehrten Auftreten von unerwünschten Bemerkungen oder steckt hinter allem der fickende Manuel?

Deshalb an dieser Stelle ein STOP!(*) Wer der Meinung ist, auf diesem Blog seine geistigen Blähungen unerwünscht ablassen zu müssen, erfährt eine umgehende und unkommentierte Löschung seines Kommentars. Ich schreibe hier nicht für die Leser, die es nicht interessiert und lehne es ab, mich zu rechtfertigen, warum ich schreibe. Wer so faul ist und anhand eines Beitrags auf den gesamten Blog zu schließen, dem werde ich auch keine weitere Aufmerksamkeit widmen. An alle anderen: Ihr seid jederzeit herzlich willkommen und ich freue mich über eure Anmerkungen.

(*) entnommen aus den Verkehrszeichen Deutschlands der Wikipedia.

So, die ersten 1211 Postcrossing-Kilometer sind überwunden. Gestern abend erhielt eine Mail von Postcrossing verbunden mit ein paar Dankesworten von Tove, dass die Karte eingetroffen ist. Ich bin mal gespannt, denn wenn ich das richtig verstanden hab, sollte sich jetzt eine Karte auf den Weg zu mir machen und ich habe keine Ahnung, von wem und woher sie kommt. Und nachdem ich das Gefühl hab, dass sich da jemand wirklich über die Karte gefreut hat, könnte ich schon wieder eine schreiben.

Außerdem ist es eine willkommene Abwechslung. Wenn ich daran denke, was diese Woche alles so passiert ist… Am Donnerstag dachte ich mir, dass es an der Zeit ist doch mal endlich den Schlüssel für die Wohnung wieder abzuholen. Die Bauarbeiten waren ja endlich abgeschlossen. Mein Weg führte also zur Wohnungsverwaltung, wo ich mit dem Verantwortlichen für die technische Gebäudeverwaltung sprach. Da er den Schlüssel nicht hatte, rief er den Baustellenleiter an, ob er noch die Schlüssel hat – hatte er auch. Also ging ich dahin und nahm meinen Schlüssel wieder in Empfang. Freitag kam ich von Arbeit nach Hause und wunderte mich über die Zettel, die überall im Haus klebten. O-Ton: „Sehr geehrte Mieter, die neu installierte Lüftungsanlage wird am […] in Betrieb genommen. […] während dieser Zeit unbedingt den Zugang zur ihrer Wohnung zu gewähren (evtl. Schlüssel bei einer Person Ihres Vertrauens hinterlegen).“ Na danke! Keiner der Herren ist auf die Idee gekommen, mir das einen Tag vorher zu sagen, dann hätte ich mir die Zeit sparen können.

Am Donnerstag hatte ich auch das Vergnügen einen betriebsärztlichen Check mitzumachen. Blutdruck im grünen Bereich, eine SNV (Schulter-Nacken-Verspannung) und mein Sehvermögen ist schlechter geworden – ich habe nur noch 100% auf beiden Augen (beim letzten Mal wären es wohl 110% gewesen). Was mich ein wenig stutzig macht: Es gibt ein Feld „Nächste Untersuchung“, das mit 10/09 ausgefüllt wurde und die Ärztin kommt vom TÜV Süd. Fehlt nur noch der RFID-Chip unter der Haut, der dann aktualisiert wird und dass der Rechner nur angeschaltet werden kann, wenn man eine aktuelle TÜV-Untersuchung hat :crazy: Nur noch getoppt wurde das von unserer Kantine, die diese Woche „Blau-weiße Glücksmomente“ versprach, das Ganze im Aktionspaket „A Gaudi im Mündchen„. Das Angeboot läßt grüßen… Und ich habe mich die ganze Woche darin versucht, den Optimismus über diese Aktionswochen mit der Dame aus dem Flyer zu teilen, nur gelingen wollte es mir nicht so recht. Nur meine Kolleginnen und Kollegen hatten die Freude, meine Versuche der Nachahmung dieser nachhaltigen Geste grenzenlosen Spaßes mitzuerleben.

