Mein Blog hat das Update auf die Version 2.8.6. hinter sich, zum Glück habe ich mich auf ein vorgefertigtes Theme verlassen. Jedes Mal diese Puzzelei ist zeitraubend und von selbiger ist momentan viel zu wenig da.

Wie schon im letzten Blogbeitrag geschrieben, hat sich mein gesamter Wohnungsinhalt aufgelöst und an anderer Stelle wieder materialisiert. Oder ohne um den heißen Brei herumzureden, Kriszta und ich wohnen jetzt zusammen. Nur leider ging wieder mal einiges schief. Geplant war es ja, Anfang November mein Zeug in die neue Wohnung zu schaffen und eine Woche später den Internetzugang zu verlegen.

Deswegen war ich schon Ewigkeiten zuvor im Laden und hab den Umzug beantragt – damals wollte ich den Anschluss noch Ende November umschalten lassen. Der Verkäufer wunderte sich noch „Da kommen Sie jetzt schon? Da ist doch noch ewig Zeit!“. Als ich 14 Tage später anrief und fragte, wo die Bestätigung bleibt und ob man das Ganze nicht schon Mitte November machen kann, kam ungefähr die gleiche Antwort – es wäre doch alles kein Problem.

Anfang November dann der Umzug – wir hatten schon viel Kleinkram in Kisten in die neue Wohnung geschafft, jetzt folgte der Rest. Krisztas Familie packte mit an und wir hatten das Zeug ziemlich schnell im Transporter. Das Teil hatten wir gemietet, etwas gewöhnungbedürftig, aber mit der Zeit macht es Spaß, so ein Riesenschiff zu fahren. In die neue Wohnung, alles ausgeladen und auf die Zimmer verteilt. Es war für mich zwar tierisch stressig, ich mag das hin und her zwischen den Wohnungen einfach nicht, aber trotzdem haben wir alles reibungsfrei über die Bühne gebracht.

ausblick wohnzimmerAm Wochenende alles soweit aufgebaut, was von mir überlebt hat (eigentlich haben es nur der Schreibtisch, das Pult, CD-Schrank und Esstisch in die neue Wohnung geschafft) und mit Leben gefüllt. Das Wochenende darauf kamen dann die restlichen Schränke, die ich dann in mühsamer abendlicher Kleinarbeit aufgestellt und gefüllt habe. Die Kisten im Keller lichteten sich nun bleiben nur noch Reste (von der Küche mal abgesehen)… Lampen und Bilder. Deswegen gibts auch noch keine Bilder, es sieht halt noch nicht richtig nett aus.

Oben übrigens ein Ausblick auf den Sonnenaufgang vom Wohnzimmer aus…

Eine Woche später, das Telefon sollte jetzt theoretisch bereit sein. Telefon und Splitter angeschlossen, Modem angestöpselt – Freizeichen kam, aber die Fritzbox blinkte nervös… kein DSL. Ich rief die Hotline an, wo man mir sagte, es habe technische Probleme gegeben und das DSL kann erst morgen aufgeschaltet werden. Kein Problem, ich war die nächsten beiden Tage nicht da, also kehrte ich Mittwoch Abend heim, steckte das Modem wieder ein – immer noch tote Leitung. Wieder angerufen – endlich eine kompetente Hotlinekraft, die mir das Ganze mit etwas Humor verkaufte: „Ja, da können Sie lange warten, Ihr Tarif wurde umgestellt – Sie haben nur Telefon auf diesen Anschluss angemeldet“. Ich wurde sofort mit dem Vertrieb verbunden, der mir den passenden Anschluss bestellte und von Bereitstellung Samstag oder folgenden Montag erzählte. Ich war sauer – ein bißchen schiefgehen ist ja okay, aber dermaßen daneben… Montag: ich fühlte mich saumäßig [eine gewissen Ironie hängt schon an diesem Wort], ging zum Arzt, der verzichtete auf einen Test und schrieb mich für 3 Tage krank. Also rief ich Montag wieder an, wo mein DSL bleibt. „Mh, die Kollegin hat das an die Auftragsabwicklung geschickt, aber so eine Abteilung gibts garnicht – ich mach das mal fertig, die Kollegen von der Technik melden sich dann gleich bei Ihnen.“ Keine 10 Minuten später klingelt es: Kein Problem, Anschluss kann kommen – Danke für die Info, die Vormieter hatten auch schon DSL. Wenig später wieder ein Anruf: Automatische Bandansage, der Anschluss wird am Mittwoch bereitgestellt, von 8 – 18 Uhr – sehr präzise Zeitangabe. Und Mittwoch dann endlich – ich hatte früh schon das Modem angeschalten, hörte das Blinken auf und kurz darauf folgte wieder ein automatischer Anruf: Ihr Anschluss steht bereit. 9 Tage Verspätung… Memo an mich: das nächste Mal noch früher Bescheid sagen!

