postcrossing45Während ich mich noch durch den Stapel von Bildern kämpfe, die ich am Wochenende gemacht habe, gibt es schon mal vorab eine neue Postkarte, die letzte Woche bei mir eingetroffen ist.

Da ich das Problem auch persönlich kenne, dass man vor der Postkarte sitzt und nicht weiß, was man schreiben soll, gebe ich auf meinem Postcrossing-Profil dem Schreiber / der Schreiberin ein paar Tipps, was er / sie mir denn so erzählen kann. So zum Beispiel, was sie sehen, wenn sie aus dem Fenster schauen. Den Hinweis nahm sich Sarah aus Florida zu Herzen und erzählte mir von den Eichhörnchen (sqiurrels), Blauhähern (blue jays) und Rotkehlchen (robins), die sich in ihrem Garten herumtreiben. Wieder das Vokabular um ein paar neue Worte erweitert. In meinen Dankesworten für die Karte wollte ich ihr erzählen, was für Vögel ich sehe, wenn ich aus dem Fenster schaue. Nachdem ich mir aber die Übersetzung ansah, hielt ich es plötzlich für keine gute Idee mehr, ihr von dem Paar Meisen zu erzählen, das an meinem Fenster vorbei flog…

postcrossing44Oops, Zeitloch! Schon wieder Anfang Februar? Dabei hatte der Januar doch (lt. Horrorskop) so viel versprochen. Wo war das klärende Gespräch Anfang Januar und wo ist die neue Liebe Mitte Januar geblieben? Muss ich denn er wieder böse Briefe schreiben? Nee, nee – das lass ich mal lieber, die wurden letztes Jahr ziemlich plötzlich umgesetzt.

Diese Woche mußte ich gedanklich und real erst ein paar Termine hin und her schieben, da ich ab 11. Februar erstmal Schulung habe, günstigerweise auch immer Donnerstag abends. Mit meiner Klavierlehrerin konnten wir uns nach langem Überlegen auf Samstag früh einigen, aber es ist ja nicht für ewig. Gleich mal noch einen Eintrag nachschieben – Rüedi muss im März zum TÜV, das sollte ich auch mal berücksichtigen. Und es würde ihm mal gut tun, wenn mal wieder jemand unter seine Haube schaut. Er entwickelt in letzter Zeit doch sehr merkwürdige Eigenheit. Ist es kalt – quietscht der Keilriemen, ist es nass – lagert sich Wasser an den Zündkabeln an und gibt es plötzlich nur noch halbe Kraft voraus. Blöd nur, wenn das auf der Autobahn passiert, während man mitten im Überholvorgang ist. Ist aber laut Werkstatt nicht kritisch, wird beim TÜV mit erledigt.

Freitag Abend kam ich heim und fand dann einen Zettel im Briefkasten, dass meine Postkarten eingetroffen sind. Schnell im Haus geklingelt und schon hatte ich ein winzig kleines Päckchen in der Hand – da sollten 1.000 Fraktalpostkarten drin sein? Tatsache, 10 kleine Bündel á 100 Karten. Der Druck ist richtig Klasse geworden und ich würfelte meinen Plan um und beschloss den nächsten Morgen nach Bad Staffelstein zu fahren. Gesagt, getan. Ich lud noch meine Kamera mit ein, in der Hoffnung, dass ich vielleicht noch ein paar schöne Bilder machen kann. Daraus wurde nichts, als ich auf der Autobahn war, wurde es dunkel und es fing an zu schneien. Aber was haben die Postkarten jetzt mit meinem Besuch in Bad Staffelstein zu tun? Ganz einfach: Da gibts eine nette kleine Buchhandlung, in der ab sofort meine Postkarten erhältlich sind.

spaziergang 20080203

Und da sich das Wetter nicht besserte, lümmelte ich mich auf die Couch. Mein altes Videoarsenal schlug mir „… und täglich grüßt das Murmeltier“ vor. Einverstanden, den hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. Ich könnte jetzt auch behaupten, ich habe den Film gesehen, weil der Murmeltiertag in dem Film am 2.2. ist, aber das wäre totaler Quatsch und ihr würdet mir das sicherlich auch nicht glauben.

Dafür war der heutige Tag um so besser! Schon wo ich gestern Nachmittag von einem kurzen Einkauf heimkehrte, klarte es auf und so blieb es auch. Zum späten Vormittag packte ich dann meine Sachen zusammen (Fotoapparat, MP3-Player, Wasser) und machte mich auf den Weg zur Altenburg. Unterwegs fiel mir ein, dass ich vor ziemlich genau einem Jahr schon einmal die gleiche Wanderung unternommen habe. Außerdem wollte ich schon mal erste Ausrüstungstests für Norwegen machen. Ergebnis bei 4°C im Schatten – Jacke und Schuhe halten warm. Und natürlich machte ich einige Bilder. Nächste Erkenntnis, die ein für alle Mal für das RAW-Format spricht: Wenn man vergessen hat, den Weißabgleich vom Vorabend wieder zurückzustellen, hat man bei allen anderen Formaten verloren, bei RAW interessiert das nicht die Bohne.

postcrossing42Die kleine Flaute beim Klavierspielen legt sich so langsam wieder, es macht wieder mehr Freude, sich vor den kleinen Kasten zu setzen und zu spielen. Auch wenn dieses Wochenende wieder eine Pause beim Üben angesetzt war. Denn es war das Wochenende der rau(s)chenden Rechner – LAN-Party.

