Ich will nicht sagen, dass ich meine alte Canon EOS 7D nicht mehr mag, aber sie ist mir zu schwer geworden. Außerdem dauert es mir einfach zu lange, wenn ich mal zoomen will, das Objektiv zu wechseln. Die Natur wartet nicht, bis man das Objekt aus dem Rucksack gekramt hat und es aufsetzt. Deswegen soll es eine Systemkamera werden, am besten mit einem sogenannten Reiseobjektiv, was ein großes Spektrum abdeckt. Ich bestellte mir die Sony Alpha ILCE-6000 mit einem Tamron 18-200mm III und probierte etwas herum.

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Lightroom 6 oder auch Lightroom CC ist vor ein paar Wochen erschienen. Seit einiger Zeit schlägt mir mein Lightroom 5.7 vor, doch mal die neue Version auszuprobieren. Ich habe es immer ein bisschen vor mir hergeschoben, weil ich auf der Webseite von Adobe keinen expliziten Link für Lightroom 6 gefunden habe, sondern nur für die CC-Version (d.h. für die Create Cloud, wo man ja eine monatliche Abo-Gebühr zahlt). Aber eins der neuen Features machte mich so neugierig, dass ich es heute mal ausprobiert habe: Das Zusammensetzen von Panoramabildern.

Man kommt bei der Installation von Lightroom nicht mehr um die Create Cloud herum, die will vorher installiert werden. Erster dicker Minuspunkt. Vorsichtshalber ließ ich das Lightroom 5.7 offen, weil ich wissen wollte, ob sich Lightroom CC parallel dazu installiert. Die Installationsroutine erkannte, dass Lightroom offen ist und bat mich, es zu schließen. Na gut. Das neue Lightroom ging auf und die erste Frage war: Auf neuen Katalog konvertieren? Kein Problem, der alte Katalog bleibt ja bestehen. Kaum war Lightroom gestartet wurde ich wieder gefragt: Willst du online gehen? Nein, möchte ich nicht. Ich stöberte etwas herum. Was bedeutet „Synchronisierung mit Lightroom mobile: Von“? Ich klickte auf das „Von“ – schon fing er an meine Bilder hochzuladen. Nächster fetter Minuspunkt.

Einer meiner großen Kritikpunkte an Lightroom 5 waren ja der automatische Weißabgleich und die automatische Tonwertkorrektur. Also ließ ich Lightroom CC mal über meine neu eingescannten Bilder laufen, wo am selben Morgen Lightroom 5 schon mal drüber gelaufen ist. Es änderte sich: nichts. Demzufolge sahen meine Bilder immer noch viel zu hell aus. Wäre hier etwas besser geworden, hätte ich sofort auf die neue Version umgestellt. Denn mit den neu eingescannten Bildern habe ich zum Weißabgleich keine Relation, d.h. im Lightroom tauchen sie mit einer Farbtemperatur von 6.500K auf, entsprechen aber realen 2.500K. Eigentlich logisch, da der Scanner keine Farbtemperatur in den Bildern hinterlegen kann. Das kann nur die Kamera selbst.

Kommen wir mal zu den erfreulichen Nachrichten: Das Stitchen der Bilder funktioniert exzellent. Ich hatte von der Weltreise einige Bilder von den Iguazu-Wasserfällen, wo das kostenlose Programm von Microsoft (der Microsoft Image Composite Editor) gescheitert ist. Durch Photoshop hat Adobe natürlich jahrelange Erfahrung mitgebracht und erstellt Panoramas, die dann als DNG (Digital Negative) neu zum Katalog hinzugefügt werden. Meine Befürchtung war schon, dass es ähnlich wie in Excel funktioniert, wenn man Zellen zusammenfügt. Man hat optisch nur eine Zelle, aber es verbergen sich mehrere dahinter. Aber so ist das Klasse gelöst.

Ich testete nur mal kurz die Gesichtserkennung an. Die Ergebnisse waren – gelinde gesagt – mager. Ich erhielt ein Grid von ca. 50 Gesichtern. Eine Gruppierung von gleichen Gesichtern wurde bereits vorgenommen. Bei den Bildern handelte es sich meistens um Frontalaufnahmen. Ich gab die Namen ein, bereits eingetippte Namen wurden automatisch vervollständigt. Endergebnis: 8 reale Personen.