Blieb nur noch übrig, die alte Wohnung loszuwerden. Ich hatte mich natürlich schon lange vor dem Umzug mit der Vermieterin in Verbindung gesetzt, um einen Abgabetermin zu vereinbaren. Antwort auf meinen Vorschlag war in Kurzfassung: Geht nicht, habe Geburtstag. Aber auch kein Gegenvorschlag. Lassen wir die letzten 3 Jahre mal Revue passieren: ich ziehe ein, zum Glück verspätet, denn die Küche kam viel später wie versprochen. Im Sommer 2007 beginnen die Renovierungsarbeiten, die für das Frühjahr angekündigt waren. Herbst 2008: nach etlichen staubigen Monaten, einem Brand im Haus, vielen Dreckecken und mit viel „hinterher den Dreck wegmachen“ sind die Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Angesichts dessen, dass die Tapete einige Flecken und Kratzer abbekommen hat, schlage ich vor, die Wohnung besenrein zu übergeben und dem neuen Mieter die Wahl der Farbe und Gestaltung zu überlassen. Keine Reaktion.

Inzwischen meldeten sich zwei Immobilienfirmen (auch die, die mir damals die Wohnung vermietet hat) und ich dachte: Na jetzt muss doch mal ein Wort zur Übergabe fallen, wenn sie die Wohnung sehen. Nichts. Blöderweise legte mich die Grippe lang. Und genau in diesem Moment meldet sich eine Maklerin und fragt nach der Übergabe, sie hätte einen Nachmieter, der am Wochenende einziehen möchte. Eine tagelange Diskussion entsteht, die darin gipfelt, dass ich am letzten Novemberwochenende bei einem Telefonat den Koller bekomme, die (arme) Frau 5 Minuten am Telefon anbrülle, weil sich mein ganzer Frust entlädt und ich nicht einsehe, warum ich jetzt auch noch dem Maler, der die Wohnung gemacht hat, auch noch hinterherputzen soll (siehe oben: Warum soll ich immer den Handwerkern den Dreck nachräumen). Wir einigen uns: ich zahle den Maler und die Wohnung wird ungesehen abgenommen.

Ich muss mal wieder dringend ein Update rauslassen. Denn nach der Woche in der Schweiz hat mein Leben ja nicht aufgehört. Die darauf folgende Woche verschlug es mich nach Eltville. Eltville ist wirklich nicht die Weltstadt, aber für eine Woche mal ganz schön. Wer irgendwas mit Eltville assoziieren will, dem werfe ich mal MM Sekt vor. Ansonsten kommt man sich zu Beginn etwas hilflos vor, denn der erste Eindruck ist, dass hier die Bürgersteige um 18 Uhr hochgeklappt werden und man danach keine Chance mehr hat, etwas zu essen zu bekommen.

Weit gefehlt – ein Blick auf die Webseite der Stadt offenbart, dass es einiges an Gaststätten gibt. Wir haben alles mal probiert – vom Asiaten am Bahnhof bis hin zum Anleger 511, das etwas exklusiver ist, aber äußerst hochqualitative Speisen zu akzeptablen Preisen anbietet (Merke: 11. Generation Bratwurst). Mittags ging es immer zum Italiener Da Pino am Holztor, bei dem es drei Mittagsgerichte zur Auswahl gab.

maennerherzenWieder angekommen, gingen wir mal wieder ins Kino. Auf einer Schokoladenpackung gab es Gutscheine, die wir einlösen wollten. Nur ich war so clever, die Werbung auf der Vorderseite auszuschneiden, statt den eigentlichen Gutschein auf der Rückseite. Trotzdem ging es los – Männerherzen. Das Kino war so gut wie leer, offensichtlich hatte keiner Lust auf diesen Film.