Eigentlich sollte ich auch langsam ins Bett gehen, ich muss morgen die Wohnung ein bißchen auf Vordermann bringen, weil morgen abend ein paar Freunde vorbeikommen. Aber meine neueste Errungenschaft muss unbedingt noch in ihrer vollen Bandbreite ausgetestet werden. Ich habe mir heute eine neue Soundkarte geleistet, denn gestern abend mußte ich bei einem sehr leisen Stück feststellen, wie hoch doch der Pegel der Störgeräusche von der Onboard-Soundkarte ist. Und da ich ohnehin noch einen Midi-Port benötige, schlug ich zwei Fliegen mit einer Klappe. Deswegen habe ich jetzt nicht nur 5.1-Surround-Sound und die üblichen Line In- und Mikrofoneingänge, nein, auch noch der Midi-Anschluss, jeweils 1 optischer Ein- / Ausgang, als auch eine Koaxialschnittstelle kamen hinzu. Wenn es so funktioniert, wie ich mir das vorstelle, könnte ich meine auf MD aufgenommenen Moderationen digital an die Soundkarte übertragen. Und das muß jetzt noch getestet werden.

Nachtrag: Es funktioniert! Hat eine ganze Weile gedauert, bis ich den Fehler gefunden hatte. Die Dokumentation schweigt sich auch darüber aus, welche der beiden optischen Schnittstellen der Ein- und welche der Ausgang ist. Als ich dann ein hoffnungslos übersteuertes Signal im Rechner hatte, versuchte ich es herunterzuregeln, was leider nirgendwo möglich war. Außerdem kam es nur Mono über die rechte Box. Lösung brachte hier eine Invertierung des Signals und auf einmal hatte ich einen glasklaren Stereoklang. Daumen hoch!

Ich habe die letzten Tage und Wochen damit verbracht, mir über das Thema Podcast Gedanken zu machen. Nachdem die GEMA sich entschlossen hat, tief in die Taschen der Musik-Podcaster zu greifen, hab ich mich zum Gegenangriff entschlossen und mir in der Größenordnung von Gigabyte Musik aus dem Internet heruntergeladen. Natürlich nur von Netlabels, die unter den Creative Commons veröffentlicht haben.

Es ist so viel unglaublich schlechtes Zeug dabei, dass es schon reicht 10 Sekunden zu hören und den gesamten Release aussortieren zu können. Aber es gibt auch Perlen. Wahre Prunkstücke – gestern gefunden und zur Zeit bin ich dabei sämtliche Releases dieses Labels herunterzuladen. Welche das sind, wird aber erst im Podcast verraten. Doch der macht mir noch etliche Probleme. Ich habe nun die Stück für den ersten Podcast auf CD gebrannt und wollte mittels Mischpult und Mikro da etwas vernünftiges zusammenstellen, doch leider weigert sich mein DVD-Player strikt gebrannte CDs abzuspielen. Das gute Stück hat jetzt auch bereits schon mehrere Jahre auf dem Buckel, vielleicht sollte ich mal über ein neues Modell nachdenken.

Oder ich wechsle gleich zum Mischen am Computer, da die Dateien ja ohnehin schon auf dem Rechner liegen. Dann brauch ich auch nicht den x. Versuch zu starten, nur weil ich vergessen habe das Mikrofon herunterzuregeln und damit herumzupoltern oder mal komplett den Faden zu verlieren. Ich wäre über Hinweise zu Programmen, bei denen man mehrere Spuren mischen kann und so eine Sendung zusammenstellen kann, dankbar. Ach so – es darf gern Open Source sein. Ich gehe jetzt erst einmal Aggressionen abbauen…

Nachtrag: Jetzt hatte ich doch noch die Zeit, um schnell einen Blick nach einem Werkzeug zu werfen und wie der Zufall es will, habe ich es schon installiert. Es ist natürlich Open Source und heißt Audacity. Mehrere Spuren, die zeitverschoben werden können und ein Hüllkurvenwerkzeug, was will man mehr!

Ich hatte die Nacht vom Samstag zum Sonntag ohnehin schlecht geschlafen, so geladen war ich. Also hängte ich mich gleich Sonntag vormittag nach dem Frühstück an die Leitung und versuchte den Werkstattmeister zu erreichen. Leider keinen Erfolg – zwischendurch hatte ich sogar einen Hauch von Kraftwerk im Hörer („Dieser Anschluss ist vorübergehend nicht erreichbar!“).