Was mich noch ein bisschen wunderte war, dass das alte Icon von Lightroom 5 in der Taskleiste erhalten geblieben war. Ich klickte drauf und es ging mein altes Lightroom 5.7 auf und fragte mich: Möchtest du online gehen? Was sollte das bedeuten? Vielleicht erklärt sich das, wenn man einen Blick hinter die Kulissen wirft…

Sehen wir uns zum Abschluss mal die Geschäftsidee von Adobe an. Mit ihrer Creative Cloud versucht Adobe nun schon seit einigen Jahren die Leute von gekaufter Software auf gemietete Software umzustellen. Nach wie vor fällt dieser Geschäftsplan nicht auf fruchtbaren Boden. Und jetzt soll die letzte Bastion der Kaufprogramme fallen – Lightroom. Die Idee der Creative Cloud ist neben der Möglichkeit, seine Bilder online zu halten, dass man automatisch neue Programmfunktionen erhält und nicht immer Updates herunterladen muss. Ist also Lightroom CC ein besseres Lightroom 5.7 ein paar neuen Funktionsmodulen? Schon möglich. Aber für mich als Hobbyanwender kommt die Umstellung auf die Creative Cloud überhaupt nicht in Frage. Bei einer monatlichen Gebühr von ca. 12 Euro hätte ich nach sechs Monaten den Preis des Updates abgezahlt und würde ab dann nur noch drauflegen. Man versucht die Kunden mit dem Argument anzulocken, dass man jetzt auch auf seinem Tablet Bilder bearbeiten kann, aber ich habe schon auf unserem Netbook die Bilder nachbearbeitet. Das war für einen minimal professionellen Anspruch doch viel zu klein.

Fazit:

Pro:

  • Zusammensetzen der Bilder funktioniert wirklich gut

Kontra:

  • Creative Cloud muss vorher installiert werden (und damit wird man implizit schon auf die CC zwangsumgestellt)
  • Keine Transparenz welche Daten online gehen
  • Keine Verbesserung bei den Basisfunktionen

Nachtrag: Und noch eine kleine Hässlichkeit zum Schluss, wenn man Lightroom CC deinstallieren möchte. Durch die Umstellung auf die neue Katalogversion, werden die Previews in einen neuen Ordner umgezogen, d.h. mit Lightroom 5.7 fängt die alte Version erstmal an, alle Previews neu zu rendern.

Seit mittlerweile Ende Februar bin ich dabei meine analogen alten Negative mit dem Diascanner einzuscannen. Zeitlich bewegt sich das von 1997 bis 2007, d.h. 10 Jahre Bildmaterial, über 80 Filme, da ist von 12er bis 36er Filmen alles dabei. Zu Beginn habe ich konsequent von vorn angefangen, aber nach 10 Filmen wurde ich langsam echt depressiv. 1997 ist nun 18 Jahre her, man sah jünger aus, war ständig nur am Feiern (zumindest wenn es nach den Bildern geht) und hatte gute Laune. Also begann ich abwechselnd Bilder von vorn (d.h. älter) und hinten (d.h. neuer) zu scannen.

Das war schon besser, aber trotzdem sieht die Bilanz nach 3 Monaten ernüchternd aus. In Summe habe ich jetzt ca. 35 Filme eingescannt. Da ist noch kein Stück Nachbearbeitung gelaufen. Alte Filme einscannen kann auch kein Service sein, den man im Sinne eines Geschäfts anbieten kann. Selbst wenn ich Vollzeit scannen würde, käme ich auf ca. 4-5 Filme pro Tag. Um halbwegs rentabel zu arbeiten, sollten also 80 bis 100 Euro pro Tag zusammen kommen. Auf die Kosten des Scanners gerechnet, hätte sich ein potenzieller Kunde bei ca. 15 Filmen eher selbst einen Scanner zugelegt, statt mir einen Auftrag zu erteilen. Schlechtes Geschäftsmodell. Also wird es wohl doch darauf hinauslaufen, den Scanner nach Gebrauch weiter zu verkaufen. Oder es passiert, dass ich eine Einstellung im Programm finde, die mir einen gewaltigen Qualitätsvorsprung verschafft und ich beginne von vorn…

Als wir vor zwei Jahren in Namibia waren, begleitete meine Frau eine Lumix DMC-ZX3, die wir schon vor längerer Zeit für einen guten Preis geholt hatten. Nach dem Urlaub begann sie bei einigen Bildern einige dunkle Punkte bzw. Fusseln zu zeigen. Das wurde sehr schnell so schlimm, dass die Kamera nicht mehr mit in den Urlaub kam und wir eine neue kauften. Trotzdem behielten wir die Lumix, das sie ja schöne Bilder gemacht hatte. Als ich diese Woche die Fotokiste durchsuchte, fiel mir die Lumix wieder in die Hände und ich nahm mir vor, mal den Sensor zu reinigen.