Ich hatte am Freitag noch ausreichend Zeit, die restlichen Besorgungen zu erledigen und dann zuhause in aller Ruhe den Tisch für das kollektive Zocken vorzubereiten. Fast auf die Minute pünktlich traf Thomas 18 Uhr ein und der zweite Rechner wurde aufgebaut. Die ersten gekühlten Biere wurde geköpft und es wurde das rituelle Pizzaessen eingeleitet. Ich gönnte mir eine Pizza aus dem Weihnachtsangebot – mit Schinken, Brie und Preiselbeeren. Ungewöhnlich lecker! Vollgestopft schleppten wir uns an die Rechner und das Eröffnungsmatch begann. Gegen Mitternacht traf Alex ein und unsere diesmal dezimierte Runde war komplett. Nur kleinere Schwierigkeiten hielten uns auf und es ging zu dritt weiter. Gegen 4 Uhr beschlossen wir, dass es langsam Zeit wäre und fielen ins Bett.

Aber die LAN-Party-Wochenenden sind nicht zum Schlafen da, also saßen wir den nächsten Morgen schon gegen 11 Uhr wieder beim Frühstück und brachen danach (auch schon rituell) in den nahegelegenen Elektronik-Supermarkt auf. Diesmal mit vollem Erfolg – zum Schnäppchenpreis erstanden wir ein geistloses Rennspiel und Unreal Tournament 2004. Bis in die Morgenstunden spielten wir bis auf 2 Gefechte fast ausschließlich UT. Nachdem wir gegen 2 Uhr schon bald nicht mehr geradeaus schauen konnten, setzten wir uns noch ein bißchen auf die Couch quatschten und lachten bis uns der Bauch weh tat (Ich weiß aber beim besten Willen nicht mehr, worüber).

postcrossing43Damit wir uns auch mal vom Rechner entfernten, hatte ich am Abend ein Chili con carne gemacht, natürlich unter Einsatz meines Feuerwassers. Ich dosierte ganz vorsichtig (2 Schuß) und das reichte, um dem Chili eine angenehme Würzigkeit zu verleihen. Ich glaub, die Wirkung der Bohnen war schädlicher. Aber schneller als gedacht, war das Wochenende wieder vorüber und ich freue mich schon auf nächstes Wochenende, wenn wir uns alle zum vorweihnachtlichen Treffen zusammenfinden.

Ich habe mal wieder hier einen ganzen Batzen von Stichpunkten, über die ich scheiben will bzw. schon längst schreiben wollte. Also nutze ich diesen äußerst grauen und regnerischen Sonntag mal dazu, alles auf den Punkt zu bringen. Fangen wir mit dem Rückblick auf den 9.12.2006 an. Denn genau vor einem Jahr fand mein Umzug statt. Kaum zu glauben, wie schnell das Jahr vorüber ist. Aber dafür kommt dann irgendwann noch mal gesondert der Jahresrückblick. Mit dem werde ich dann auch keine Probleme haben, denn sämtliche Beiträge von 2007 fanden schon auf diesem Blog statt, während immer noch eine überwältigende Anzahl von Beiträgen auf meinem alten Blog schlummert. Wenn ich zumindest 2 Beiträge pro Tag übernehmen würde, wäre ich in einem halben Jahr fertig…

Vor geraumer Zeit fand ich einen Artikel, in dem die Ausführungen zweier Wissenschaftler beschrieben wurden, die behaupten, durch die Beobachtung des Universums würde sich dessen Lebenszeit verkürzen. Sie begründeten das mit quantenmechanischen Effekten. Sie beschränken sich dabei auf das Beispiel einer Supernova von 1998 und grenzen den Kreis der Beobachter auf die Forscher ein. Bei genauerer Überlegung dürfte das ja auch nicht nur auf Supernovas zutreffen, sondern jeglichen Vorgang im All und die Beobachter wären wir alle. Interessant dabei wäre ja der Gedanke, wie alt das Universum ohne Beobachter werden würde und schon könnte man auch die Frage stellen „Gibt es ein Geräusch, wenn ein Baum im Wald fällt und niemand ist da, um es zu hören?“

adventskalenderDen krönenden Abschluss meines Urlaub gab es letzte Woche, als ich das letzte Mal vor Weihnachten Richtung Heimat fuhr. Freitag kurz nach dem Mittag zu fahren ist natürlich eine ganz blöde Idee und wie zu erwarten war, landete ich bei Zwickau im Stau. Nachdem die Bauarbeiten auf der A72 Ende November fertig sein sollten, kann man nicht erwarten, dass ein Ende der Bauarbeiten gleich dem Freigeben der Strecke ist. Und wenn es dort noch einen Pannen-LKW gibt, ist das Chaos perfekt. Zu allem Überfluss verabschiedete sich dann auch noch mein MD-Player und ich mußte auf Radio umsteigen. So rückte ich 1 Stunde lang gemütlich vorwärts, bis es weiter ging. Es reichte aber allemal, um nach Hause zu kommen, kurz „Hallo!“ zu sagen, einen Adventskalender in Empfang zu nehmen und mich dann gleich wieder in die Spur zu einer ehemaligen Kollegin zu begeben. Der Abend ging nicht allzu lang, wir spielten Billard und wir wurden Zeugen meiner kleinen Zauberkunststückchen, die ich gelegentlich ungewollt produziere. Vier Kugeln mit einem Stoß einzulochen und dabei nicht einen einzigen Fehler zu produzieren, kann auch nur mir passieren. Samstag besuchten wir wieder meine Oma und abends besuchte ich dann Claudi und Basti. Auf Wunsch eines einzelnen Herren hatte ich eine Kiste mit ausgewählten Sorten Bamberger Bieres mitgebracht. War ein schöner Abend, wir schwelgten in Erinnerungen (Besuche im Sachs, Verschiebung von DT64 von UKW auf MW). Wir hörten die gleiche Musik und sind demzufolge auch in die gleichen Diskos und Läden gegangen, aber über den Weg liefen wir uns dabei nie. Das kam erst zur kleinen Weihnachtsfeier vom Studium bei mir daheim, es lief „Public energy“ von Speedy J und Basti steht in der Türe und meint: „Hör mal Claudi, das ist doch mal Musik!“