Am Nachmittag erwischt ich ihn dann endlich und er äußerte sich gleich betroffen, weil er doch die Bremsen geprüft und entlüftet hätte. Könnte maximal sein, dass irgendwo noch eine Korrosion ist und er will sich das gleich Montag nachmittag ansehen. Wann könnte ich denn da sein, fragte er. Natürlich äußerte ich meine Bedenken bezüglich der relativ geringen Menge an Bremsflüssigkeit, die er irgendwie zerstreute. Insgeheim wußte ich von der Fahrt am Samstag, dass der Rest reichen würde, insofern nichts weiter ausgelaufen wäre. Ich rechnete fix hoch, welchen Weg ich am günstigsten nehme und kam auf eine Strecke mit 5 Ampeln und zwei mal abbremsen. Das dazwischen noch ein Stück Autobahn lag, unterschlag ich jetzt einfach mal.

Also sprang ich heute nachmittag in mein Auto und los ging es. Gerade mal eine Ampel war mir wohlgesonnen und ich zuckelte langsam dahin. In der Werkstatt angekommen, wurde erstmal ein Blick unter die Motorhaube geworfen. Frei nach John-mit-H – Letzte Worte eines Werkstattmeisters beim Blick auf den Bremsflüssigkeitsbehälter: Da ist ja wirklich wenig drin. Ja dachte der, ich mach hier Spaßanrufe? Also wurde wieder aufgefüllt, die Dichtheit der Leitungen geprüft, entlüftet, geklopft und gedreht. Kein Tropfen zu sehen. Kosten: 0,00 Euro. Artig „Danke“ gesagt und wieder heimwärts gedüst. Vorsichtshalber nochmal ein Blick unter Rüedi – staubtrocken. Zuhause festgestellt, dass ich einen Anruf verpasst hab – Rückruf gestartet, leider keiner mehr da. Na dann halt morgen…

Angefangen hat alles mit dem TÜV. Dort habe ich gleich die Jahresdurchsicht mit machen lassen. Mir wurde schon letztes Jahr gesagt, dass ich mal den Nachschalldämpfer erneuern lassen sollte und da sich der Rost schon in mehreren Lagen durchgefressen hatten, die ähnlich wie eine Rose sich aufblätterten und die Sicht auf die nächste Ebene freigaben, kam beim TÜV die Bemerkung „Nachschalldämpfer an der Grenze der Materialbelastung“. Deswegen war ich diese Woche zusammen mit dem Motoröl auch den Nachschalldämpfer wechseln.

Als ich Mittwoch Nachmittag mein Auto wieder überglücklich in Besitz nahm, wurde ich gefragt, wie lange ich bis zur 100.000 noch brauche. Ich schätzte so ungefähr 1-2 Monate. Dann wird bei mir der Zahnriemen fällig und nachdem ich den Preis hörte, verging mir das Lachen. Ich tröstete mich mit dem Gedanken hinweg, dass die Reparatur ja nur aller 100.000 Kilometer anfällt. Ansonsten war die Welt noch in Ordnung. Bis ich heute Nachmittag einen Kollegen abholte und wir zusammen zu einer Grillfeier eines Kollegen fahren wollten und auf einmal ein rotes Licht in meiner Anzeige aufleuchtete. Merkwürdigerweise war es das Achtung-Zeichen, was die angezogene Handbremse anzeigt. Die löste sich aber erfolgreich, das Signal blieb.

Als wir ankamen, kramte ich mein Zeug noch zusammen, während sich mein Kollege hinters Auto hockte und etwas von „Das sieht nicht gut aus“ murmelte. Damit lag er garnicht so falsch, denn am rechten hinteren Rad tropfte es. Ein Blick unter die Motorhaube bewies – Bremsflüssigkeit unter dem Minimum. Das lag der Hund begraben. Jetzt darf ich also mein Auto wieder in die Werkstatt schaffen – nur mit dem guten Gewissen, dass auf der Rechnung auch drauf stand „Bremsen entlüften und prüfen“ und es sich damit vermutlich um eine Garantieleistung handelt.

