Mein Kumpel Thomas ist Fußballfan. Wenn Bundesliga ist, interessiert er sich immer für die Ergebnisse und fiebert natürlich für seinen Verein mit. So ähnlich wie ich beim Basketball. Dazu gehört natürlich, dass ein kleiner Aufkleber sein Auto schmückt, die passende Kaffeetasse und auch das T-Shirt. Kein Wunder, dass Thomas ganz aus dem Häuschen ist, wenn Fußball-WM ist. Ein Ereignis, dass alle vier Jahre statt findet. Dem entsprechend gibt es jetzt natürlich WM-Devotionalien in Form z.B. einer Deutschlandfahne als Magnethalter auf der Kühlhaube.

Warum muss ich das jetzt so ausführlich beschreiben? Weil er für mich stellvertretend einer von den vielen Tausend Fans in Deutschland sind, die mit der deutschen Mannschaft mitgefiebert haben. Ich klammere jetzt schon mal absichtlich „Fans“ wie mich aus, die Fußball nur als Randerscheinung wahrnehmen, die alle vier Jahre in ihr Sichtfeld rückt. Ich könnte auch noch meinen Arbeitskollegen als Beispiel heranziehen, der am Sonntag zum Finale nach Berlin gefahren ist. Er spielt selbst im Verein Fußball. Diese beiden vergessen für diese spektakulären Wochen, dass ein Großteil der Nationalmannschaft aus dem verhassten Bayern München Kader kommt und feuern sie an.

Trotzdem passiert, was immer passieren muss… es passieren links und rechts des Geschehens Ausrutscher von der üblen Sorte – kein Wunder, denn je mehr Leute man mit etwas begeistert, desto mehr Schmutz wird mitgerissen. Was mich aber wirklich ärgert sind diejenigen, die für ihre Stimme auch eine Plattform bekommen und dann pauschal um sich schießen. Da ist plötzlich jeder Fußballfan ein Nazi und ein Patriot und der Gaucho-Dance ist sowas von rassistisch. Ich erlaube mir jetzt kein Urteil über die Bildung, Kultur oder den Frustfaktor den sie in sich tragen. Glücklich bin ich jedoch darüber, dass ich diesen Artikel kurz nach der Rückkehr von unserer Weltreise geschrieben habe. Er bringt immer noch genau die Meinung rüber, die ich jetzt vertrete. Sich für seine Nation zu freuen und das zu feiern, ist nichts verwerfliches, solange man natürlich zu unterscheiden weiß, ob man den Erfolg oder die Nation feiert. Selbstverständlich gibt es auch hier Fehltritte, diejenigen die Deutschland feiern, obwohl eine Handvoll junge Männer hart dafür trainiert haben und diejenigen, die beim Wort „Nationalmannschaft“ schon angewidert die Mundwinkel verziehen, weil da etwas mit „national“ auftaucht.

Mir gehen beide Seiten tierisch auf den Senkel und ich mag eigentlich nichts mehr davon hören. Und wer jetzt eine Diskussion vom Zaun brechen möchte, sollte vorher folgendes Gedankenexperiment durch den Kopf gehen lassen: Stellt euch folgende Schlagzeile vor „100.000 Menschen feiern am Brandenburger Tor die Befreiung vom Nationalsozialismus“. Darunter ein Bild einer riesigen Menschenmenge über deren Köpfen viele Deutschlandfahnen wehen. Unvorstellbar? Eigentlich in keinem Land der Welt, außer in Deutschland.

Wie es der Zufall so will, hatten wir gerade auf unserer letzten Kreuzfahrt neben uns eine Gruppe von Leuten aus den USA/Kanada, die bei einem Quiz über „Berühmte Persönlichkeiten“ mitmachten – es tauchte zwischen van Gogh, Marilyn Monroe und Elvis ein Typ auf, der Anfang des 20. Jahrhunderts für einen Monat ins Gefängnis kam, weil er eine Revolte in München angezettelt hat. Irgendwie muss man es unseren Gesichtern angesehen haben, die reflexartig entgleisten… Der Tüp in einem Quiz über berühmte Persönlichkeiten? Wäre daheim ein absolutes No-go. Jetzt staunten unsere Gesprächspartner – echt jetzt, das ist doch schon 60 Jahre her? Uns blieb nur ein Schulterzucken übrig… wir lieben es die Last der Vergangenheit zu tragen, statt eine Lehre daraus zu ziehen und sie das sein zu lassen, was sie ist: Vergangenheit.

Manchmal muss man einfach aufhören, wenn es am schönsten ist. Den letzten Monat sind wir (Franzi, Kriszta, André und ich) gemeinsam durch Peru und Bolivien gereist. In der Zeit haben wir viel zu erzählen gehabt, jede Menge gelacht und waren natürlich auch als kleines Team schlagkräftiger, wenn es um Beschwerden oder Verhandlungen ging.

Ich hatte es mir schon vorab gewünscht, dass wir als kleine Gruppe durch Bolivien reisen können, weil die Gefahr bestohlen oder ausgeraubt zu werden unglaublich sinkt. Als wir die beiden in San Pedro kennenlernten und sie sich später entschlossen mit nach Bolivien zu kommen, freute ich mich. Nun nach einem Monat sind wir nicht nur ein Team gewesen, sondern auch gute Freunde geworden.