Ich bin kein großer Fan des deutschen Films, in der Regel sind diese sehr… ich weiß nicht, wie es ausdrücken soll – kalt. Es gibt sehr wenig natürliche Herzlichkeit, Wärme und Freundlichkeit. Vielleicht bin ich einfach nur in den falschen Filmen gewesen, aber dieser war auch wieder einer von denen, die mein Bild bestätigten. Til Schweiger darf ein Produzentenarschloch spielen, der haufenweise Models um sich herum hat und einen Schlagerstar produzieren soll, der sich sehr Ethno gibt und ein „Lied für die Welt“ schreiben will. Christian Ulmen darf wieder den bleichen Deppen spielen, der bei den Frauen verloren hat, sobald er den Mund aufmacht. Und dann gibt es noch den Werbefutzi, der ständig plant, aber vergisst zu leben, den U-Bahn-Fahrer, dessen Frau sich von ihm trennen will, weil er seit seit einem Unfall mit der U-Bahn sehr aggressiv ist und sich aber nicht helfen lassen will und zum Schluss noch der ewige Praktikant, dessen Freundin schwanger wird.

Der Charme des Films ist eigentlich, dass überall die Fassade etwas bröckelt. Jerome ist zwar Produzent, heißt aber in Wirklichkeit Hans-Jürgen und will seine Jugendliebe zurück. Günter ist Beamter, lässt aber die Gaststätte des ewige Praktikanten mit einer Sonderregelung durchgehen. Der Planer und Werber wagt einen Seitensprung und wagt somit seiner Ehe ein ungeplantes Ende zu bereiten. Und der unbeliebte, hartherzige U-Bahn-Fahrer sorgt etwas rau dafür, dass sein demenzkranker Vater im Altenheim doch noch einmal Plätzchen backen darf. Der Schlagersänger hat Angst, dass keiner seine Schnulzen mehr mag und der Praktikant muss Verantwortung übernehmen.

Und ich glaube, damit kann ich meinen Finger genau in die Wunde des deutschen Films legen – nachdem, was ich da oben schrieb, brauche ich nur morgen auf die Straße gehen und erlebe diese Geschichten wieder. Es fehlt dem deutschen Film an solchen Stellen an der Fähigkeit, zu verzaubern und fremde Welten zu erschaffen. Man bleibt gern bei der Realität oder bereits abgeschlossenen Geschichten. Ich will damit nicht die Fiktion heraufbeschwören, aber etwas realitätsfremdes würde gut dahin passen. Beispiel: Die fabelhafte Welt der Amelie – spielt im hier und jetzt, weiß aber zu verzaubern.

Genug über den Film, jetzt gehts ans Eingemachte… ab sofort ist Ruhe hier! Zumindest für die nächste Zeit. Ab morgen löst sich mein Rechner in seine Bestandteile auf und materialisiert sich an anderer Stelle wieder. Und dort wird er frühestens ab dem 16.11. wieder ans Netz dürfen.

02./03.12.

Am Samstag räumte ich die Wohnzimmerschränke aus, viel konnte dabei entsorgt werden, aber ich mußte mich zusammenreißen, nicht nostalgisch zu werden. Irgendwelche alten Bedienungsanleitungen von Geräten, die ich mittlerweile blind bedienen kann oder Konfigurationsheftchen für Festplatten, CD-ROM-Laufwerke usw. landeten ungesehen auf dem Recyclinghaufen. Aber das OS/2-Warp-Handbuch und MS-DOS-5.0-Disketten im 5,25″-Format mußten einfach überleben. Abends hatte ich dann alles ausgeräumt, die Schränke zerlegt und die Glasteile extra abgestellt. Am Sonntag folgten dann die CD-Schränke und meine Anlage. Mittlerweile hatte meine Stimmung einen Tiefpunkt erreicht, an dem ich alles nur noch hinter mich bringen wollte.

04.12.