postcrossing41Ja, auch der Abend ging vorbei und ich fuhr Sonntag nach dem Mittag wieder heim, es war wieder stürmisch, aber diesmal keine Eimer auf der Autobahn. Montag ging es dann wieder auf Arbeit, kaum zu ertragen, wie munter ich am Montag Morgen war. Im Laufe der Woche relativierte sich das aber wieder sehr schnell. Der Donnerstag Abend war dann aber der Höhepunkt der Frustration, als ich meine Klavierstunde hatte und nur Unfug zusammenspielte. Meine Klavierlehrerin meinte nur, dass dieser Tiefpunkt völlig normal ist. „Sie hatten doch mal gesagt, es kommt irgendwann ein Leistungssprung?“ – „Ja, der kommt danach!“ Einzige Hilfe für die Wanderung durch das Tal – Durchziehen, bis zum bitteren Ende. Aber schon der Mittwoch war ein rabenschwarzer Tag für die Musik – Karlheinz Stockhausen ist verstorben. Er war einer der Pioniere der elektronischen Musik und wird vielfach von Künstlern als Inspiration für ihre Arbeit genannt. Mitbekommen habe ich es auch erst am Freitag, als die ersten Nachrichten über seinen Tod zu mir durchdrangen. Auch der heise-Newsticker veröffentlichte erst gestern die Nachricht.

Freitag Nachmittag ging es dann auf der Autobahn Richtung Nürnberg, die Strecke war frei, ich hatte Zeit und tuckerte gemütlich dahin, mit dem Frust, dass mein MD-Player im Auto nach wie vor seinen Dienst verweigert. In Nürnberg angekommen, verfuhr ich mich erstmal, aber daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt, es ging ja auch nur darum, ein Parkhaus zu finden. Die Innenstadt war dicht, ich brauchte für 500 Meter ungefähr eine halbe Stunde und nahm dabei in Kauf, dass ich ein Stück weiter laufen mußte. Ich drängelte mich einmal quer über den Christkindlesmarkt bis zum Rathaus, rief Alex nochmal zurück und lief dabei hin und her. Auf einmal tönte es hinter mir „Eh Jan, nun lauf doch nicht gleich weg!“. Da stand sie nun also. Wir gingen erstmal in eine kleine mittelalterliche Ecke, ich probierte einen warmen Biertrunk. Pfui Deibel! Doppelbock und dann auch noch warm. Aber irgendwie hatte ich an dem Abend kein glückliches Händchen mit Essen und Getränken. Als wir dann beim Griechen einfielen, war mein Hunger weg, als ich den Teller vor mir stehen sah. Ich stocherte lustlos in meinem Tomatenreis herum, während wir quatschten. Ich probierte von ihr einen Schluck Samos. Mein Wochenbedarf an Kohlehydraten war gedeckt. Wir blieben noch eine Weile, unterhielten uns über Musik (von DJ Jazzy Jeff + the Fresh Prince bis Sven Väth), Theater, Filme (mir war bis zu dem Zeitpunkt nicht klar, dass ich in letzter Zeit vorwiegend französische Filme geschaut hab), aktive Sterbehilfe und Überbevölkerung. Wer mich kennt, weiß ja, dass ich der Meinung bin, dass der Planet im Bereich der Resourcen weit über dem Limit gefahren wird, weil wir (also als Menschheit) einfach zu viele sind. Aber dass ich das mal zu hören bekomme, hätte ich auch nicht geglaubt. Wir zogen dann noch in die Prinzenbar und lümmelten uns gemütlich in die Ledersofa und ließen den Abend ausklingen. Gegen Mitternacht machte ich mich auf den Heimweg, mußte den ganzen Weg über Schluchz- und Schlummermusik im Radio ertragen. Das Maß war voll.