Ihre Reise geht jetzt seit 15 Monaten und sie haben sich jetzt Richtung Miami begeben, um dann langsam heimzukehren. Wir wünschen den beiden noch eine schöne Reise, gute Heimkehr und … ein baldiges Wiedersehen / -hören.

Eins habe ich mir vorgenommen – wöchentlich Updates im Blog. Es kann nicht sein, dass hier nur sporadisch was kommt. Ein bißchen Regelmäßigkeit muss schon sein. Wie ich das natürlich mit den Reiseberichten mache… Ich denke mal, ich werde das auf einen Beitrag zusammenschrumpfen und nur über die Highlights berichten. Alles weitere wird seit den Dolomiten analog dokumentiert.

Heute Morgen bin ich beim Kraftfuttermischwerk über das Video von Jeff Desom zu Hauschkas „Morgenrot“ gestolpert. Ich hatte schon mal was über Hauschka gelesen bzw. in das Album reingehört, aber es wollte mich nicht so richtig bewegen. Aber das Video dazu… seht selbst.

Diese Woche war unser zweiter Salsakurs. Wir haben einen dreiwöchigen Einsteigerkurs gebucht, der hier regelmäßig in Bamberg abgehalten wird. Nachdem wir auf Kuba die Grundlagen lernten, haben wir jetzt die Möglichkeit die offizielle Version kennenzulernen. Das Lerntempo ist stellenweise gefühlt etwas langsam, aber wenn es dann mal losgeht, sind wir Feuer und Flamme. Und das wir ein Gefühl für Salsa haben, scheint durch die Fragen, ob wir schon länger tanzen oder ob wir schon öfter einen Salsakurs besucht haben, bestätigt zu werden. Aber selbst wenn es 20 Uhr ist – bei 30°C geht es beim Tanzen schon sehr hitzig zu, da helfen auch geöffnete Fenster kaum.

Mein letzter Artikel zum Thema Auktionen rächte sich gleich am nächsten Tag. Nichts ist anstrengender wie Kunden, die nach Ende der Auktion verhandeln – angefangen bei den Versandkosten, bis hin zum Artikel, auch wenn alles in der Auktion drin stand. Ich meine, diese Nachricht ist schon zum Brüllen komisch, aber mal im ernst: Wie reagiert man auf solche Nachrichten?

Hallo,der Schlafsack ist gestern angekommen,es ist ja uch alles wunderbar,nur hast du eine ganz schöne Duftnote hinterlassen (Parfüm)?
Also ich brauche den Schlafsack für Tierbeobachtungen in der Natur also im Wald,und ich weiß nicht op du schonmal im wald gewesen bist,aber dort ist die Luft unglaublich rein,
und der Gruch des Sclafsacks würde weite Wege ziehen und Tiere vernhalten.Ich bin halt auch so ein öko hippi typ und benutze nur bbio shampoo und absolut nichts chemisches wie parfum) usw.,ich habe den Sack 1 Tag an die frische Luft gehängt,aber jetzt ist mein Zimmer wieder mit dem Pafrfüm Geruch durchflutet,Es ist ja ein schöner Geruch aber ich werde ihn reinigen lassen müssen um damit in die Natur zu gehen ,ich habe mich erkundigt,es wird ziemlich teuer,kostetet 20-40 und Porto noch dazu,selber machen ist zu riskant,
also kannst du etwas dzusteuern? Wir könnten uns einigen die Transaktion nicht abgeschlossen zu haben,somit spart du die ca.5 Euro [xxx] Gebühren.
10€ ? Bitte

Also bin ich ganz brav gewesen und habe höflich, aber bestimmt erklärt, dass eine Reinigung meinerseits nicht finanziert wird, worauf ich die Antwort erhielt, dass der Käufer ohnehin nicht das Geld für die Reinigung hätte. Ist das die Internetvariante von „Haste ma nen Euro übrig?“

Von Zeit zu Zeit logge ich mich ja mal via Webinterface bei meinem EMail-Provider ein, der jetzt eine einheitliche Zierleiste an das obere Ende genagelt hat. Ich wäre nicht im Traum darauf gekommen, da genauer hinzusehen, aber da war ein rotes Pünktchen auf das ich neugierig geklickt hab – ahhh, hier kann man auch chatten und ich wurde in die Kontaktliste aufgenommen. Am anderen Ende – ein bekanntes Ehepaar, dass ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen, gehört oder gelesen hab. Nachdem wir erstmal kurz Nachrichten ausgetauscht haben, habe ich mich heute Morgen hingesetzt und mal die Ereignisse der letzten Jahre zusammengetippt, seit 2005 ist schon ein bißchen was passiert. Und vorhin erhielt ich dann Antwort. Ich überlege, wenn wir das nächste Mal in Dresden sind, vorbeizuschauen…

Gestern Abend machte ich mit meiner Freundin noch einen Test zur Bestimmung des Intelligenztyps. Dabei stolperten wir über die Frage, was man machen würde, wenn man auf die 5-jährige Tochter von Bekannten aufpassen müsste. Meine Antwort: Kasper-Theater vorspielen. Und als ich heute Nacht munter wurde, weil sich in meinem Kopf ein paar Probleme wälzten, zog ich es vor, mir statt einer Lösung zu suchen, wie ich das Programmupdate zusammenschrumpfe, dass es auf eine CD passt, mir lieber ausmalte, wie ich meiner 5-jährigen Tochter Kaspertheater vorspielte.