Nach einigen Videos bei YouTube war mir klar, dass es eigentlich relativ einfach ist, an den Sensor der DMC-ZX3 heranzukommen und ich legte mir mein Werkzeug bereit:

  • 1mm Kreuzschlitz-Schraubendreher
  • Blasebalg mit Pinsel

Es beginnt sehr einfach. Zuerst die kleinen Schrauben links, unten und rechts lösen. Dabei beachten, dass auf der linken Seite (von der Rückseite aus betrachtet) beide Schrauben gelöst werden müssen, d.h. für die Vorder- und Rückseite. Eine Besonderheit fiel mir noch auf: Auf der rechten Seite, da wo die Handschlaufe befestigt wird, ist eine Schraube, die ca. 1mm länger ist wie die übrigen Gehäuseschrauben. Die also gesondert ablegen.

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Dann die Rückseite vorsichtig anheben, das Display ist mit Kabelsträngen mit dem Gerät verbunden. Nächste Aufgabe ist das Lösen des silbernen Bleches, dass jetzt zu sehen ist. Die drei Schrauben sind schnell gelöst, aber das Abheben des Bleches ist nicht einfach, denn das Blech ist ziemlich hakelig mit der Vorderseite verbunden (grüner Pfeil). Ich konnte es lösen, indem ich den Abstand von Innenleben und Gehäuse an dieser Stelle vergrößerte, dann lies es sich mit leichtem Rütteln lösen.

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Jetzt sind wir an der Stelle, wo wir schon den Sensor sehen können. Ab jetzt ist äußerste Vorsicht an den Tag zu legen, am besten schon jetzt mal anfangen, den Staub auszublasen, da sonst alles vielleicht noch schlimmer wird. Nur noch die drei Schrauben lösen und dann sind wir am Herz der Kamera angelangt.

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Jetzt kann man den mittleren Teil anheben und erhält so einen Blick auf den Sensor und die davor liegende Optik. Im ersten Versuch blies ich alles nur mit dem Blasebalg aus und schraubte wieder zu, nahm die Kamera in Betrieb und stellte fest, dass noch 3-4 Punkte zu sehen waren. Also zerlegte ich die Kamera erneut und reinigte den Sensor und die Optik vorsichtig mit dem Pinsel und blies nochmals alles aus. Wieder baute ich alles in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammen – jetzt war kein Dreck mehr zu sehen.

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Ich hatte ja schon seit unglaublich langer Zeit in meinem Hinterkopf, mir ein Teleskop zuzulegen. In den letzten Wochen habe ich dann jede Menge Zeit verbraucht, um mir klar zu werden, was ich eigentlich will. Wenn ich glaubte, ein Teleskop in meiner Preisklasse gefunden zu haben, gab es immer zwei Kriterien, die ich in den Rezensionen las: „Eine elektronische Nachführung ist teuer – bei dem Preis wurde an der Optik gespart. Gib lieber das Geld für eine gescheite Optik aus“ bzw. wenn ich eins gefunden hatte, wo die Optik stimmte, lass ich dann: „Die Halterung taugt nichts, pass auf wegen den Schwingungen, da muss ein ordentliches Stativ mit einer guten Halterung hin.“

Eigentlich lag mein Budget bei 300 Euro, aber die oben genannten Kriterien gaben mir zu denken. Nachdem ich mich jetzt belesen hatte und mein Teleskop daheim steht, weiß ich, dass meine Entscheidung richtig war. Für eine normale Beobachtung hätte ein geringeres Budget gereicht, aber bei mir war die Astrofotografie ein entscheidendes Kriterium! Ich wollte nicht nur durchschauen, sondern auch die gesehenen Objekte festhalten.

Kriterium 1: Das Teleskop. Hier ist für mich als Fotograf die Brennweite schon entscheidend gewesen. Für mich lag die gewünschte Brennweite jenseits der 1000mm. Weiterhin sehr wichtig ist die Öffnung des Teleskop. Logisch bei Nachtbeobachtungen: Je größer die Öffnung, desto mehr Licht fällt ein. Jetzt spielt noch der Teleskop-Typ eine Rolle: Refraktor, Newton, Dobson…? Alles eine Preisfrage, aber in Kombination mit den bereits genannten Kriterien landete ich bei einem Maksutov-Cassegrain Skywatcher Skymax mit 1500mm Brennweite, 127mm Öffnung.

