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Beiträge verschlagwortet als “Weltreise”

Cape Canaveral – Das Tor zu den Sternen

Jan 0

Ein bisschen enttäuscht war ich schon. Kurz bevor wir nach Fort Lauderdale gingen, denn es wurde der Start des Mars Space Laboratory (MSL) aka "Curiosity" vom 25.11. auf den 26.11. verschoben. Aber in gewisser Weise war ich auch froh. Denn so waren die Startrampen in Cape Canaveral für die Tour nicht gesperrt und wir konnten "relativ" nah ran.

Durch den Black Friday Exzess in der Nacht zuvor hatten wir nur 4 Stunden geschlafen. Wir frühstückten schnell, verstauten unsere Taschen im Auto und fuhren Richtung Norden Richtung Cape Canaveral. Obwohl wir bis zu 70 Meilen pro Stunde fahren konnten, dauerte unsere Fahrt 3 Stunden. Es war kurz nach 13 Uhr, als wir ankamen.

[caption id="attachment_13275" align="alignnone" width="600"]Cape Canaveral, Nasa, Mondlandekapsel, Apollo Die Landekapsel der Apollo-Missionen[/caption]

Gleich nachdem wir auf dem Gelände waren, nahmen wir einen Bus, der in die Nähe der Startrampen fährt. Aus Filmen wie "Contact" kannte ich das Gebiet schon und es war überwältigend die riesige Montagehalle zu sehen und die Kiesspuren, die zu den Startrampen führen. Von einem Aussichtspunkt hatten wir die Möglichkeit auf die Startrampe der Apollomissionen zu schauen und natürlich auch auf die Abschussrampe, wo die Atlas V-Rakete auf ihren Start wartete.

Von da aus ging die Busfahrt weiter zu einer Halle, wo erst ein Film über die Apollo-Mission gezeigt wurde. Danach öffneten sich die Türen und es wurde der Blick auf die Konsolen der Apollo-8-Mission freigegeben. Dazu wurde der Start der Rakete simuliert, mit allen Sprachaufzeichnungen und inklusive wackelnder Scheiben. Anschließend ging es zu einer originalen Saturn-5-Rakete, der Basis aller Apollo-Missionen. Dort konnte man über den Rover bis zu den Raumanzügen alles bewundern, was bei den Apollo-Missionen zum Einsatz kam.

[caption id="attachment_13274" align="alignnone" width="600"]Raumfahrt, Nasa, Capa Canaveral Stück für Stück kann man hier die Technik der Apollo-Missionen bestaunen[/caption]

Nachdem wir die Rundfahrt beendet hatten, schlenderten wir noch über das Gelände und schauten uns alles an. Wir vermieden die Gebäude, denn die Klimaanlagen waren auf "tiefkühlen" gestellt und länger als 10 Minuten haben wir nicht ausgehalten. Das Hauptgelände ist wenig ergiebig und so liefen wir zurück zum Auto und fuhren zurück Richtung Fort Lauderdale.

Black Friday in der Sawgrass Mills Mall

Jan 0

Wir kommen aus Equador nach Florida. Nach dem anstrengenden Flug haben wir nichts anderes im Sinn, als noch am selben Abend am Black Friday in der Sawgrass Mills Mall teilzunehmen und bei dem Getümmel mitzumischen.

Canopy!

Jan 0

Nachdem wir eine Nacht in San Jose verbrachten, standen den nächsten Morgen kurz nach halb 6 Uhr auf, packten alles zusammen und ließen uns ein Taxi rufen. Wir mussten eine Viertelstunde warten, bis es uns gefunden hatten und dann rollte es in aller Gemütlichkeit Richtung Busbahnhof. Dabei wusste der Fahrer doch, dass wir 6.30 Uhr den Bus nach Monteverde nehmen wollten. Es wurde zur Punktlandung... schnell Tickets kaufen, noch was fürs Frühstück organisieren und dann ging es auch schon los.

Der Bus war von der ältesten Sorte, das Getriebe knirschte freundlich, wenn der Fahrer den ersten Gang einlegte und nach einer 5-stündigen Fahrt kamen wir in Monteverde an. Das Wetter hatte sich von sonnig zu Sprühregen verändert. Da es in Montoverde reichlich Unterkünfte gibt (verglichen mit der Ortsgröße), hatten wir nichts gebucht und suchten so auf eigene Faust. Letztendlich fanden wir mit "Vista al Golfo" eine schöne Unterkunft für 2 Nächte. Dort buchten wir auch gleich für den nächsten Morgen unsere Canopytour bei Selvatura.

Abends kam dann ein Sturm auf und ich fürchtete schon, dass wir die Tour absagen müssen. Ich hatte keine Lust bei Sturm an einem Stahlseil zu baumeln. Es stürmte die ganze Nacht lang und erst am Morgen beruhigte sich der Wind. Wir konnten also ungehindert losfahren. Pünktlich um 8 Uhr wurden wir von einem Minibus aufgesammelt und zum Selvatura Park gefahren. Dort ging alles sehr schnell - bezahlen und innerhalb von 5 Minuten hatten wir Helm, Handschuhe und Gurt angelegt bekommen. Danach ging es mit dem Minibus weiter zur ersten Station. Dort erfolgte eine kurze Einführung, wie man rollt und wie man bremst.