Die Kleine, nennen wir sie mal Lilli, sitzt ganz gespannt in einem großen Kinderzimmer, die Sonne scheint herein und draußen sieht man das Grün von Bäumen. Überall liegen Spielsachen auf dem Boden und natürlich gibt es auch eine große Kiste, in die man sie reinräumen kann, aber es ist nicht an der Zeit aufzuräumen. Interessanterweise fällt mir als „Bühne“ für das Kaspertheater die Teile ein, die es zu DDR-Zeiten gab – bunt bemalter Pressspan im Holzrahmen. Und natürlich gibt es auch jede Menge Puppen – den Kasper, den die Kleine erstmal laut rufen muss, damit er auftaucht. Der Kasper plappert erstmal lustig mit der Kleinen und dann schau ich nach, was für andere Puppen noch da sind. Es gibt noch einen Gendarm/Polizisten – der kommt mir gerade Recht, denn er taucht jetzt auf, um den Kasper wegen Falschparken zu verhaften. Natürlich entkommt der Kasper und ich überlege, welche Figuren noch da sein könnten, um eine Geschichte aufzubauen. Mit schwebt was wie ein kleines Märchen vor, nur halt moderner. Zum Beispiel eine Großmutter, die den Kasper losschickt, um Kukident für ihre Dritten zu holen. Und als er sich auf den Weg macht, begegnet er dem Räuber, der ihm seinen iPod stehlen will, aber erfolgreich dem Polizisten übergibt, der aber den Kasper gleich wieder wegen dem Strafzettel am Schlawittchen packt. Und dann kommt da noch der Wolf, der den Kasper fressen will. Doch es gelingt dem Kasper den Wolf zu überreden, dass Menschen fressen nicht so gut ist und er doch statt dessen lieber Tofu-Würstchen essen soll. Und dann schafft es der Kasper das Kukident der Oma zu bringen, alle sind glücklich, der Kasper verabschiedet sich und die Kleine klatscht in ihre Patschhändchen, lacht und ruft „Mach weiter Papa!“. In der offenen Tür steht meine Freundin, lacht und schüttelt den Kopf über den Blödsinn, den ich mir da ausgedacht habe.

Irgendwie schön, so ein Traum… kommt halt vor, wenn Freunde Kinder bekommen. Herzlichen Glückwunsch an Janine + Thomas!

Am Donnerstag Abend hatte ich schon alle notwendigen Sachen bereitgelegt, um am Freitag gleich nach Arbeit aufbrechen zu können. Und schon konnte es kurz nach 17 Uhr losgehen. Die Autobahn war frei und ich kam nach mehreren Zwischenstops kurz nach 22 Uhr bei Martina und Dirk an. Etwas bedrückend war an der Stelle, dass man im Pott sich beim Autobahndesign keine Zeit genommen hat, um auch mal an den Transitverkehr zu denken. So mußte ich knapp 100km nervös auf meinem Sitz hin- und her rutschen, bis ich endlich mal eine Raststätte fand.

museumsnach2008 kitWir setzten uns noch etwas zusammen, schwatzten eine Runde, probierten Lakritzschnaps (ist nicht mein Ding), gingen schon mal grob durch, wohin uns die Museumtour führen sollte und fielen dann in die Betten. Nach einem gemütlichen Frühstück suchten wir erstmal einen Optiker, der meine neue Brille richten mußte, da die Pads sich ziemlich aggressiv in die Nase bohrten. Jetzt sitzt die Brille auf weichen Silikonpads und macht keinerlei Ärger mehr.

Am Nachmittag ging es dann nach Moers, da ich meine CD-Sammlung um die neue Portishead erweitern wollte. Leider war die nicht zu haben und wie ich später feststellen mußte, war ich auch eine Woche zu früh dran. Also zog ich mit leeren Händen von dannen. Aus Enttäuschung über diese Nachricht stürzte mein Blutdruck erstmal ins Bodenlose. Ein Eis päppelte mich erstmal wieder ein bißchen auf und dem folgte nach der Heimfahrt noch Martinas selbst gebackener Rhabarberkuchen. Missmutig sahen wir, wie es inzwischen draußen begann, zu regnen. Wir sprachen trotzdem alle Museen ab, die wir besuchen wollten und fuhren nach dem Abendbrot los.