Kriterium 2: Die Montierung. Natürlich hätte ich den Skymax ganz entspannt auf ganz normales Fotostativ schrauben können. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, muss ich herzhaft lachen. Denn eine gescheite Montierung ist die halbe Miete. Bei 1500mm Brennweite mit einem Okular von 10mm ist man bei einer 150-fachen Vergrößerung. Da muss einfach eine stabile Halterung her. Skywatcher bietet passende Montierungen mit an, die einem einfachen System folgen: EQ1 (einfachste Halterung mit Stativ, ca. 80-100 Euro) und das steigert sich bis EQ8 (hier ist man dann bei 4000 Euro). Die Kritiken sprachen davon, dass EQ2 auch schon zu wackelig sei, also wählte ich eine NEQ3, eine bessere EQ3-Montierung, ohne Nachführung.

Alles zusammengebaut kommt das Teleskop mit Montierung, Gegengewichten und Stativ auf ein Gesamtgewicht von ca. 15kg. Ist ja durchaus in Ordnung, schließlich will man so ein Teleskop nicht mit in den Urlaub nehmen. Ich baute alles auf, machte mich mit der Bedienung vertraut und konnte schon am ersten Abend einen erstaunlichen Blick auf Jupiter und seine Monde werfen. Da ich zufrieden war, bestellte ich nach: einen T2-Adapter für meine Canon und einen Teleskop-Adapter von 1,25″ auf T2.

Der Test: Ich ging auf den Balkon raus und visierte die gegenüber liegende Baumwipfelkette an. Entfernung so ca. 700m Luftlinie. Zum Vergleich machte ich zu Beginn mit einem normalen Objektiv ein Bild – Brennweite: 50mm.

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Kamera montiert über T2-Adapter direkt am Teleskop: Im Bild oben sieht man den kleinen Kreis. Dort wird uns jetzt unsere Reise führen. Natürlich hat das Teleskop nicht den Luxus einer automatischen Scharfstellung wie bei einem Objektiv. Hier ist viel Feingefühl angesagt. Ich schalte meine Canon in den Livebild-Modus, zoome und stelle so das Bild scharf. Der Nachteil – schon die kleinste Berührung am Teleskop lässt das Bild zittern als wäre ein Erdbeben im Gange. Ich bin froh, dass ich das Geld in eine ordentliche Montierung gesteckt habe. Nicht auszudenken, wenn ich die wackelige Konstruktion über mein Fotostativ gewählt hätte.

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Kamera montiert über den 1,25″ auf T2-Adapter: Der Adapter ist ca. 6cm lang und am Anfang erschloss sich mir nicht, wozu eine so lange Röhre gut sein soll. Als ich das Teil in den Händen hielt war es mir klar: Hier kann ein Okular eingeführt werden und mit der Feststellschraube fixiert werden. Trotzdem beließ ich es für den Test erstmal ohne zusätzliches Okular, weil allein die Länge der Röhre sich ja schon auf die Brennweite auswirkt. Außerdem hat die Fixierung mit den Stellschrauben über den 1,25″-Adapter den Vorteil, dass man die Kamera besser in eine waagerechte Position bringen kann. Ist der T2-Adapter direkt am Teleskop, hängt die Kamera unter Umständen schräg am Teleskop. Hat bei Astro-Beobachtungen natürlich keinen Effekt. Wo ist denn im Weltall „oben“?

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Kamera montiert über den 1,25″ auf T2-Adapter mit 10mm Okular: Jetzt sind wir in einem Bereich, der eigentlich nur für Beobachtungen Spaß macht. Hier ist mit Fotografieren entgültig Schluss. Wenn ich das Teleskop berühre, zittern die Äste im Bild über die Hälfte des gesamten Bildschirms. Außerdem geht ein leichter Wind. Selbst bei einer Belichtungszeit von 250ms ist hier nichts zu wollen, irgendwann muss ich akzeptieren, dass auch 700m Entfernung bedeutet: Luftlinie. Bei Beobachtungen im All muss man schließlich durch die gesamte Atmosphäre. Trockene, kalte Luft ist hier am besten – das Gegenteil ist bestens bekannt, das Flimmern der Luft über heißem Asphalt. Ein wenig schade finde ich, dass mein 25mm Okular nicht in den Adapter passt (zu lang), denn hier hätte man bestimmt noch schöne Ergebnisse erzielen können.

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Hin und wieder komme ich in der Verlegenheit, dass ich alte Bilder einscanne, weil eine Festivität wie Hochzeit o.ä. ansteht. Und da müssen alte Jugendsünden wieder zum Leben erweckt werden. Das hat in mir den Wunsch geweckt, die alten Negative einzuscannen. Dabei habe ich mir einige Fragen gestellt, um zu der Auswahl zu kommen, die ich jetzt getroffen haben…

Scanner leihen oder kaufen?