Allgemeine Lage: Momentan kann es nur besser werden. Ich habe diese Woche einen Anruf erwartet, der nicht gekommen ist, also werde ich da mal nachhaken müssen. Dann versuchte ich meinen Kalender in einem nahegelegenen Geschäft von „Buch & Kunst“, die seit letzter Woche enorm viele Kalender im Angebot haben, anzubieten. Dort wurde ich gefragt, um was für einen Kalender es sich handelt und wurde mit der Bemerkung „Wenn es sich einen Kalender über Dresden handelt, haben sie ja vielleicht noch die besten Chancen“ an die Zentrale vertröstet. Dann ärgere ich mich die ganze Woche mit dem letztens beschriebenen Problem herum und jetzt das! Wäre ich ein Teekessel, würde ich schon lange pfeifen!

Ich sitze heute nachmittag vorm Rechner, als es mal wieder passierte… Diesmal in den Rollen: I(ch) und mein T(elefon).

*klingeling*
I *verwundert*: Ja, Hallo?!
T: Schönen Guten Tag, mein Name ist Max Getösebrötchen *wie auch immer der hieß* und ich rufe im Auftrag von Onlineprovider an.
I *na Klasse, heute mal wieder zum Thema: Wir haben supermegabillige Tarife für Sie*
T: Darf ich Sie fragen: Haben Sie einen Internetanschluss?
I *muss fast lachen, bis mir einfällt, dass es Leute ohne Netzanschluss geben soll*: Ja.
T: Benutzen Sie einen Tarif von Onlineprovider?
I *dämlich wie ich bin*: Ja.
T: Vielen Dank, dann haben sich ja alle Fragen erledigt, ich wünsche Ihnen ein schönes Pfingsten!

Gut, das Ende war schnell herbeigeführt, aber ich halt hier im Blog Vorträge zum Thema Überwachung etc. und plaudere einfach aus, bei welchem Onlineprovider ich bin :crazy: Zeit, meinen neuen Mitbewohner zu quälen – Jemand im Latexkostüm…

stressball

Ja, der Kleine ist gefüllt mit Hirse und den kann man richtig prima durchwalken und verformen. Ansonsten sitzt er einfach auf meinem Monitor und grinst mich an… Ich wünsche ein schönes Pfingsten und ein paar erholsame Tage!

verpackungIch muss zugeben, dass in letzter Zeit ziemlich schlecht auf Amazon zu sprechen war. Grund dafür war eine Bestellung vom 4. Februar, die bis dato nicht versandt wurde. Und da als Termin Ende März angegeben war, entschloss ich mich am 24. März, meiner Bestellung noch ein paar Artikel hinzuzufügen. Ich nahm mit Absicht nur Artikel auf, die bis Anfang April lieferbar gewesen sind.

Der Terminvorschlag von Amazon verstrich und ich hakte mal nach, wo meine Bestellung denn bleibt und warum die Bestellung so geteilt wird, dass ein Artikel, der noch länger braucht, den Versand der übrigen Artikel aufhält. Umgehend wurde der Versand umsortiert und die Teillieferung auf „Vorbereitung zum Versand“ gestellt. So stand sie Sonntag, so stand sie Montag und so stand sie heute. Wutschnaubend nahm ich mir vor, nach Ostern mal den Versand der Artikel zu bemängeln. Doch soweit sollte es nicht kommen. Heute nachmittag erhielt ich die Mail, dass die Artikel versandt wurden.

Um so erstaunter reagierte ich, als ich heute nach Hause kam und einen Zettel über eine Paketlieferung im Briefkasten fand. Jemand im Haus hatte die Bestellung entgegen genommen. Also holte ich das Paket ab, wuchtete es in meine Wohnung und siehe da – die Verpackung und Polsterung für die Fraktalkalender!

Ich hoffe doch, dass meine Bücher + CDs mich noch vor Ostern erreichen. Ach so… die Acoustica von Alarm will Sound (plays the Aphex Twin), die ich auch schon Anfang Februar bestellte, wird voraussichtlich Mitte Mai geliefert.