Der Parkplatz war im Vergleich zum Vorjahr regelrecht leer und wir begannen unsere Runde. Trotz des leichten Regens strebten wir das erste Ziel unserer Runde zu Fuß an. Nicht ohne uns gründlich zu verlaufen. Und dann war auch noch unser Ziel – das Institut Français – ein gründlicher Reinfall. Also nahmen wir den nächsten Bus zu KIT (Kunst im Tunnel). Dort hatte sich schon eine kleine Schlange gebildet, die aber schnell vorwärts rückte. Während des Wartens hörte ich von Leuten hinter uns, die bemerkten, die Ausstellung wäre „hurzmäßig“. Nachdem wir etliche Stufen nach unten gingen, wurden wir gerade noch Zeuge vom Ende der Führung, bei der die Vortragende die letzten beiden Skulpturen erläuterte, die auf den ersten Blick wie wild zusammengeschusterte Gipsplatten aussahen. Aber der Künstler hatte sich etwas dabei gedacht, auch wenn es von vielen mit einem Lächeln quittiert wurde. Fotografisch war es allemal interessant, weil sich viele schöne Perspektiven boten.

museumsnach2008 duDie nächste Station war das Filmmuseum. Sehr schön gemacht, mit einer Big Band + Sängerin, die Filmmusiken nachspielten und einer riesigen Ausstellung. Leider war das Filmmuseum hoffnungslos überlaufen und angesichts der Größe verloren wir uns aus den Augen. Und zu allem Überfluss hatte ich das Handy auch noch daheim liegen lassen. Also positionierte ich mich strategisch günstig am Ausgang und schon bald trudelten die beiden ein. Die nächste und letzte Station unserer Tour war auch diesmal wieder das museum kunst palast. Diesmal hatten sich die gleichen Herren (Alex Azary und Gabriel LeMar) als Subsonic Park angekündigt und schon in der Eingangshalle breiteten sich ihre deepen Grooves aus. Während ich noch mal auf die beiden (also Martina + Dirk) wartete, wurde ich von zwei Damen angequatscht, die wissen wollten, ob hier noch irgendeine Party ist, auf der ähnliche Musik kommt oder auch Minimal, Hauptsache elektronisch. Ich war überrascht, dass trotz fehlender Übung den beiden in Englisch klarmachen konnte, dass im Hafen seit 23 Uhr eine Party läuft und zeigte ihnen auf dem Plan, wo sie ist und wie sie am günstigsten hinkommen. Sie wollten noch wissen, ob ich Lust hätte mitzukommen oder ob ich hier auf meine Freundin warte. Nachdem ich ihnen klarmachte, dass ich auf Freunde warte, verabschiedeten sie sich.

Wir bekamen relativ schnell ein paar Plätze und bei ein paar Getränken raste die Zeit wie im Fluge dahin. Dirk zeigte Subsonic Park die Bilder vom letzten Jahr, ich kaufte zwei CDs zum Schnäppchenpreis (electrolux ist halt ein geniales Label) und nach einem kurzen Zwischenstop beim goldenen Doppelbogen, ging der Abend gegen 3 Uhr zu Ende.

PS: Dirks Sicht der Dinge

pokerchipsLetzten Donnerstag bin ich mehr oder weniger erholt wieder auf Arbeit gegangen. Ein bißchen steckte die Grippe noch in meinen Knochen, aber daheim wäre das auch nicht schneller besser geworden. Am Freitag ging es dann Richtung Sprendlingen. Als ich das einem Kollegen erzählte, meinte er, dass es doch ziemlich gewagt ist, Freitag Nachmittag auf der A3 zu fahren. Ich lächelte und meinte, dass ich die Strecke schon öfters gefahren bin und noch nie in einen Stau geraten bin. Nun ja, bis zu diesem Freitag. Nach 2 Stunden Fahrt war ich dann an Würzburg vorbei. Stop & Go, mal 1. Gang, mal Tempo 60. Weitere zwei Stunden später kam ich dann an, leicht entnervt, aber mit einem schönen Erlebnis – denn wenn der MP3-Player zufälligerweise Wolfsheim spielt, während man durch Wolfsheim fährt, hat das schon was.

pokerfaceNach einem Chili con carne, was von mir als mild eingestuft wurde, wurden die Chips ausgepackt und wir pokerten noch ein paar Stunden. Irgendwann (es war wohl schon 3 Uhr durch) fielen wir in die Betten. Ich wurde am nächsten Morgen von heftigen Poltergeräuschen geweckt. Emma war angekommen, fegte über die Terrasse und stellte die Stühle um. Ich ließ mich davon aber nicht beeindrucken und schlief weiter. Glücklicherweise ließ das schlechte Wetter im Laufe des Tages nach und am Abend konnten wir dann lecker gegrillte (und teuer erkaufte) Steaks und Bratwürste genießen. Ein schöner Abend mit viel Lachen, Spielen und jeder Menge Fotos.

Nachdem sich der harte Kern irgendwann gegen 4 Uhr doch ins Bett traute, schlummerten wir am nächsten Morgen etwas länger und nach einem ausgiebigen Frühstück ging es dann für mich wieder heimwärts. Die Autobahn war frei, der Wind war noch etwas hartnäckig, aber ansonsten hatte ich freie Fahrt. Und es wurde ein neuer Termin gesetzt – Ende März heißt es mal wieder: LA(H)N-Party.