Ich habe mir die Preise bei diversen Portalen angesehen und stand vor der Frage: einen teuren Scanner mieten oder ein preiswertes Exemplar kaufen. Nachdem ich die Wochenpreise für Scanner gesehen habe und mir klar war, dass ich über 80 Filme einscannen will, dass das eine ziemlich lange Zeitspanne in Anspruch nehmen wird. Erkenntnis: Scanner kaufen (mit der Option ihn nach Verwendung zu verleihen oder zu verkaufen)

Welchen Scanner soll ich nehmen?

Die Frage impliziert schon die nächste – weil Hardware und Software im Bundle verkauft werden. Aber es gibt gewisse Erkenntnisse, die ich schon vorher wusste, so z.B. dass ein Flachbett-Scanner nicht in Frage kommt. Ich hatte bereits versucht Negative damit einzuscannen und die Qualität hat mich eher erschreckt, als in meiner Meinung bestärkt. Erkenntnis: kein Flachbett-Scanner

Worauf sollte man bei einem Dia-/Negativ-Scanner achten?

Was liest man bei einer Digitalkamera als erstes? Richtig, die Megapixel-Anzahl. Die Frage stellt sich bei einem 35-mm-Film nicht. Einscannen ist das mindeste, dass können selbst preiswerte Geräte für 50 Euro. Die Software übernimmt ja schon eine Menge Korrekturen, aber liefert die Hardware für Möglichkeiten? Nachdem ich mich etwas belesen hatte, bin ich zu folgenden Parametern gekommen:

  • 3600 dpi (entspricht gescannten Bildgröße von 5000 x 3000 Pixeln)
  • 48 Bit Farbtiefe kombiniert mit Mehrfachbelichtung (quasi das HDR des Einscannens)
  • Infrarot-Scan (bessere Kratzer-Erkennung)

Und welche Software dazu?

Die Frage musste ich mir bis ganz zum Schluss aufheben. Der von mir erworbene Plustek Opticfilm 8200i kommt mit der Software Silverfast 8 SE daher. Während meiner Recherche stolperte ich über verschiedene Meinungen. Als ich Rezensionen zu einem Canon-Scanner las, stieß ich immer wieder auf die Information, dass die mitgelieferte Software schlecht sei und man sollte doch besser auf Silverfast zurückgreifen. Wenn man die Bewertungen zum Opticfilm las, wurde angemerkt, dass Silverfast völlig überteuert ist und Vuescan die besseren Ergebnisse liefert. Also hatte ich Silverfast 8 SE schon daheim und glücklicherweise kommt Vuescan erstmal als kostenlose Testversion daher, damit man 30 Tage probieren kann.

Den Test zwischen Silverfast und Vuescan packe ich in einen extra Beitrag, sonst sprengt das hier den Rahmen…

Ich freue mich einerseits über die Besucher auf meinem Blog, die sich für meine Beiträge zur Fotografie interessieren, registriere aber gleichzeitig, dass sehr viele mit der automatischen Tonwertkorrektur und dem automatischen Weißabgleich unter Lightroom 5 Probleme haben. Ich kann nicht sagen, ob das schon im Lightroom 4 zu gravierend daneben ging, jedenfalls führte es in Lightroom 3 in den meisten Fällen zum Erfolg. Vielleicht ist auch der 2012er Prozess daran Schuld, ich weiß es nicht. Heute möchte ich einen anderen Weg zeigen, wie man mit Lightroom schnell seine Bilder bearbeiten kann, ohne auf die Automatiken zurückzugreifen. Das Stichwort lautet: Presets / Vorgaben. So bekommt man seine Bilder auch mit 2 Klicks in eine ansprechende Form.

1. Schritt: Vorüberlegungen

Wichtig bei den Vorgaben zu wissen ist, dass fast alle Einstellungen, die man im Modul „Entwicklung“ treffen kann, als Vorgabe ablegen kann. Dabei ist es möglich einzelne Einstellungen wie Farbtemperatur, Kontrast oder Helligkeit in einem Preset abzulegen, aber auch die Kombination. Bei mir haben sich drei Gruppen von Vorgaben gebildet, die mir mittlerweile das Leben extrem erleichtert haben.