Der Tag mit dem schwierigsten Projekt: Den Teppich aus der Wohnstube entfernen. Zuvor leerte ich die Computerecke und begann dann mit der Teppichaktion. Bedeutet im Klartext, dass ich immer einen Bereich von Möbeln freiräumte, dann einen oder mehrere Streifen Teppich abschnitt, aufrollte und in den Flur legte. Danach kehrte ich, schob die Möbel wieder zurück, um dann wieder ein paar Teppichwickel zu erzeugen. Sieben Stunden hab ich wohl Möbel geschoben und Teppich zerschnitten. Eigentlich war ich todmüde und wollte nur noch schlafen, aber ich hatte mich noch mit einer Kollegin und guten Freundin verabredet, damit wir noch mal zusammen auf ein Bierchen weggehen.

Ich bin nicht immer gerade der Gesprächigste, doch immer wenn ich sie mal auf Arbeit besucht hab oder wir uns getroffen haben, hab ich das Gefühl nicht zu Wort zu kommen. Wir kennen uns jetzt schon mittlerweile seit 16 Jahren, haben uns immer mal aus den Augen verloren, aber nie so richtig, weil sich immer einer beim anderen mal gemeldet hat. Alles in allem ein richtig schöner Abend, es wurde noch richtig spät, ich brachte sie nach Hause und ich durfte mich wieder bei mir mit der Couch begnügen. Das Fehlen meines Bettes machte sich mittlerweile bemerkbar.

05.12.

Ich hatte in der Nacht wieder einen blöden Traum, der mich aus dem Schlaf riss. Natürlich konnte ich mich im Nachhinein wieder an nichts erinnern. Also begann ich langsam die Küche auszuräumen. Ich hatte mir vorgenommen, alles aus den Schränken erstmal herauszuholen und dann in die Kartons zu verstauen. Und je mehr Schränke ich entleert hatte, um so größer wurde meine Verzweiflung. Wie sollte das noch in die verbleibenden Kisten passen? Eine Weile kämpfte ich noch gegen meine Verzweiflung und begann dann Stück für Stück, den Inhalt meiner Küche in die Kartons zu stopfen. Auch hier hatte ich mal wieder einen Elefanten aus einer Mücke gemacht. Also stapfte ich noch in den Keller, um dort zu sehen, was ich noch einpacken läßt. Der größte Teil waren aber Kartons, die ich noch entsorgte und ich stieß auf Dinge, die besser im Verborgenen hätten bleiben sollen – die Verpackung zum Laptop. Die Handbücher noch eingeschweißt, genauso wie die Modemkabel. Alles flog weg.

06.12.

Es war morgens um 8 Uhr, ich war schon auf, als mein Handy klingelte. Der Chef von der Umzugsspedition war dran – es hätte einen schweren Unfall gegeben, der Fahrer schwer verletzt und ein LKW kaputt. Er wollte wissen, ob wir den Umzug doch auf Samstag verschieben können. Natürlich war das kein Problem, aber ich hockte jetzt auf gepackten Koffern und mußte zwei Tage länger durchhalten. Also wartete ich den ganzen Vormittag bis die Jungs vom Sozialen Möbeldienst kamen und meine Küche abholten. Nachmittags schlief ich erstmal – lang und fest. Ich glaube, ich habe ungefähr drei Stunden geschlafen. Es war schon fast wieder dunkel, als ich aufwachte. Ich hockte mich noch etwas vor den Rechner, hörte meine selbsterstellte „Best of“ mit meinen Lieblingstiteln an und suchte ein paar Videos bei youtube heraus. Außerdem freute ich mich über die Anrufe, die mich erreichten.

07.12.

Ich hatte bereits an einem der vergangenen Tage Filzaufkleber zum Schonen des Fußbodens geholt. Also füllte ich diesen Tag damit auf, sämtliche Möbelstück hochzuheben und diese Aufkleber an den Füßen zu befestigen. Zwischendurch kam noch der Hausmeister vorbei und gab mir eine schnelle Unterweisung in der Bedienung des Fahrstuhls als Lastenaufzug. Nachmittags unternahm ich dann nochmal einen Bummel über den Striezelmarkt, aber alleine darüber bummeln macht einfach keinen Spaß. Eine Kollegin, die schon Lust gehabt hätte, konnte sich auch nicht freiboxen, also zog ich halt allein los. Ich legte mir noch einen extra großen Vorrat an Chili-Beißern zu – sehr leckeres Zeug, ich hab mir diesmal gleich die Adresse aufgeschrieben, damit ich nicht wieder bis zum nächsten Striezelmarkt warten muss.