Nachdem ich Freitag nicht zum Einkaufen gekommen bin, mußte ich das am nächsten Vormittag hinter mich bringen. Vorher machte ich mich noch ein wenig wegen Autoradios kundig. Nach dem Einkaufen ging es dann in den lokalen Elektronikhandel und schaute mich ein wenig um. Schließlich überredete ich noch die Verkäuferin, dass ich mal testhalber meinen MP3-Player via USB an das Autoradio andocken will. Alles kein Problem, ging hervorragend. Und damit war es meine und einem Bastelnachmittag stand nichts im Weg. Ich hatte ein wenig zu kämpfen, was die Demontage, sowie Verkabelung und Einbau des neuen Radios betraf, habe aber alles unterbekommen. Bevor ich es endgültig in die Verankerung einrasten ließ, machte ich mehrere Probeläufe und stellte zum Glück fest, dass die Modifikation der Verdrahtung nicht nur einige VW und Opel betrifft, sondern auch meinen Suzuki. Die Heimfahrt zu Weihnachten kann kommen, die Musik sollte mir nicht so schnell ausgehen.

persepolisNachdem ich den Rest des Nachmittags wie ein Zombie durch meine Wohnung stolperte, beschloss ich abends ins Kino zu gehen. Ich hatte gerade noch Glück, denn Persepolis lief noch. Die Geschichte des Films war bewegend. Ein junges Mädchen erlebt die Revolution und den Krieg im Iran mit, wird von ihren Eltern, die politisch anders denkend waren, zur Sicherheit nach Österreich geschickt. Dort ist sie zwar sicher, aber nicht daheim. Sie gehört zu einer kleinen Gruppe von Außenseitern, zu denen sie sich aber auch nicht zugehörig fühlt. Irgendwann verliebt sie sich bis über beide Ohren in einen Schriftsteller, den sie dann inflagranti mit einer anderen erwischt. Es folgt der Absturz, die Obdachlosigkeit und schließlich die Rückkehr in die Heimat. Dort versucht sie sich anzupassen, schafft es aber auch nicht. Obwohl die Geschichte bedrückend ist, da sie die Lebensgeschichte der Autorin Marjane Satrapi erzählt, ist doch voll von kindlich naivem Witz, jungendlicher Rebellion und dem Wunsch nach Freiheit in der Heimat. Die Geschichte, die ursprünglich in 4 Comicbänden erschien, wurde nun das erste Mal animiert. In Anlehnung an das Original – größtenteils schwarz/weiß. Sehr empfehlenswert und dass er aus Frankreich ist, brauch ich an der Stelle nicht mehr zu erwähnen, oder?

postcrossing40Die Postcrossingmaschine arbeitet langsam, aber sie arbeitet. Nachdem ich letztens die Info bekam, dass eine meiner Karten angekommen wäre, trudelte letzte Woche eine Karte aus Japan bei mir ein, von einer Australierin, die jetzt in Japan unterrichtet. Eines meiner Lieblingsmotive – „Buddha bestellt 5 Pils“. Oder wie mein Lieblingsprovider für Nerdware so schön auf einem T-Shirt schreibt „Jesus saves. Buddha does incremental backups.“ Trotzdem stehen immer noch zwei Karten aus, bereits seit 50 Tagen unterwegs sind. Aber ich glaube nicht, dass eine Karte nach Finnland so lange benötigt.

Freitag Abend ging es dann mit Kollegen auf die Kartbahn in Weihenzell. Ich glaube es gibt günstigere Wege dorthin, als zwischen 17 und 18 Uhr durch Nürnberg zu fahren und dann durch die Pampa zu zuckeln, aber das Navi war der Meinung, der Weg wäre der Beste. Und so waren wir auch mal locker zwei Stunden unterwegs. Zu Beginn gab es eine kleine Einweisung für Erstfahrer und Erkenntnisresistente, was das Kart und das Verhalten auf der Bahn betrifft. Dann nochmal für alle die Flaggen, Signalzeichen und der Ablauf des Rennens.

kartfahren

Schon im Vorfeld wurden Teams zu jeweils drei Fahrern ausgelost. Dann begann das Qualifying. Jedes Teammitglied durfte 8 Minuten fahren und die schnellste Zeit des Teams wurde für die Startaufstellung gewertet. Die erste Runde fuhr ich noch sehr vorsichtig, da mir der Hallenboden sehr suspekt war. Aber schon nach 2., 3. Runde hatte ich den Dreh raus, wieviel Gas ich geben konnte, ohne Bekanntschaft mit dem Reifenstapel zu machen. Unser Team landete ziemlich weit hinten in der Startaufstellung, aber wir hatten das Glück, dass unser schnellster Fahrer das letzte Qualifying gefahren ist und damit gleichzeitig erster Fahrer im Rennen war. Relativ schnell arbeitete er sich auf den zweiten Platz vor und dann passierte das Unfassbare: Der Führende (mein ehemaliger Entwicklungschef) kassierte die blaue Flagge, dass er den zweiten überholen lassen soll. Beim Fahrerwechsel stieg er dann wüst schimpfend aus.

vollmondfunkelnAls ich einstieg, lag unser Team mit zwei Runden Vorsprung in Führung. Die haben wir auch bitter nötig gehabt, denn ich fuhr zwar schon schnell, aber noch lange nicht am Limit. Zumindest rettete ich den ersten Platz bis fast zum nächsten Fahrerwechsel und wurde dann einkassiert. Für das erste Mal im Kart sitzen und dann gleich zum Spitzenfahrer mutieren – keine Chance. Also übergab ich unser Kart mit einem guten zweiten Platz an unseren letzten Fahrer, der auch das erste Mal fuhr. Zum Ende des Rennens waren wir dann Vorletzte. Aber auf die Platzierung kam es mir ja auch nicht an, der Spaß am Rumheizen zählte. Nach der Siegerehrung und der Aufzählung, welches Team wieviele Strafen kassierte, ging es dann zu einem leckeren Chili über und machten uns dann später auf den Heimweg. Auf der Heimfahrt wurden dann die Handys herumgereicht und bei irgendwelchen Leuten angerufen, um sie so lange wie möglich mit der Nummer „Ich hab hier ein Handy gefunden, wem gehört das denn?“ in der Leitung zu halten. Einer telefonierte und die anderen haben sich kaputt gelacht. Als ich dann wieder zuhause funkelte es verdächtig in meiner Wohnung. Es war Vollmond und die feinen Eiskristalle auf dem Dachfenster sorgten für ein glitzerndes Licht.