Schnell die Zeitmaschine angeworfen und mal eben eine Woche zurückgedreht. Was gab es denn im Laufe der Woche so alles an Neuigkeiten? Irgendwie sollte ich doch zwischendurch immer mal ein paar Notizen machen, sonst geht hier alles verloren.

Irgendwie konzentrierte sich ohnehin alles auf den Mittwoch. Es war, als wäre die Woche auf einen Punkt konzentriert und sonst nix passiert. Mittwoch begann zum Beispiel der Kartenvorverkauf für die wenigen Portishead-Konzerte. Außerdem wurde der Titel ihres dritten Studioalbums bekannt gegeben: „Third“. Es wird ab dem 14. April erhältlich sein. Nachdem, was ich bisher gehört habe, wird es seinen Platz in meinem Schrank finden.

jahr der mathematikUnsere Bundesbildungsministerin Annette Schavan eröffnete am 23.1. wieder ein Wissenschaftsjahr – dieses Mal, das Jahr der Mathematik. Mit Bildern wie diesem soll das Interesse der jungen Leute geweckt werden. Ich sehe schon, wie sich die Jugend über ihre karierten Blöcke beugt und im Streit ein „Mein Kompressionsalgorithmus ist stärker wie deiner!“ ertönt. Interessant fand ich im heise-Artikel noch, dass die Telekom mit 2 Millionen Euro das Mathematikjahr fördet. Was ist denn das für eine Summe? Bekommt jeder zwischen 15 und 16 Jahren einen Euro, um sich bei Musicload ein MP3 herunterzuladen?

Aber Zynismus beiseite – zum alt werden und schlechte Laune bekommen habe ich später noch Zeit. Und zum Altern habe ich mir gerade mal am Mittwoch Zeit genommen. Aber es gab genug, die mich davon abgelenkt haben, sodass ich garnicht groß dazu kam, darüber nachzudenken. Es fing am frühen Morgen an, als mein Telefon gegen 7 Uhr klingelte. Um so eine Zeit bei mir anzurufen, darf man auch nur als Familienmitglied. Und dennoch nicht chronologisch die Erste, denn die Vollzeitindianerin hat den Vorteil der Zeitverschiebung gehabt. Und so plätscherte ein Geburtstagsglückwunsch nach dem anderen ein und als ich von der Feierei am Abend heimkam, blinkten mich noch etliche Anrufe, SMSen und Mails mehr an. Danke an euch alle, egal ob ihr mich erreicht habt oder nicht.

eos400dAm Freitag Nachmittag ging es dann wieder mal Richtung Heimat. Irgendetwas war diesmal anders. Hatten sich die Leute für dieses Jahr vorgenommen, ordentlich zu fahren? Zwei mal wurde ich, als ich hinter einem LKW drohte hängen zu bleiben, von einem anbrausenden Fahrzeug auf der Überholspur angeblinkt, dass ich doch rausziehen und überholen kann. Freitag Abend ging bei mir nicht mehr viel, ich wollte nur noch schlafen und verzog mich beizeiten ins Bett, las noch ein wenig (zur Zeit „High fidelity“ von Nick Hornby), schlief ein und 10 Stunden später war ich wieder wach. Mittag habe ich dann meine Oma und meine Eltern eingesammelt und zum Essen eingeladen, nachmittags folgte ein kleiner Stadtbummel, wo ich noch ein paar Erweiterungen für mein neues Meisterwerk der Technik erstand.

Erste Experimentalaufnahmen werden aber wahrscheinlich erst am Wochenende folgen, irgendwie muss ich erstmal meinen Kopf frei bekommen. Aktuell schweben da zwei kleine Wolken, das wäre zum einen, dass noch kein Stück Podcast zusammengesetzt ist, obwohl allein 60 neue Titel als potentielle Kandidaten dazugekommen sind und zum anderen der ständig wachsende Maileingang, der mal einer dringenden Bereinigung bedarf. Aber zurück zum vergangenen Wochenende…

Am Samstag Abend feierte ich dann in ganz, ganz kleiner Runde noch einmal bei einer Runde Dart. Mit einer leicht angewiderten Miene nahm ich zur Kenntnis, dass die Sachsen bei allem etwas langsam sind, auch bei der Einführung des Nichtrauchens. Irgendwie sehr ungewohnt. Zusätzlich war noch direkt hinter unserem Rücken eine Tribüne aufgebaut, wo „DJs“ die Leute beschallten oder ich sage mal besser: bequatschten. Bei ihrem gesteigerten Redebedürfnis gaben wir dann bald auf und verzogen uns noch auf einen kleinen Absackerkaffee / Wasser in eine Laubegaster Kneipe.

Am Sonntag kam dann die Heimfahrt und die Autobahn war wie leergefegt. Ob es am Wind lag? Oder am Regen? Jedenfalls staunte ich nicht schlecht, als ich hier ankam und die Straßen trocken waren und kaum Wind wehte. Und damit kann ich die Zeitmaschine schon wieder herunterfahren, bin ja schließlich wieder sauber in der Gegenwart gelandet.