08.12.

Ich hatte schon den Verdacht, dass die Jungs vom Wertstoffhof mir das „Du“ anbieten, weil ich seit letztem Mittwoch jeden Tag vorbeigekommen bin und meinen Müll ablud. Heute kam die letzte Fuhre mit Kleinkram, der nicht in die Mülltonne gepasst hätte. Aus reiner Verzweiflung nahm ich schon mal die Lampen ab und begann sie zu putzen. Ich wußte garnicht, dass meine Küchenlampe mal weiß war *g* Und ich war ungeduldig und wollte endlich hier raus und mal wieder in einem richtigen Bett schlafen, in einem eingerichteten Zimmer. Und mir schwante schon, dass ich die Nacht nicht so richtig schlafen kann, was sich dann auch bewahrheitete, 4 Uhr war die Nacht für mich zu Ende. Hier noch zwei Impressionen aus meinem alten Schlafzimmer, „der Kleinkram“. Schränke und Technik standen noch im Wohnzimmer.

Als ich heute Morgen meine Augen öffnete, zogen wieder graue Wolken über den Himmel. Wenig später vernahm ich dann wieder das Tröpfeln des Regens auf dem Dachfenster. Sowas soll dann auch noch zum Aufstehen motivieren?! Ich quälte mich dann doch aus den Federn, schüttelte den Kopf über das Zeug, was noch in der Küche auf der Arbeitsplatte steht und frühstückte. Dann konnte es losgehen – Bohrmaschine ausgepackt, Bohrer eingespannt und rein damit in die Wand. Gegen 13 Uhr war dann auch das letzte Loch gebohrt und ich konnte mit der Montage beginnen. Drei Stunden später hingen alle Bilder, Lampen und Rollos an ihrem Platz, ich schaffte den Rest des Werkzeugs in den Keller, wischte nochmal fix durch und dann war es soweit – alles was ich mit in die Wohnung brachte, hatte seinen Platz gefunden.

Ich suchte noch den Weg zum nächstgelegenen Möbelschweden, weil ich dort noch einiges für die Küche bzw. für das Wohnzimmer holen will. Denn sämtliche Kochutensilien blockieren derzeit noch meine Arbeitsplatte, da mir ein geeignetes Regal fehlt. Außerdem wollte ich einen kleinen Esstisch für die Küche, sowie einen größeren für das Wohnzimmer holen (Der kommt dahin, wo der Spot zeigt) Den Papierstapel mit den ganzen Schreiben und Kündigungsbestätigungen schubs ich noch ein wenig vor mir her. Lieber denke ich jetzt daran, die Wohnung fertig einzurichten, den Dezember-Podcast auf euch loszulassen und so langsam einen Rückblick auf das Kalenderjahr zu werfen.

Nachtrag zum Schätzen: Ich bin am letzten Tag mal durch meine Wohnung gewandelt und habe mal die Löcher gezählt, die durch die Bohrungen entstanden sind. Was denkt ihr, wieviele Löcher in der gesamten Wohnung waren (alle Räume, alle Wände)?

Wohnzimmer TurntablesHeute ging die Reise mit Rüedi zur Zulassungsstelle, damit auch er ein Bamberger wird. Gestern Abend hatte ich noch alles rausgelegt, was ich zur Ummeldung benötige. Ich hatte alles beisammen, nur etwas fehlte – der Nachweis zur Abgasuntersuchung (AU). Den alten Nachweis hatte ich beiliegend zum TÜV vom letzten Mal. Ich wußte aber genau, dass ich den Zettel erhalten hatte, weil ich mich noch über die guten Werte gefreut habe. Ich durchwühlte alles noch 2 Mal und dann dämmerte mir, dass ich doch den Nachweis immer mitzuführen habe. Also schaute ich den nächsten Morgen ins Handschuhfach und da war er. Perfekt!