putencurry mit erdnussreis

Am Samstag ging es dann abends wieder mit Kollegen weg – Cocktails trinken. Ich wurde auf den neuesten Stand auf Arbeit gebracht und wir landeten bei den üblichen Themen: Softwareentwicklung, Lebensdauer von Software usw. Zum Absacker gab es dann noch bei Livemusik ein Guinness und bevor ich nach Hause fuhr, durfte ich zum zweiten Mal an diesem Abend mein Auto freikratzen. Da ich am Samstag eine ganze Menge Zugluft abbekam, hatte ich (wie nicht anders zu erwarten) am Sonntag Kopfschmerzen. Ließ aber im Laufe des Abends nach, ich quatschte noch ein bißchen mit Jenny, die sich „einfach so“ meldete. Aber „einfach so“ ist bei mir nicht, sie muss gewußt haben, dass ich was ausbrüte. Ich hatte ja noch vor, mir am Sonntag ein Putencurry mit Erdnussreis zu machen, verschob es aber wegen der Kopfschmerzen auf Montag. Montag fuhr ich auch noch ein bißchen herum und hab jetzt fast alle Weihnachtsgeschenke zusammen. Weihnachten kann kommen! Heute beging ich wieder den tödlichen Fehler, den Buchladen zu betreten und dass nachdem ich noch am Morgen Bücherrezensionen gelesen hatte. Das Ergebnis: „No future“ von James P. Othmer. Ein teils autobiographisches Buch über einen Futurologen, der allen verspricht, was sie hören wollen, bis er sich eines Tages entschließt, die Wahrheit zu sagen.

Die letzten Tage waren schon irgendwie anders. Ich will nicht sagen befreiend, entspannend oder dergleichen. Aber es ist schon angenehm früh aufzustehen, zu frühstücken, noch eine Viertelstunde durch die Blogs geistern, dann auf Arbeit gehen und so viel Wind um die Ohren zu haben, dass man ganz verdattert ist, wenn ein „Mahlzeit?!“ in den Raum schallt. Bin ich nicht gerade erst gekommen? Und wenn man dann gegen 7 endlich dazu kommt, seine eigenen Aufgaben zu erledigen, ist das fast schon wie Feierabend. Wenn man des Nachts heimkommt und sich nach einem kleinen Snack ins Bett fallen läßt und noch ein wenig liest, dauert es nicht lang und der Schlaf holt einen ein. Interessant wird es dann, wenn man feststellt, dass es bald keine frischen Socken mehr gibt und sich der Inhalt der Küchenschränke als Abwasch stapelt.

postcrossing38So gesehen ist es kein Wunder, dass ich kaum noch zum Bloggen komme, deswegen gibt es einen kurzen Überblick über die Ereignisse der letzten Tage. Die Postcrossingmaschine hat mir wieder mal zwei Postkarten beschert, aber irgendwie klemmt es momentan. Während die ersten Postkarten noch problemlos ankamen, finden sich jetzt mehr und mehr Nutzer, die sich anmelden, Postkarten verschicken, aber die empfangenen Postkarten nicht registrieren. Ergo – ich schreibe, sie „kommen nicht an“ und deshalb empfange ich auch keine Neuen. Erst nach 3 Monaten werden sie auf „expired“ gesetzt und dann hat man die Chance eine neue Karte zu erhalten.

Letzten Donnerstag war bei uns Feiertag – Grund genug, sich abends mit Kollegen zusammen zu setzen und ein Bierchen zu trinken. Schöner Abend und idealer Auftakt für den Feiertag, an dem ich WordPress aktualisiert und die Seele ein bißchen baumeln ließ. Und hatte ich nicht gerade „Extrem laut und unglaublich nah“ begonnen, hat sich dieses Buch auch in die Reihe der gelesenen Bücher eingereiht. Drei Tagebücher, die sich zu einem vereinen, deren Sinn sich auch erst mit der Zeit erschließt, werden konsequent durchgezogen und durch die Geschichte zieht sich die Suche eines Jungen, der das Schloß zu einem Schlüssel sucht und damit den Tod seines Vaters, der am 11. September umkam, verarbeitet. Unglaublich nah wird das Buch, als eins der Tagebücher von der Bombardierung Dresdens berichtet und erzählt wie der Schreiber die Ereignisse am 11. September auf dem Dresdner Bahnhof (hier haben entweder Übersetzer oder Autor unzureichend recherchiert) verfolgt. Und für einen Moment werde ich Teil der Geschichte – ich war auch in der Stadt, als wir vor einem Riesenfernseher stehen blieben (ohne Ton) und die rauchenden Twin Towers betrachteten. War das ein Film? Konnte ja nicht anders sein, es wirkte ja so unrealistisch. Und was das Buch so richtig gut macht, ist die Offenheit des Buches – es wird nicht angeklagt und melodramatisch geheuchelt, nein, es bleibt realistisch und mit der Gestalt des naseweisen Oskar liebenswert.