Gestern erreichte mich folgender Kommentar (s.u.). Letztendlich passt er genau in die von Rociel gemachten Beobachtungen. Nachdem ich überlegt hab, ob ich nicht einen dummen Kommentar a la „Ich haben Löschen-Funktion“ oder „Ich habe fertig!“ abgebe, wird er einfach gelöscht. Am Ende klickt noch jemand drauf und die „Verliebt in Polen“-Kandidatin erreicht ihr Ziel.

deleted

Apropos „Verliebt in Polen“… Von jedem vierten Plakat starrt mich jetzt die auf „Ich bin hässlich und eine graue Maus“ getrimmte Lotta an. Wie ich gerade erfahren hab, ist der Titelsong von Annett Louisan, deren Musik bzw. Texte mich auch nicht gerade vom Hocker heben. Und nun muss ich auch noch eine Aussage von ihr in einem Artikel lesen, der meiner Meinung keinen Abbruch tut.

Als TV-Zuschauerin begeistert sich Annett Louisan ganz klar für amerikanische Serien mit Tiefgang und Klasse: «King of Queens», «Desperate Housewives» und «Sex and the City» gehören zu ihren absoluten Favoriten.

Was soll ich dazu noch sagen?

… und ich bin nicht gerade bester Laune. Nicht nur, dass ich 1.000 Kilometer hilflos von Loni entfernt bin, nein, ein bißchen Ignoranz von Verkäuferinnen treibt das Ganze auf die Palme.

Gestern hatte ich ja noch den einen Film gefunden, den ich schon im Urlaub vermisste. Also habe ich mich in den Gelben Seiten kundig gemacht – Stichwort: Fotolabor in Dresden. Und ich stieß auf einen Fotoladen, der dort vollmundig versprach:

Bilder an 1 Stunde

Nun ja, Tippfehler kommen vor. Also bin ich halb 10 losgedüst und wollte den Film bis mittag fertig haben. Ich komme in den Laden rein und hab offensichtlich Touristen vor mir, die ihre Bestellung abholen. Zwei Leute im Laden, einer arbeitet ruhig und konzentriert und die Frau die bedient, wühlt nervös in Fotoaufträgen und würdigt mich keines Blickes. Ihr Suchsystem war mir nicht klar. Wenn ich Fotoaufträge suche, fange ich an einer Seite unten an, arbeite mich nach oben und mache in der nächsten Reihe weiter. Das System war ihr offensichtlich fremd – sie fing in der Mitte an, klappte 2-3 Aufträge um, bückte sich nach unten, wühlte dort in den Kisten, sprang wieder nach oben, um in einer anderen Reihe weiter zu suchen. Da ging ca. 10 Minuten so – zwischendurch verschwand sie nach hinten, fragte jemanden, kam wieder nach vorn, wühlte, ging wieder hinter. Mittlerweile hatten sich noch 2 andere Leute im Laden eingefunden, die auch bedient werden wollten. Endlich entschloss sie sich, ihre Suche kurz zu unterbrechen, um die anderen Kunden zu bedienen. Dabei entstand folgender Dialog:

Ich: — gebe ihr den Film —
Sie: — will ihn in eine Auftragstüte packen —
Ich: Ich hätte ihn gern in einer Stunde!
Sie: Nur Entwicklung?
Ich: Nein, mit Bildern.
Sie: Das geht nicht.
Sie: — drückt mir den Film wieder in die Hand —

Ja, hallo??? Ich wollte schon losschimpfen, von wegen ob das die viel versprochene bessere Beratung von den kleineren Läden ist, hab es mir dann aber doch verkniffen. Es gibt heutzutage leider viel zu wenig Läden, die noch selber entwickeln, also haben solche Läden ein Quasimonopol und können sich jede Frechheit erlauben. Sie hat sich ja nicht mal die Mühe gemacht, mir anzubieten, dass sie es vielleicht in zwei oder drei Stunden schaffen. Ach nee, dann haben sie ja schon zu.

Wutschnaubend verließ ich den Laden und ging wieder zum Fotohändler meines Vertrauens. Es ist zwar eine große Kette, aber dort kann man sich wenigstens auf ein Minimum Service verlassen, denn dort finden hausinterne Kontrollen statt (Stichwort: Testkäufer). Leider hab ich dann die Bilder erst Montag…

Nachtrag: Dank des schönen Wetters ist meine Laune jetzt erheblich besser. Ich werde aber die Gelegenheit nutzen, nochmal hier Werbung für diesen Laden zu machen: Fotokabinett Grunert. Vielleicht hätte man antworten sollen: „Die Höflichkeit in eurer Halle hat letzten etwas nachgelassen“.