Auf der Zulassungsstelle gab es keine Probleme, nur der Ausbau der alten Schilder bereitete mir ein paar Schwierigkeiten, meine Hände waren danach schwarz bzw. sind es jetzt stellenweise immer noch. Wunschkennzeichen kostet 10 Euro extra, aber das war es mir wert.

Wieder daheim angekommen, ging es der Sound- und Computerecke an den Kragen. Zuerst baute ich meine Anlage wieder auf, schloss die Boxen an und war dann heilfroh, dass ich wieder Musik aus meinem CD-Bestand hören zu können. Etwas widerwillig ging ich dann in die Küche und begann dort die restlichen Kartons auszupacken. Auch doch gab es kein Bruchstück. Nur ein Platzproblem, denn mein Schrank in dem ich meine Tüten, Servietten etc. ungebracht hatte, mußte kompensiert werden. Außerdem hab ich noch kein Regal für meine Gewürze. Zumindest konnte ich alles so verstauen, dass ich nur noch ein Brett für die Gewürze brauche und dann wäre das Problem auch gelöst. Letztendlich räumte ich noch die restlichen Kartons in den Keller und ab morgen werden die Bilder und Lampen angebracht. Vielleicht sollte ich meiner Wohnung doch auch noch einen kleinen Hauch von Weihnachten verpassen?!

So ein Bett unter dem Fenster kann gute und schlechte Seiten haben. Positiv: Man kann nachts vorm Einschlafen Sterne beobachten und morgens sieht man sofort, ob sich Aufstehen lohnt oder nicht. Negativ: Wenn nachts um die Null Grad draußen sind, drückt die Kälte spürbar von oben herab. Nicht dass es zieht, man spürt nur einen kühlen Hauch im Gesicht. Aber geschlafen habe ich prima, nur Unfug habe ich geträumt. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich bin sogar kurz davon munter geworden, aber gleich wieder eingeschlafen.

Nachdem ich dann heute Morgen wieder zeitig munter war, ging es nach dem Frühstück in Richtung Rathaus. Dort füllte ich fix ein Formular aus, wartete 20 Minuten, bis ich endlich dran war und innerhalb von 10 Minuten hatte ich meinen Aufkleber, der mich jetzt als Bamberger ausweist. Schön wäre es gewesen, wenn ich Rüedi hätte auch gleich ummelden können, aber dazu bräuchte ich die Deckungskarte, die noch in den Kisten versteckt war.

Nach einem kurzen Einkauf ging es wieder heimwärts zum Kisten auspacken. Erster Schritt war das Zusammensetzen der Schrankwand. Ich verschraubte die Einzelteile miteinander und stellte im Nachgang fest, dass ich vielleicht noch einen Lautsprecher neben die Schrankwand stellen will. Ächzend gab der Aufbau nach und ließ sich die restlichen 10cm ziehen. Nachdem ich sämtliche Fächer ausgewischt hatte, füllten sich diese wieder Stück für Stück mit Inhalt. Heilfroh war ich, als das letzte Weinglas in der Vitrine stand. Kein einziges Glas zerbrochen oder angeknackst.

WohnzimmerJetzt folgte das massive Problem: Ich wollte das Wohnzimmer so einrichten, dass ich einen Esstisch unterbringen kann, denn das Essen am kleinen Tisch sollte der Vergangenheit angehören. Außerdem sollten die CD-Schränke ja auch noch aufgestellt werden. Also schob ich in Gedanken Schränke und Möbel umher, fand aber keine Lösung, weil immer was im Weg stand bzw. ich es mir nicht richtig vorstellen konnte. Also räumte ich die Schrankwand fertig ein, verschob sämtliche verbleibenden Kisten ins Schlafzimmer und schob einfach drauf los. Und siehe da, es passt und sah auch noch gut aus. So entstand zwischen Sitzecke und Schrankwand eine Schneise von ca. 2,50m in die ich bequem einen Tisch stellen kann. Dann konnte ich auch die CD-Schränke befüllen und schon hatte ich wieder 12 Kartons entleert. Zusammen mit den restlichen 3 Kisten in der Küche verbleiben jetzt noch 7 Kisten, die ich ausräumen muss. Und das ist dann auch nur noch die Technik (Plattenspieler, Verstärker, Computerzubehör). Für morgen steht aber erstmal die Ummeldung von Rüedi auf dem Programm. Mittwoch wird dann wohl der Tag werden, wo ich die ganzen Lampen und Bilder anbringen werde. Dann kann ich mich den Rest der Woche in den Kaufrausch stürzen und die restlichen Einrichtungsgegenstände holen bzw. mich um die Weihnachtsgeschenke kümmern.