Nachdem ich damit durch war, begann ich „Die Straße“ von Cormac McCarthy. Nachdem ich mehrfach darüber gelesen hatte, dass sich dieser Endzeitroman ziemlich intensiv mit dem Thema Tod auseinander setzt, wollte ich mehr wissen. Die Vision, die McCarthy zeichnet, ist ein finsteres Thema, dass nahezu jegliches Leben auf dem Planeten ausrottet und die Hauptfiguren, einen Vater und seinen Sohn (der Welt „vorher“ nicht kennt), ständig auf der Suche nach Nahrung und mit der permanenten Angst im Nacken, Opfer des Schemas „Fressen und gefressen werden“ zu werden, südlich zur Küste ziehen läßt, in der Hoffnung, dass es dort wärmer ist. McCarthy benutzt dabei eine Sprache, welche die Tristesse der verbrannten Welt, der grauen Tage und eiskalten Nächte nahe bringt. Gut gefällt mir, dass er sich nicht, wie man anderer Autor in der ausführlichen Beschreibung von Grausamkeiten verliert, das Erwähnen und die Reaktionen sind entsetzlich genug.

postcrossing39Aber um nicht nur die ganze Zeit bei dem kalten, grauen Wetter daheim zu hocken, ging ich am Wochenende ins Kino. „Odette Toulemonde“ stand auf dem Programm. Ein Schriftsteller, intelligent, mit einer erfolgreichen Geschäftsfrau an seiner Seite, die auch noch mit seinem schärfsten Kritiker fremdgeht, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, seine Romane wären etwas für die breite Masse, z.B. Frauen, die Verkäuferinnen und Frisörinnen sind. Und genau eine von diesen – Odette Toulemonde – glaubt an ihn. Der Rest des Film dürfte klar sein, denn er verliert sich genau in diesen schnulzigen, romantischen Klischees, die Inhalt der Romane des Schriftstellers sind. Von daher bleibt mir der Inhalt des Films verschlossen – eine Ode an den Kitsch? Ein Film für die breite Masse? Und nur weil ein paar Lippenstifte zur Musik tanzen, ist der Vergleich zu Amelie bei weitem nicht angebracht. Aber zumindest war die schauspielerische Leistung (Catherine Frot als Odette) überzeugend.

(Eigentlich sollte an der Stelle noch ein Bericht über „Wer früher stirbt, ist länger tot folgen, aber den reiche ich nach.)

Zum Abschluss noch ein wenig aus dem Bereich Musik. Nachdem die ganze Woche Claudia Koreck im Autoradio lief, habe ich mir am Samstag nun endlich die Konzertkarte geholt. Ich hatte mich im Datum geirrt, sie ist am 17.02. in Bamberg. Ich freu mich schon drauf.

Seit einigen Wochen hat die lettische Seite idm-net.lv ihre Tore geschlossen, also werde ich wohl in nächster Zeit verstärkt die Suche nach interessanten Netlabels selbst in die Hand nehmen müssen. Einen kleinen Tipp hatten sie immer parat und man blieb immer auf dem Laufenden. Deswegen hatte ich schon ins Auge gefasst, meine Entdeckungen separat hier zu veröffentlichen – ähnlich zu meiner „Neues aus der Plattenkiste“-Seite. Mal sehen, ob und wann ich mal dazu Anlauf nehme.

postcrossing37… und schon 230 Kilometer hinter mir und keinen Kilometer vorwärts gekommen. Geplant war ja ohnehin alles anders, aber reden wir nicht darüber. Den Mittwoch habe ich fast ausschließlich vorm Computer verbracht, das Wetter war grau und es zog mich aber auch wirklich garnichts nach draußen.

Gestern sah es schon besser aus und so machte ich mich auf den Weg nach Fürth, zum liberalfarbenen Schweden. Mit dem Gedanken einer Wohnzimmerumgestaltung schlage ich mich schon länger herum, aber jetzt wird es Zeit, das Projekt so langsam anzugehen. Ich hatte geplant, meinen minimalen Computertisch auf einen Ecktisch zu vergrößern, damit ich nicht jedes Mal, wenn ich drucken oder scannen will, unter den Tisch kriechen muss. Die alte Schrankwand soll weichen und mehreren Bücherregalen Platz machen, an die sich halbhohe geschlossene Schränke anschließen. Und abschließend die Couch – aus dem alten Eckmodell soll ein 3-3,5-Sitzer werden, optional als Bettcouch. Also hab ich geschaut, geschrieben und gegrübelt und bin mir bis auf die Couch schon so ziemlich sicher, wie es aussehen wird. Das wußte ich zwar schon vorher, aber Farben im Internet sehen und live zu betrachten, ist schon ein kleiner Unterschied. Gekauft habe ich von den Möbeln noch nichts, bin aber trotzdem mit einer großen Tüte von dannen gezogen. Hat schon mal jemand von dem Fall gehört, dass jemand zu IKEA gegangen ist und nichts gekauft hat?