Nachdem sich kurz vor Weihnachten mein ehemaliger bloggender Kollege nach einem Jahr Australien wieder zurückgemeldet hat, ist es relativ ruhig mit Berichten außerhalb deutschsprachiger Regionen geworden. Doch electro-space hat keine Kosten und Mühen gescheut, einen neuen Auslandsreporter zu finden, der von fremden Menschen in fremden Ländern mit fremden Sitten berichtet. Die allseits bekannte BinarySunshine (im RL auch als Anja bekannt) berichtet von ihrem Besuch in Amerika und ihrem 11-wöchigen Studienkurs in buddhistischer Philosophie in Indien (von der habe ich mir auch das „For Englisch version see below“ geborgt, was diesmal aber ausbleibt).

Irgendwie war diese Woche eine Woche des bewegten Bildes. Ich bin viel auf YouTube.com unterwegs gewesen, habe jede Menge Musik gesehen, viel gelacht und bin auch über einige bestürzende Berichte gestolpert. Solche Leute beschließen die Vorratsdatenspeicherung: (via DirektKinderReportage).

Diese Woche flatterte wieder eine meiner Musikumfragen herein, die von mir wissen wollte, welche Künstler ich am besten fand und welche penetrant nervten. Merkwürdigerweise fand ich keinen meiner persönlichen Hits in deren Liste, dafür hätte ich bei den nervigen fast alles angehakt. Und zwischendrin tauchte die Frage auf, auf welches Album ich mich 2008 am meisten freue. Keine Frage – Portishead scheinen es wirklich bald geschafft zu haben und das Album soll nun endlich dieses Jahr erscheinen. Grund genug, mich etwas umzusehen und vielleicht schon erste Eindrücke einfangen zu können. Da Portishead die Organisatoren des Anfang Dezember letzten Jahres stattgefundenen ATP-Festivals waren, gaben sie auch einige ihrer neuen Songs zum besten. Übersteuerte und verwackelte Filmschnipsel findet man jede Menge, da ist der hier noch wirklich mit Abstand der Beste.

In letzter Zeit scheint sich meine Technik gegen mich verschworen zu haben. Nachdem letztens mein Autoradio den Dienst verweigerte und ausgewechselt werden mußte, entschloss sich diese Woche mein Radiowecker keine CDs mehr abzuspielen. Den hatte ich mir doch erst kurz vor meinem Umzug geholt. Na wenn das kein Garantiefall ist. Aber es machte sich auch ein Neuankömmling in meiner Wohnung breit – die Brita. Für diejenigen, die Brita nicht kennen – das ist ein Wasserenthärter. Aber der Name führt dazu, dass man geistreiche Unterhaltungen über Brita führen kann, als wäre es ein Mensch. Es fing an, als ein Kollege und ich im Laden waren und ich mir den Wasserenthärter holte.

K: *erklärt mir die Funktionsweise, während wir an die Kasse gehen*
J: Weiß ich doch, ich hatte doch schon mal eine.
K: Und warum holst du dir dann noch eine?
Wir stehen an der Kasse.
J: Die Letzte ist weg.
K: Wie „weg“?
J: Na sie ist mit meiner damaligen Freundin abgehauen.

An dem Punkt dreht sich die Frau (Ende 20) vor mir um und schaut mich etwas verwirrt an. Der Spaß ging dann noch später weiter, als wir uns dann nach einem Rumpsteak im Caracas auf den Heimweg machten und mein Kollege noch schnell mit ans Auto kam, um seine Brita-Filter rauszunehmen. Ich deutete an, dass ich das schon glatt wieder vergessen hätte. Und so kam es dann auch, dass ich nach Hause kam und Brita im Kofferraum blieb. Und die Diskussion ging weiter…

J: Dreimal darfst du raten, was ich im Kofferraum vergessen hab?
K: Die Brita. War sie etwa unartig?
J: Dazu hatte sie doch garkeine Gelegenheit, sie ist doch noch komplett angezogen.

Aber genug der Blödelei, denn Brita hat sich mittlerweile als sehr nützlich erwiesen, denn der Kaffee ist um Längen besser geworden. Außerdem schont es die Kaffeemaschine ungemein und ich muss sie nicht einmal im Monat entkalken, weil kaum noch Wasser durchfließt. Aber weil ich gerade bei Kaffeemaschinen bin. Ich erhielt diese Woche den wertvollen Tipp, dass eine Kaffeemaschine dann in Durchfluss und Brühtemperatur dann perfekt eingestellt ist, wenn man statt einem Filter ein rohes Ei hineinlegt und nach dem Durchlauf einer Kanne ein perfekt gekochtes Frühstücksei herauskommt. Klingt nach einer Theorie, die nur danach schreit, von mir experimentell nachgewiesen oder widerlegt zu werden.

Und zum Abschluss ein kurzer Zwischenbericht nach 1,5 Wochen Nikotinentzug: Wie zu erwarten war, sind die ersten Tage die schlimmsten. Mittlerweile habe ich zwar noch manchmal Schübe von Entzug, aber die Abstände vergrößern sich. Außerdem bin ich nicht mehr ganz so nervös und irgendwie (so absurd das auch klingen mag) funktioniert das Klavier spielen wieder besser. Nächste Stufe ist die Wiederaufnahme des Sportprogramms. Aber dazu das nächste Mal mehr.