  1. Farbtemperatur: Die Farbtemperaturen von 3500K bis 7500K in 500K-Schritten.
  2. Ambiente: Hier werden Einstellungen zu Kontrast, Lichter, Tiefen, Weiß und Schwarz zu sprechenden Namen zusammengefasst, wie „Museum“, „Regen“ oder „Sonne & Schatten“.
  3. Studiopresets: Diese Vorgaben umfassen alles – Farbtemperatur, Kontrast, bis hin zur Rauschreduzierung. Verwendet wird sie, wenn ich die Kamera in einer konstanten Umgebung verwende, d.h. Belichtung und Farbtemperatur sind dann immer gleich.

2. Schritt: Presets / Vorgaben festlegen

prinzipvorgaben

Hier muss man erstmal etwas Zeit investieren, aber die hat man im Handumdrehen wieder rein. Alles spielt sich im Modul „Entwicklung“ ab. Ich möchte den gesamten Prozess am Beispiel eines Bildes vom Picadilly Circus demonstrieren, d.h. London bei Wolken/Regen. Wir haben sehr diffuses Licht, d.h. wenn man Gebäude mit Himmel fotografiert, ist der Himmel überbelichtet, oder die Gebäude schwarz. Da hilft nur das Aufhellen dunkler Stellen und das Dämpfen heller Stellen. In dem konkreten Fall habe ich den Kontrast auf -20 gestellt, Lichter auf -50, Tiefen auf +75, Weiß auf +50 und Schwarz auf +40. Das sollen die Werte sein, die ich jetzt als Vorgabe für mein Preset „Regen“ hinterlegen möchte. Dazu klickt man auf das kleine „+“ rechts neben Vorgaben, die man auf der linken Seite von Lightroom findet.

neuevorgabe

Es öffnet sich ein Dialog, der im Großen und Ganzen an das Kopieren von Einstellungen erinnert. Hier ist jetzt Vorsicht geboten – ein Haken zu viel oder zu wenig und schon macht man sich mehr Arbeit, als man ohnehin schon damit hätte. Ich habe jetzt die Haken bei „Kontrast“, „Lichter“, „Tiefen“ usw. gesetzt, also alles im Bereich „Basis-Tonwert“ bis auf die Belichtung. Oben als Bezeichnung noch „Regen“ eingeben und das sollte es schon fast gewesen sein. General sollten alle anderen Haken (bis auf die Prozessversion) entfernt sein.

Es empfiehlt sich gleich einen eigenen Ordner für seine Vorgaben anzulegen, z.B. wie oben beschrieben „Ambiente“ oder „Farbtemperatur“. Kleine Gemeinheit von Lightroom ist, dass die Ordner für Vorgaben nur alphabetisch sortiert angezeigt werden, d.h. um seine Presets immer dicht bei einander zu haben, sollte man ein Kürzel vor die Ordnerbezeichnung setzen, sonst scrollt man ständig in den Vorgaben herum.

3. Schritt: Presets / Vorgaben anwenden

vorgabenanwendenJetzt kommt die Stelle, wo sich die Bemühungen auszahlen. Um jetzt schnell zum gewünschten Effekt zu kommen, geht man mit der Maus über die Presets und sieht schon oben im Vorschaufenster, wie sich das Bild an die Vorgabe anpasst. Hat man die gewünschte Einstellung gefunden, auf die Vorgabe klicken und schon ist das Bild fertig. Gibt es kein Preset, welches den gewünschten Effekt bringt, fehlt wohl noch eine Vorgabe.

Ich habe bei mir neben den Farbtemperaturen sechs Vorgaben für das Ambiente hinterlegt, mit denen ich 95% meiner Fotos abdecken kann. Der Rest wird dann von Hand korrigiert, da lege ich auch keine neuen Presets an, denn schließlich ging es mir darum, dass ich die Funktionalität die früher der automatische Weißabgleich und die automatische Tonwertkorrektur mit sich gebracht haben, jetzt selbst in der Hand habe.

In unserem letzten Urlaub habe ich das erste Mal versucht, mit Hilfe eines GPS-Loggers meine Fotos in Lightroom zu taggen. Die notwendige Vorbereitung hatte ich getroffen: Uhr des GPS-Loggers und Uhr der Kamera waren synchronisiert. Also zeichnete ich eine ganze Woche lang Tracks auf und als wir zurück kehrten, importierte ich die RAW-Bilder von meiner EOS 7D (hätte ich ein Jahr gewartet, dann hätte ich mir die 6D gekauft, die integriertes GPS hat) und lud die Daten von meinem Holux M-241 herunter. Das von Holux mitgelieferte Tool ermöglicht auch das Umwandeln des internen Formats in das vom Lightroom akzeptierte GPX-Format. Und schon hatte ich zwei Probleme am Hals.