Die erste Strecke war kurz, aber ziemlich steil, sodass wir - unerfahren im Bremsen und noch nicht vertraut mit den Handzeichen der Guides - ziemlich an den Baum donnerten. Passiert ist nichts, aber der Schrecken war erstmal groß. Die nächsten 2-3 Strecken stellte sich dann das Gefühl für Strecke und Seil langsam ein, Angst hatten wir nie, die Sicherungsmaßnahmen sind sehr gut. Zwischendrin ging es einen Turm hoch - der Tarzan Swing. Wieder einfach mal loslassen und danach baumeln. Die letzte Strecke war die längste. 1000 Meter lang und diese Strecke muss man zu zweit machen, damit man ordentlich Schwung bekommt, um das andere Ende zu erreichen. Wir hatten für $70 das Kombopaket zusammen mit den Brücken gebucht, diese Wanderung (ca. 1 Stunde) ist schön im Dschungel, aber wer auf Tiere hofft, wird enttäuscht werden, hinter uns kreuzte mal eine Nasenbärenfamilie, aber ansonsten schien der Nebelwald unbewohnt und still.

Mittelamerika, die Zweite

Jan 0

So, endlich in Costa Rica, unser letztes Land in Mittelamerika. Aber aller Anfang ist schwer. Wir fanden uns wie gebucht um 11.30 Uhr am Wassertaxi an, was uns von Bocas del Toro wieder aufs Festland bringen sollte. Dort wurde uns mitgeteilt, dass ein Streik auf der Strecke nach Costa Rica ist und wir nicht vor 15 Uhr losfahren können. Ja freilich, meinten wir, am Samstag wird gestreikt. Der - wie soll ich eigentlich den Typ nennen, der da rumsteht und nichts macht, außer rumzutelefonieren... ich nenne ihn mal Taxivermittler - meinte, dass es trotzdem nicht geht, wir könnten entweder rüberfahren und mit dem Auto bis an den Stau fahren oder auf Bocas bleiben. Wir machten los.

Unsere primäre Angst war natürlich, dass kein Taxifahrer am anderen Ende wartete - dererlei Geschichten liest man viel im Internet, dass Leute eine Tour mit mehreren Streckenabschnitten buchen und irgendwann mitten in der Pampa ausgesetzt werden und niemand da ist und auch niemand kommt. Wir hatten Glück, der Fahrer Erick war schon da, wollte aber nicht losfahren. Das Ergebnis eines Telefonats war, dass der Chef gesagt hat, vor 15 Uhr fährt er nicht los. Meine Vermutung war, dass die Streikgeschichte natürlich erfunden war und wir eigentlich auf andere Gäste warten. Genau so kam es dann auch. Nach 3 Stunden warten, luden wir kurz vor 15 Uhr ein deutsches und ein spanisches Pärchen ein, die einen Tagesausflug auf Bocas gemacht hatten und fuhren los. Ab dem Punkt ging alles glatt. Wir wurden bis zur Grenze gefahren, dort wartete schon der Fahrer des costaricanischen Taxis, brachte uns über die Grenzbrücke und dann ging es bis Puerto Viejo. Und damit wieder eine Warnung für alle Reisenden: Die Casa Verde vermittelt die Überfahrt von Bocas del Toro nach Puerto Viejo für $25 über das Unternehmen "Panama Vida Natural", die wiederum Taxi 25 als Wassertaxi verwenden - lasst bloß die Finger davon, wenn ihr nicht 3 Stunden warten wollt oder erkundigt euch bei Taxi 25 vorher schon, ob es direkt weiter geht - angeblich rufen sie im Hostel an, aber wir waren bis 11 Uhr im Hostel und es passierte nichts. Auf der Hauptstraße gibt es ein Unternehmen (Caribe Shuttle), das für $30 den Transfer organisiert, was einen wesentlich seriöseren Eindruck macht.

Das regnerische Wetter wechselte wieder zu bewölkt mit blauen Stellen und wir ließen uns im Hostel Pagalú nieder. Für $24 findet man hier eine erstklassige Unterkunft (Doppelzimmer mit geteiltem Bad), alles ist sauber und wir waren happy. Wir liefen ein bißchen herum und fanden an der Strandstraße ein Restaurant, was relativ preiswert (ca. $9 pro Gericht) Fischgerichte servierte und dazu gab es Cuba Libre für $2 mit ordentlich Libre drin. Wir fanden es schade, schon am nächsten Tag abreisen zu müssen, aber schon am Morgen des nächsten Tages begann es zu regnen und von daher konnten wir die Abreise leicht verschmerzen.

Living la vida Bocas

Jan 0

Wisst ihr warum es in der Karibik so heiß ist? Dazu muss man sich nur an seine Jugend erinnern - die wirklich guten Partys. Da wo man im tiefsten Winter im T-Shirt hinging und nach einer halben Stunde schweißgebadet war. Und wenn man den Unabhängigkeitstag von der Provinz Bocas del Toro 8 Stunden lang feiert, eine Band trommelte nach der anderen. Was man im folgenden Video nicht sieht ist, dass der Boden von den Trommeln vibrierte. Es fällt dabei wirklich schwer, nicht euphorisch zu werden.