Donnerstag Abend war wie immer, wenn keine Ferien sind – Klavierstunde. Wahnsinn, ich liebe diesen Klang – verglichen mit meiner kleinen Gurke, die bei mir auf dem Couchtisch steht, ein himmelweiter Unterschied. Am meisten Probleme macht mir noch der Anschlag, da mein Keyboard ohne jegliche Anschlagdynamik daherkommt. Wird sich aber alles ändern, denn ich habe die Stunde gestern bereits genutzt, um mir zu merken, wie der Anschlag eines richtigen Klavieres ist. Da E-Pianos den Widerstand der Mechanik simulieren müssen und das nur selten schaffen, wußte ich, dass ich darauf aufpassen muss. Außerdem habe ich bereits an zwei Modellen beim Unterricht gespielt und weiß, welche Ausmaße das annehmen kann. Lange Rede, kurzer Sinn – ich fuhr heute zum Händler meines Vertrauens, probierte an mehreren Modellen, unterhielt mich mit dem Verkäufer, der mir bestätigte, dass ich mit meiner Auswahl das beste Modell der Preiskategorie erwischt habe und schlug zu. Nach einer Vermessungsaktion mußte ich feststellen, dass ich das gute Stück nicht mit meinem Auto transportiert bekomme und deshalb muss ich jetzt noch bis Montag Nachmittag warten, dann wird es geliefert.

Wer jetzt den obligatorischen Wohnungsbericht vermisst – keine Panik, es hat sich in der letzten Zeit überhaupt nichts getan. Es kam heute mal jemand, der das Wasser ab- und wieder aufgedreht hat, sonst blieb es ruhig. Urlaubsstörend ist das überhaupt nicht, da ich ohnehin vor den Handwerkern munter bin (was zugegeben keine Kunst ist, bis 8 Uhr hab ich locker ausgeschlafen).

tensongsofmylifeWer in letzter Zeit mal einen Blick in meine Plattenkiste geworfen hat, wird sich fragen – Ist er krank? Kauft er keine Platten mehr? Kein Grund zu Beunruhigung, die Liste ist jetzt wieder um ein paar Einträge reicher und ich nutze gleichzeitig die Gelegenheitmal ein Projekt anzukündigen, was ich schon vor geraumer Zeit auf dem Blog von fishcat entdeckt habe – Tens songs of my life. Momentan bin ich noch am überlegen, welche Titel sich dafür qualifizieren, aber die Hälfte habe ich schon beisammen. Es wird also wieder viele kleine Geschichten geben, aus einer Zeit, wo Musik noch auf Kassetten aufgenommen wurde und wo Musikfernsehen noch nicht mit Handywerbung verseucht war.

postcrossing36Gestern erreichte mich über Postcrossing mal wieder eine Karte aus Finnland. Leider kein Nordlicht, aber mit einem Link auf eine finnische Seite, die über das Beobachten von Nordlichtern in Finnland zu berichten weiß. Dort werden auch meine Fragen über das Wann? und Wo? beantwortet. Am Interessantesten fand ich aber die Geschichte über Historie des Nordlichts. Die Finnen nennen auch heute noch das Nordlicht „revontulet“, was auf deutsch „Fuchsfeuer“ bedeutet. Es gibt mehrere Ursprünge, z.B. dass das Nordlicht von einem Zauberfuchs kommt, der mit seinem Schweif Funken in den Himmel sprüht oder wiederum von einem Fuchs, der bei seiner Wanderung an einem Hochmoor mit seinem Schwanz Schnee aufstiebte, welcher dann als Nordlicht sichtbar wurde.

postcrossing35Schlaf wäre jetzt eine gute Idee, kam er doch dieses Wochenende wieder mal etwas zu kurz. Ich setzte mich Freitag zum späten Nachmittag ins Auto und begab mich auf den Weg in das nicht allzu ferne Sprendlingen. Etliche Baustellen und sonstige Hindernisse sorgten dafür, dass ich erst halb 9 Uhr eintraf. Autobahnfahren macht nach wie vor Spaß, wenn ich nicht permanent auf meine Lieblinge stoßen würde. Frankfurter Kreuz – vier Spuren, die rechte Spur ist auf Sichtweite komplett leer und ein einsames Auto tuckert gemütlich auf der zweiten Spur dahin. Die dritte und vierte Spur wird von Autos jenseits der 160 km/h bevölkert. Mir bleibt also nichts übrig, zweimal die Spur zu wechseln, die Trantüte zu überholen und wieder zwei Spuren nach rechts zu wechseln. Dafür erntet er den Anblick meiner Person, die hupend und schimpfend an ihm vorbeifährt. Und dabei hatte ich schon sehr ruhige Musik im Radio zu laufen. Entschädigung genug war es dann, zwischen den Weinbergen über die Landstraße zu huschen und dem verschlafenen Örtchen Wolfsheim einen Besuch abzustatten (ganz und gar keine Ähnlichkeit oder Zusammenhänge mit gleichnamiger Band!)