1. Lightroom importierte die GPX-Daten nicht. Ich erhielt immer wieder die Meldung „Fehler beim Laden des Tracklog“. Ich probierte mehrere Webseiten, die GPX-Tracks darstellen konnten und keine hatte ein Problem damit. Also machte ich mich schlau… Lightroom 5 unterstützt offensichtlich vom dem GPX-Standard V1.1 nur die Tracks, nicht die Routen. Und genau die Routen liefert das Konvertierungstool von Holux. Zu Beginn kommen die ganze Wegpunkte und dann folgt die Route. Das sieht ungefähr so aus:

<rte>
 <name>Route</name>
 <rtept lat="35.679241" lon="51.412277">
  <time>2014-08-10T05:16:12Z</time>
  <ele>724.81</ele>
  <speed>8.38</speed>
  <name>Point 0</name>
 </rtept>
 ... (weitere Routenpunkte)
</rte>

Ich versuchte es per GPS-Babel zu konvertieren, aber das Tool blieb mir jegliche Antwort schuldig, sondern gab nur Fehler aus. Bevor ich also weitere Software installierte, die keine Ergebnisse liefert, suchte ich nach einer Webseite, die GPX-Daten konvertiert und stieß auf den GPS-Visualizer. Dort konnte man GPX- oder KML-Daten hochladen und erhielt wiederum GPX-Daten. Die dadurch erzeugte Datei konnte ich problemlos im Lightroom importieren und jetzt wurde mich auch klar, dass es an dem Unterschied zwischen Tracks und Routen liegt, denn Tracks sind im GPX-XML folgendermaßen aufgebaut:

<trk>
 <name>Route</name>
 <trkseg>
  <trkpt lat="35.679241" lon="51.412277">
  <ele>724.81</ele>
  <time>2014-08-10T05:16:12Z</time>
  <speed>8.38</speed>
  </trkpt>
  ... weitere Trackpoints
 </trkseq>
</trk>

Nachdem ich auch die Ursache kannte, warum der Import schief läuft, hätte ich auch sofort den Eintrag im Forum bei Adobe gefunden. Die dort als korrekt angegebene Antwort funktioniert zwar, aber ist nicht richtig. Erst wenn man etwas weiter runterliest, sieht man dass beim GPX zwischen Tracks und Routes unterschieden wird und Lightroom nur Tracks unterstützt.

Hätte ich das im Vorfeld gewusst, hätte ich die Anpassung auch per Suchen & Ersetzen vorgenommen. Aber damit hörte der Spaß nicht auf. Ab dieser Stelle weiß ich nicht, wem ich die Schuld geben soll: Lightroom, Canon oder Holux, denn die Zuordnung zwischen den GPS-Daten und der Kamera passte nicht zusammen, obwohl ich beide Uhren auf die gleiche Zeit eingestellt hatte. GPS verwendet als Zeit die UTC (koordinierte Weltzeit). Meine Kamera hatte ich auf Standort „London“ und Sommerzeit auf „Aus“ gestellt, denn die Greenwich Meantime (GMT) ohne Sommerzeit entspricht bis auf eine kleine Differenz von 0,9 Sekunden der UTC. Das Ergebnis nach dem Import war, dass die Zeit der Aufnahmen in den Metadaten der Bilder exakt zwei Stunden zu spät war.

Lightroom unterstützt auf einfache Weise das Verschieben in eine andere Zeitzone, also konnte ich das schnell beheben. Das klingt jetzt alles sehr einfach, aber nach ca. 10 Importversuchen ist man es schon fast leid, die GPS-Daten zuordnen zu wollen, denn ich stoße immer wieder auf einen Bug, der mit immer wieder über den Weg läuft: Ich markiere eine bestimmte Anzahl von Bildern, z.B. 100 Stück, führe eine Operation darauf aus, wie z.B. die Zeitverschiebung, aber nur bei den ersten Bildern wird diese Aktion ausgeführt. Also fängt man wieder von vorn an… und das nervt gewaltig.

Ufos im Garten

Schon seit einiger Zeit juckt es mir in den Fingern, mich mal an der Lichtmalerei zu versuchen. Gesehen hat das bestimmt schon mal jeder – Buchstaben, die mit einer Taschenlampe geschrieben wurden und magisch in der Luft zu schweben scheinen. Erste Gehversuche unternahm ich dieses Wochenende. Es fing alles damit an, dass ich bei mir im Büro die Kamera auf das Stativ stellte, auf Endlosbelichtung („Bulb“) wechselte und mit einer Taschenlampe Buchstaben in die Luft malte. Instinktiv erwischte ich gleich die richtige Blende, aber bei den späteren Experimenten merkte ich, dass es 1-2 Versuche braucht, bis man die perfekte Belichtung erzielt, sodass Hintergrund und Leuchtmittel angemessen hell erscheinen. Das kniffligste am Buchstaben malen ist die Tatsache, dass man spiegelverkehrt schreiben muss und den richtigen Abstand zwischen den Buchstaben erwischt.