01.12.

Ich hatte die Nacht schlecht geschlafen, mir war irgendwie zu warm, also stand ich halb 7 Uhr auf. Heute stand nur die Wohnungsabnahme auf dem Plan, kein weiteres Einpacken. Ich checkte noch ein letztes Mal meine Mails mit dem Wissen ab Mittag für 6 Tage von der Außenwelt getrennt zu sein. Während ich dann frühstückte, überspielte ich schnell noch eine CD auf MD, damit ich auf der Fahrt etwas zu hören habe.

Die Fahrt begann mit strahlend blauem Himmel und glücklicherweise hatte ich meine Sonnebrille mit, sonst hätte mich die aufgehende Sonne zu sehr geblendet. Ab Zwickau brauchte ich sie dann aber doch nicht mehr, die Wolken vermehrten sich und wurde zunehmend neblig. Als ich ließ mir davon nicht die Stimmung vermiesen, sang mit und merkte dann bald, dass ich zu sehr herumgetrödelt habe und mußte etwas Zeit gutmachen. Ich war nur fünf Minuten zu spät – die Deutsche Bahn wäre neidisch.

Dann kam die Wohnungsübergabe mit etlichen Mängeln, zwar nur kleine aber sie wurden erstmal aufgenommen. Die versprochene Einbauküche war noch nicht da, sollte aber nächste Woche kommen. Nach der Abnahme wartete ich nur noch auf die Bereitstellung des Telefonanschlusses. Nach einem kurzen Test mußte ich feststellen, dass mein Telefon noch nicht ging, also montierte ich bereits im Schlafzimmer die neue Lampe. Danach machte ich noch ein paar Fotos von der Wohnung (oben links: Schlafzimmer, oben rechts: Wohnzimmer, unten links: Küche, unten rechts: Blick aus dem Bad).

Der zweite Test des Telefons verlief erfolgreich, nur wurde meine Rufnummer noch nicht angezeigt. Ich wollte gerade aufbrechen, als der Hauswirt an meine Türe klopfte, mir noch schnell erklärte, was noch zu tun ist und mir dann auch noch gleich das „Du“ anbot. Danach ging es wirklich heimwärts, mit ein paar Problemen in Zwickau, aber ansonsten sehr flüssig. Freitag Abend ließ ich mir nicht nehmen, schon ein paar Sachen vom Wohnzimmer einzupacken bzw. auszumisten, schließlich war ich ja offline.

Ich bin gestern wirklich schon elendig zeitig ins Bett gegangen. Um 22 Uhr fiel da bei mir nach dem Tag gestern der Hammer. Kurz bevor ich einschlief, schaute ich nochmal durch das Fenster über mir und sah einen Stern durch die Wolken schimmern. Ob ihr es glaubt oder nicht, ich bin heute morgen erst um 8 Uhr munter geworden. Also ging ich in meine provisorische Küche, warf die Kaffeemaschine an und machte mir was zu essen. Danach ging es ins Schlafzimmer, ich sortierte die Bretter den Schränken zu und stellte die Grundplatten auf, um den Platz zu prüfen. Alles passte perfekt. Also baute ich den großen Kleiderschrank, das Regal und den kleinen Schrank auf, setzte wieder mein Bett zusammen und begann dann alle Kisten des Schlafzimmers auszupacken.

Merkwürdigerweise fehlten aber ganz zum Schluß noch ein paar Teile, wo ich mir nicht erklären konnte, wo die sein konnten. Also nahm ich eine Kiste, die ich ganz zum Beginn des Packens offen gelassen hatte und räumte sie aus. Bingo! Dort befanden sich auch alles für mein Regal im Bad, also setzte ich dort meine Arbeit fort. Bis auf einen Spiegel im Bad, wäre dann auch das Bad fertig. Zwischendurch sauste ich immer wieder mal in den Keller hinunter, um die Umzugskartons abzustellen.