Die Technik wurde aufgebaut, fehlende Software installiert, kleine Probleme behoben und schon konnten wir gegen 22 Uhr das erste Match starten. Einige Kämpfe und Schlachten später dachten wir, es wäre an der Zeit ins Bett zu gehen, es war mittlerweile halb 6 Uhr morgens. Als ich mich schlafen legte, bekam ich unterbewußt noch ein Klingeln mit, ließ es aber an mir vorbeiziehen und schlief ein. Von dem gleichen Klingeln wurde ich den nächsten Morgen geweckt (es ist die Türklingel des Bäckers unter der Wohnung). Wir setzten uns gemütlich auf die Terrasse und frühstückten. Danach ein „kurzes“ Match und wir führten unseren obligatorischen Besuch im Elektronikfachhandeln durch. Unsere Abwesenheit an den Rechnern wurde umgehend bestraft, denn nach unserer Rückkehr weigerte sich ein Rechner, im Netzwerk andere Rechner zu finden. Sämtliche Einstellungen konnten das Problem nicht beheben, auch ein neues Kabel führte zu keinem Erfolg. Da meine Netzwerkkarte durch das Windows-Update regelmäßig einen neuen Treiber verpasst bekommt, schlug ich ein Update vor, mit dem Erfolg, dass der Rechner danach autistisch wurde und jeglichen Kontakt zur Außenwelt verweigerte. Auch eine Reparatur konnte da nicht helfen. Wenig später (und schon nach 20 Uhr) gab dann ein zweiter Rechner mit einem Wackelkontakt an der Netzwerkkarte die Verbindung auf. Grund genug, sich auf die Terasse zu setzen, zu grillen und im Anschluss Cocktails zu schlürfen. Bei einem Whisky schauten wir uns dann die Bilder der Flitterwochen von Janine und Thomas auf den Malediven an. Über und unter Wasser ein schönes Fleckchen Erde (bzw. Meeresgrund).

Da ein Rechner durch einen Laptop ersetzt werden konnte und zwangsläufig ein Spieler pausieren mußte, wurde es nicht so spät wie am Freitag. Der Sonntag startete etwas durcheinander, denn das rituelle Abschlusspiel fand schon nicht mehr in voller Besetzung statt und gegen 13 Uhr machte ich mich dann auch auf den Heimweg. Der Rückweg war frei, die spurwechselresistenten Mitfahrer waren glücklicherweise schnell unterwegs und so konnte ich daheim noch einiges erledigen.

Neben den sich verweigernden Rechnern fand ich es auch traurig, bei der ersten Sandkerwa seit meinem Umzug nach Bamberg nicht da zu sein. Dafür waren wir schon am Donnerstag Abend, wo es auch ohne Touristen schon sehr belebt war und suchten uns einen Platz, wo wir das allgemeine Treiben in Ruhe betrachten konnten. Zeit ging wieder sehr fix rum und ich überlegte laut, ob ich nächstes Wochenende nicht mal nach Hause fahre – wurde ganz gemein geködert – „Kannste mal wieder BMW fahren!“

postcrossing32Allgemein könnte ja jetzt hier der Eindruck entstehen, dass der Blog so langsam die Kurve kratzt. Nein – macht er nicht, Besitzer und Blog sind wohlauf und beiden geht es gut. Derzeit gibt es nicht wirklich viel zu berichten, über das es sich zu schreiben lohnt. Ist viel Privates, das mich momentan in Anspruch nimmt, beschäftigt oder schlicht und ergreifend nervt.

Geeignete Möglichkeiten der Ablenkung sind willkommen, deswegen hab ich mich diese Woche auch wieder über neue Postcrossing-Postkarten gefreut. Um aber wird eine kleine Entgleisung an Bord zu haben, stellt sich mir die Frage: Ist Postcrossing ökologisch vertretbar? Schließlich erzeugt man ja damit ein Mehraufkommen an Postkarten, die transportiert werden müssen. Rechnen wir einfach mit 5 Gramm pro Postkarte auf derzeit über 600.000 verschickten Postkarten, sind das mal eben 3 Tonnen. Geht man davon aus, dass der Airbus A-380 150 Tonnen Fracht transportieren kann, liegt Postcrossing also doch eher im unbedenklichen Bereich.

postcrossing33Aber ich war bei den Ablenkungen stehen geblieben – Silkroad zocken. Wer das Wesen von MMORPGs (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game) kennt, wird mich sicherlich auch für verrückt erklären, wenn ich sage, dass ich jetzt innerhalb einer Woche mal von Level 9 auf Level 19 (ohne fremde Hilfe) aufgestiegen bin. Aber schließlich hatten wir am Mittwoch Feiertag (Mary Takeoff) und da sich meine Gesundheit rechtzeitig am Dienstag Nachmittag entschied, den Abgang zu machen, war ich den Mittwoch mehr oder weniger daheim gefesselt. Natürlich hat die ganze Zockerei ein entscheidenden Vorteil: man kommt nicht auf dumme Ideen, sein Geld auszugeben. Entsetzlicher Nachteil: Am Wochenende hat man ruckzuck irgendwelche Kiddies an der Backe, die zu faul sind, dass Tutorial zu lesen oder versuchen einen übers Ohr zu hauen.

postcrossing34Gestern war dann auch noch das Sommerfest von Arbeit und mir fällt gerade ein, dass ich mich von Kathrin garnicht verabschiedet hab. Tut mir leid, aber dafür bist du jetzt namentlich erwähnt 😉 Sollte ich an dieser Stelle schon erwähnen, dass ich mich habe breitschlagen lassen, für die Hotline zu kochen? Ach nein, das kommt später als Überraschung für alle Leser…

Ich habe vorhin nochmal im Schlafzimmer dösend über eine Verfärbung der Wände in Wohn- und Schlafzimmer nachgedacht, schließlich rückt Ende August / Anfang September immer näher und damit der Heizungseinbau und eine damit mögliche Realisierung.