Meine Testserie führte mich hinters Haus und ich band eine Stirnlampe an einen Strick und schwang sie herum. Mag für die Nachbarn komisch anmuten, aber ich glaube mittlerweile sind die meine Fotoexperimente (Mondfotografie, Zeitraffer) gewöhnt. Ich machte 2-3 Aufnahmen, bis ich halbwegs zufrieden war. Aber es noch nicht ganz das, wo ich damit hin will. Es wirkt noch nicht perfekt und gerade das Ausschalten der Lampe, wenn man aufhört zu schwingen, führt zu unangenehmen Schwenkern. Aber das lässt sich einfach lösen – jemand anders hört auf zu belichten, während man noch schwingt. Bliebe nur noch das Problem der Farbe…

Ich nutze für die Erstellung von Panoramas Microsoft ICE (Image Composition Editor). Ein einfach zu bedienendes Werkzeug, wenn man ihm die richtigen Bilder vorsetzt. Ich hatte schon öfters Probleme, dass an den Überschneidungen der Bilder zu Helligkeitsunterschieden kam oder der ICE der Meinung war, dass die Bilder nicht zusammen passen. Also hab ich mir so gedacht, dass es doch sinnvoll ist, mehr Zeit in den Prozess vorher zu investieren, bevor ich mich im Nachhinein über ein schlechtes Panorama ärgere.

  1. Vorbereitung: Ich muss sowieso erstmal durch alle Bilder durch, um sie zu bearbeiten. Stelle ich fest, dass ein Bild zu einem Panorama gehört, setze ich einen entsprechenden Tag. Anschließend lasse ich den Standardprozess darüber laufen (Automatischer Weißabgleich, automatische Tonwertkorrektur) – mehr nicht.
  2. Selektion: Bin ich mit allen Bildern fertig, filtere ich die Panoramas heraus und setze ein Farbtag für die Bilder, die zu einem Panorama gehören. Danach passe ich den Filter entsprechend an, dass ich nur die Bilder des einen Panoramas sehe.
  3. Farbtemperatur: Jetzt ist ein bisschen Intuition gefragt. Ich wechsle auf die Entwicklungsseite und setze die Farbtemperatur (5.500K bei Licht und 5.900K bei Schatten nehme ich als Richtwerte, Sonnenauf- und untergang können auch schon mal über die 7.000 gehen. Bei künstlichem Licht liegt man zwischen 2.800K und 3.000K nicht schlecht).
  4. Kontrast: Die Auswahl des Kontrasts hängt immer ein bisschen davon ab, wie viel Licht und Schatten in den Bildern vorhanden ist. Je mehr Schatten, desto weniger Kontrast.
  5. Initialisierung: Alle weiteren Schalter (Tönung, Belichtung, Lichter, Tiefen, Weiß, Schwarz) setze ich auf Null zurück.
  6. Belichtungskorrektur: Jetzt suche ich mir das hellste Bild aus und setze die Belichtung entsprechend, dass das Bild ansprechend aussieht.
  7. Anpassungsphase: Jetzt beginne ich zu arbeiten, wie ein Cartoonzeichner. Die vergleichen permanent den vorherigen Frame mit dem nächsten. Und genau das mache ich mit den restlichen Bildern. Ich suche ein markantes Objekt im Panorama, der in beiden Bildern vorhanden ist und stelle die Belichtung auf dem folgenden Bild so ein, dass es identisch mit dem aussieht, wo ich die Belichtung bereits korrigiert habe. So geht man alle Bilder des Panoramas durch.
  8. Feintuning: Jetzt sollten die Bilder des Panoramas komplett harmonisch wirken. Aber das kann man immer noch verbessern. Ich suche mir jetzt das hellste Bild und stelle die Schalter für Licht bzw. Weiß entsprechend ein. Auf dem dunkelsten Bild dem entsprechend die Tiefen bzw. den Wert für Schwarz. Die vier Werte im Kopf abspeichern! Und zum Abschluss durch alle Bilder des Panoramas gehen und die vier ermittelten Werte eintragen.
  9. Die Schritte 2 bis 8 gehe ich jetzt so lange durch, bis ich alle Panoramabilder fertig habe. Die werden dann exportiert und einzeln per Drag & Drop in den Microsoft ICE gezogen. Fertig!