Nachdem ich gestern meinen Bericht von den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr in die Tastatur getrommelt habe, kommen jetzt noch immer kleine Nachschübe hoch, die auf jeden Fall Erwähnung finden sollen. Es begann zwar schon ein paar Tage zuvor, aber die Tage um Silvester nahm es Gestalt an – der nächste Urlaub. Jenseits des Polarkreises in Norwegen liegt unser Reiseziel: die Lofoten. Jenseits des Polarkreises bedeutet für den Kenner eine gute Chance, Polarlichter zu sehen. Ich habe schon mal die Bilddatenbank von spaceweather.com untersucht und die Vorzeichen sehen gut für das Erscheinen von Polarlichtern im August aus. In dem Fall müßte nur noch das Wetter mitspielen, da bietet die Statistik durchschnittlich 12 Regentage im August und knapp über 5 Stunden Sonne täglich an. Könnte also durchwachsen werden. Und obwohl die Lofoten oberhalb des Polarkreises liegen, liegt der Temperaturdurchschnitt bei ca. 12°C. Und in meinem Kopf entsteht bereits der Soundtrack zum Urlaub… beginnend mit The Jams – It’s grim up north.

Weil ich gerade das Thema Musik abwickle, kommt der nächste Punkt: meine Plattenverwaltung hat die Liste der am häufigsten gelaufenen CDs / Platten ausgespuckt.

  1. Bobo – Lieder von Liebe und Tod
  2. Norah Jones – Come away with me
  3. Trentemøller – The last resort
  4. Aphex Twin – Drukqs
  5. Blumfeld – Ein Lied mehr
  6. The Field – From here we go sublime
  7. Tori Amos – Little earthquakes
  8. Tycho – Past is prologue
  9. Wir sind Helden – Von hier an blind
  10. Björk – Volta

Abgesehen von Platz 2 eine interessante Mischung von neuen (bzw. dieses Jahr gekauften) Scheiben und Klassikern, von Gedichten bis Techno. Wobei die Reihenfolge durch etwas willkürlich ist, da Platz 1-3 gleich oft gespielt wurden, genau wie Platz 4-9. Man sollte halt keiner Statistik trauen, die man nicht selbst gefälscht hat.

Schon habe ich das nächste Thema erwähnt, die Statistiken. Auf meinem Blog hat sich seit der Abkopplung von blog.de doch einiges geändert. Da ich jetzt vor ziemlich genau einem Jahr auf meinen WordPress-Blog umgestiegen bin, hat sich die Anzahl der Leute, die nicht von blog.de kommen, drastisch erhöht. So ist es kein Wunder, dass die Suchbegriffe, die zu mir führen, daran keinen Zweifel lassen.

  1. electro blog
  2. blog electro
  3. electro
  4. electro-space
  5. electro space

Ich würde mal sagen, das Branding funktioniert! Zwei Sachen bereiten mir aber etwas Sorgen – nicht den Blog betreffend, sondern von der Tendenz her. Zum einen fällt der Prozentsatz der Firefox-Nutzer zusehend und andererseits hat es Windows Vista nur ganz knapp verpasst, einen Platz auf dem Podest der Betriebssysteme abzugreifen.

podcast stat2007Aber derer Phänomene gibt es noch mehr. Seit ich meinen Podcast veröffentliche, habe ich eine konstante Anzahl an Downloads pro Monat. Wenn man es gedanklich einmal durchspielt, wird der Podcast einer relativ konstanten Anzahl Hörern heruntergeladen, dazu kommt eine Menge neue Hörer und im gleichen Maß fallen (hoffentlich keine) Hörer weg. Neue wie auch alte Hörer hören vielleicht auch mal in den einen oder anderen alten Podcast rein, aber die Wahrscheinlichkeit nimmt mit dem Alter des Podcast ab, d.h. früher oder später ist ein Grenzwert erreicht, der sich kaum noch ändert. Soweit die Theorie, nur praktisch sieht das bei meinem Podcast anders aus. Ich habe dort drei Ausreißer drin, die sich in den letzten Monaten um ein Vielfaches von ihrem Sollwert entfernt haben. Oder um es praktisch auszudrücken, gibt es das einen Süchtigen, der mehrmals täglich diese Podcasts konsumiert oder eine gute besuchte Seite verlinkt auf diese Podcasts.

Aber das interessiert mich weniger, das Feedback würde mich viel mehr freuen, wenn es denn welches gäbe. Noch viel schöner sind da die kleinen Erinnerungsperlen, von denen ich vorhin sprach, so z.B. als ich am 30.12. abends noch etwas unschlüssig im Flur stand und gefragt wurde, warum ich mich nicht hinlege und ich meinte, dass ich noch ein Schlaflied brauche und prompt das Lied vom weißen Neger Wumbaba zu Gehör bekam. Freunde, die einem Gute-Nacht-Lieder singen, was will man mehr?