Fraglich war zwischendurch, wo ich das Regal unterbringe, dass vorher bei mir im Flur stand. Nachdem der Flur wieder entrümpelt war, fiel mir auf, dass das Regal doch wieder prima in den Flur passt. Gesagt – getan. Zwar geht die Tür nicht mehr so weit auf, aber dadurch, dass sie sehr breit ist, kommt man auch so bequem hinein. Abschließend baute ich noch meine neue Garderobe auf und räumte alles, was noch in das Wohnzimmer gehört, raus. Unglaublich wie groß das Schlafzimmer ist, ich könnte bequem noch ein Bett aufstellen.

Als ich mein Abendessen machte, räumte ich nebenbei noch zwei Kisten mit Küchensachen aus. Alles war heil geblieben, nur ein Ölgefäß war undicht geworden und ist etwas ausgelaufen, aber da alles in Packpapier eingepackt war, wurde es gleich aufgesogen. Zum Wohnzimmer bin ich heute Abend nicht weiter gekommen, als ich dann wieder einen Blick auf die Uhr warf, war es bereits halb 10 Uhr und dann anzufangen, die Schrankwand herumzuschieben, dürfte mir keine Freunde im Haus machen. Dafür steht das Wohnzimmer zusammen mit einem kleinen Einkauf und dem Behördenbesuch (Ummeldung) auf dem Plan für morgen.

WohnzimmerIch konnte seit heute morgen 4 Uhr nicht mehr schlafen, also hab ich mich noch ein wenig an den Rechner gesetzt und Musik gehört. Gegen 6 Uhr bin ich dann aufgestanden und habe den restlichen Kram eingepackt und pünktlich halb 8 Uhr stand die Spedition auf der Matte. Kurz nach 10 Uhr waren der LKW und Rüedi voll, ich lud die Jungs noch auf ein Frühstück ein und ab ging es Richtung Bamberg.

Da der LKW nur sehr schleppend vorankam, waren wir erst kurz nach halb drei in Bamberg. Bis 17 Uhr waren wir vollauf mit Kisten schleppen beschäftigt, während ein Nachbar uns einen Willkommenskaffee kochte. Nachdem wieder alle aufgebrochen sind, wollte ich natürlich wissen, ob Telefon und Internet problemlos funktionierten. Nach ein paar Startproblemen mit dem Splitter (der hat schon immer einen kleinen Wackelkontakt) war ich online – auch mein steinaltes DSL-Modem schafft die 2MBit locker. Jetzt geht es erstmal in die Wanne und dann kuschel ich mich nochmal auf das Sofa, denn morgen beginnt das Projekt „Schlafzimmer“.

WohnzimmerNachdem ich jetzt über eine Woche auf der Couch geschlafen hab, die mir jeder Drehung mit einem Quietschen quittiert, will ich endlich wieder in meinem Bett schlafen – komme was wolle. Außerdem schwindet so langsam mein Klamottenvorrat, denn die Verzögerung war nicht eingeplant. Zumindest kann ich mir morgen früh schon mal einen Kaffee kochen und Brötchen aufbacken, soviel hab ich schon in der Küche aus den Kisten gekramt.

Den ganzen Rückblick auf die letzten Tage gibt es häppchenweise zusammen mit den Fortschritt beim Auspacken. Die Schäden halten sich momentan sehr in Grenzen – das Glas eines Bildes hat einen Sprung und bei der Schrankwand ist ein Stück abgeplatzt, aber nichts tragisches. Was gibt es noch aktuelles: die Umleitung der Post funktioniert super, ich habe zwei Postcrossing-Postkarten bekommen, eine aus… na?… Finnland und eine aus Brasilien.

Ich bin endlich angekommen. Der Umzug hatte sich von Donnerstag auf heute verschoben. Das Warum? und Wieso? kommt alles später. Jetzt brauch ich erstmal was zu essen und dann werde ich noch ein bißchen Möbel rücken. Sagenhaft… Der Telefonanschluss funktioniert und auch mein Internet tutet problemlos mit doppelter Bandbreite.

Bis später!