War es das schon? Ich bin doch eben erst in meiner neuen Wohnung eingezogen, habe meine neue Arbeit angefangen und nun soll 2007 schon wieder Geschichte sein? Wenn auch das alte Jahr kalendarisch abgeschlossen ist, habe ich es psychisch noch nicht ganz abgeschlossen. Da fehlt noch eine Kleinigkeit. Aber die letzten Tage des alten Jahres haben mir ganz gut geholfen, alles etwas beiseite zu schieben.

Angefangen hat es mit der Blogverschwörung. Noch vor Weihnachten schrieb mich Frank (mit Blog) im Auftrag von Martina an, dass ich mich bei ihr melden soll – keine Ahnung worum es ging. Nachdem sie die Katze aus dem Sack ließ – ein Überraschungbesuch bei Dirk – wurden wir uns schnell über den Termin einig. Also packte ich am Morgen des 28.12. meine Sachen und begab mich auf den Weg Richtung Norden. Ich stieg in Bamberg bei trübem Wetter und -2°C ins Auto und als ich mich meinem Ziel näherte, machte ich (staubedingt) noch eine kleine Pause. Sonnig, 9°C – es war wie Frühling.

Als ich ankam, machte mir Martina die Tür auf, wir begrüßten uns und Dirk schaute mich aus dem Wohnzimmer an. Und er schaute weiter, ohne erstmal was zu sagen. Ich dachte: Erkennt er dich jetzt nicht? Ist die Überraschung geplatzt? Aber nein, die Überraschung stand deutlich in sein Gesicht geschrieben. Wir setzen uns ins Wohnzimmer und tranken erstmal Kaffee und quatschten. Später stieß dann noch Frank hinzu und so ließen wir den Abend ausklingen.

Den nächsten Tag fuhren wir ins CentrO, einem Einkaufszentrum der etwas größeren Sorte. Nach mehreren Stunden bummeln, fuhren wir wieder heim. Ich hätte nie geglaubt, dass es Bücher wie „Bestellungen beim Universum“ bzw. „Reklamationen beim Universum“ gibt. Normalerweise komme nur ich auf so einen Unsinn. Rückblickend kann ich nur sagen – ich hätte nicht gedacht, dass es tatsächlich funktioniert. Vielleicht sollte ich mal wieder schreiben, aber dazu ist mein Frustpegel noch nicht hoch genug. Zurück zum Überraschungsbesuch… Wir ließen uns auf die Couch fallen und für einen kurzen Moment fand ich das Betrachten meiner Augenlider von innen schöner. Nach dem Päuschen und einem Besuch beim Dönermann (einstimmig beschlossen) fuhren wir in den Duisburger Hafen in eine Cocktailbar. Es wurde Flirten garantiert, aber bei den Hühnern neben uns verging das einem ganz schnell.

So wurde es später Abend, wir genehmigten uns noch einen Absacker daheim und fielen dann ins Bett. Während des Frühstücks wurde beschlossen, dass ich das nächste Mal zur „Nacht der Museen“ wieder auf der Matte stehe. Anschließend ging es weiter nach Marburg. Der Weg war frei, ich genoss die Musik und flog dabei über die Autobahn. Es reichte nicht, ich war trotzdem der letzte, der in Marburg eintraf. Nach dem wir Kaffee getrunken hatten, gingen wir zu den wesentlichen Sachen über: Pokern. Thomas erklärte schnell die Regeln, wir begannen und schon wenige Stunden später waren wir mit dem ersten Spiel fertig. Warum denn nicht noch eins? Und noch ein kleines? Und eins zum Abschluss? Die Einsätze waren aber auch wirklich hoch: Wer als erster sein Spielgeld verloren hatte, machte den Abwasch…

Und plötzlich war zwischen Lachen, Quatschen, Spielen und Essen der Nachmittag des 31.12. herangerückt, die Gäste kamen (klingt jetzt doof, weil ich ja auch Gast war) und wenig später waren auch die von Alex gegrillten Steaks und Würste fertig. Später stand dann noch „Dinner for one“ auf dem Programm und im Anschluss spaltete sich die Truppe in Pokerspieler und „Nobodys perfect“-Spieler auf. Die „Eye Toy“-Minderheit wurde durch Platzmangel von den Pokerspielern assimiliert und wenige Augenblicke später war es Mitternacht. Ich glaube, es war neblig draußen oder wir waren das, ich kann das nicht so genau bestimmen. Nach dem Begrüßen des neuen Jahres ging es drinnen mit „Wer bin ich?“ weiter. Wie ich bereits im letzten Beitrag erwähnte, scheiterte ich kläglich an Al Capone, obwohl ich die Idee gut fand. Der Morgen nahte und erinnere mich nur noch an das Display meines MP3-Players, der mir verkündete, dass es nach 4:30 Uhr war, bevor ich einschlief…

Das von mir gesetzte Ziel, mit dem neuen Jahr das Rauchen einzustellen, konnte ich nicht ganz erfüllen, der Überschuss an Zigaretten langte noch ins neue Jahr hinein. Und so kam es, dass ich gestern Morgen die letzte Zigarette rauchte. Ich bitte, kleine Gereiztheiten in den nächsten Tage großzügig zu entschuldigen. Gesundes neues Jahr euch allen!