Aber wie war unsere Zeit auf Bocas eigentlich? Wir setzten morgens mit dem Boot über und sahen während der Fahrt den Sonnenaufgang. Nachdem wir uns Domizil - die Casa Verde - bezogen hatten, hörten wir, dass an dem Tag die Unabhängigkeitsfeier ist und seufzten... schon wieder eine Feier. Schon vormittags dockten große Fähren an und luden Hunderte von Menschen ab. Das konnte ja heiter werden. Kurz nach Mittag ging es los und wir waren dann doch gleich Feuer und Flamme. Wir liefen die Hauptstraße auf und ab, um jedem Zug zuzuhören. Manche Züge waren größer (bis ca. 30 Trommler), manche kleiner. Und so ging es bis abends um 22 Uhr, wo wir den letzten Zug sahen. Die meisten Gäste fuhren dann schon mit der Nachmittagsfähre zurück, sodass es schnell wieder ruhig wurde.

Der nächste Tag stand im Zeichen des Red Frog Beachs auf der Insel Bastimentos. Bocas del Toro ist ja eine Inselgruppe mit vielen Inseln, die sehr oft noch mit kleinen Mangroveninselchen umgeben sind. Die Hauptinsel ist Colón, wo sich unsere Unterkunft befand. Wir setzten mittags über, fuhren mit einem Pickup zum Strand und chillten den ganzen Nachmittag. Unglücklicherweise hatten wir kein Buch und keinen MP3-Player mit, weil wir ja eigentlich nicht allzu lang bleiben wollten.

Für unseren letzten Tag auf Bocas hatten wir einen Tagesausflug auf einem Katamaran gebucht. Wir fuhren zur Dolphin Bay, wo es vor Delphinen nur so wimmelte, leider waren andere Boote da, welche die Delphine fütterten und deswegen blieben sie unserem Boot fern. Danach ging es zu Mangroveninseln, wo es schöne Korallen gab. Ich vermied es ins Wasser zu gehen, weil ich mir bei San Blas die Zehen in den Taucherflossen aufgescheuert hatte. Aber an der zweiten Schnochelstelle konnte ich mich nicht zurückhalten und schwamm mit vielen bunten Fischen um die Wette.

Panama

Jan 0

Mittlerweile ist mir einiges klar geworden. Wer sich in Amerika von Norden nach Süden bewegt, wird wirklich von Cartagena begeistert sein. Was uns hier in Panama erwartete, konnte unsere Erlebnisse in Cartagena noch toppen.

The man in the mirror

Jan 0

Der Mann im Spiegel versucht immer noch ein wenig die Welt zu retten. Auch wenn der Kampf aussichtlos erscheint. Aber manchmal gibt es einfache Ideen, die zeigen, dass andere es auch versuchen bzw. zum Mitmachen animieren.

Wir waren heute im Supermarkt und wollten noch was zu Trinken für die Reise kaufen. Als wir an der Kasse standen, entdeckte ich eine kleine Pappkarte in der Form eines Fisches, die mich neugierig machte. Was sollte das? Mein Spanisch ist nicht so berühmt, aber es reichte aus, um auf den ersten Blick zu entdecken, dass die Karte 1.000 COP (=0,40 Euro) kostet und bei der Ernährung von hungernden Kindern hilft.

Ich war begeistert und wir kauften die Karte. Ein zweiter Blick verriet, dass in Kolumbien jedes 8. Kind unter 5 Jahren chronisch unterernährt ist und mit der Spende eine Organisation unterstützt wird, die dafür sorgt, dass diese Kinder nicht mehr hungern müssen. Ich mag die Idee: Einheimischen wird geholfen, man muss keine umständliche Überweisung ausfüllen oder regelmäßige Beiträge zahlen. Der Fisch kommt aufs Band, wird durch den Barcodesanner erfasst - fertig. Warum gibt es sowas bei uns nicht?

Cartagena – Kuba reloaded

Jan 0

Nach unserem Flug von Armenia nach Cartagena hatten wir einen warmen Empfang. Schon am Flughafen empfing uns mollige Wärme gemischt mit feuchter Seeluft. Also ließen wir uns schnell ins Hostel "Casa Viena" im Stadtteil Getsemani­ fahren und wie es dort aussah, mag ich gar nicht so richtig beschreiben.

Der Weg einer Tasse Kaffee

Jan 1

Mit dem Bus fuhren wir von Medellin nach Armenio und von da aus mit einem kleinen Bus noch bis nach Salento. Dort nisteten wir uns für 5 Tage im Hostel Tralala ein, das auch noch ein Jahr nach seiner Eröffnung einen sehr neuen Eindruck macht. Vom Hostel bekamen wir eine kleine Karte mit Dingen, die man in Salento machen kann. Erstes Ziel war die Kaffeeplantage von Don Elias. Auf den ersten Blick fragt man sich, wo man hier gelandet ist, aber während der Führung erscheint das nur oberflächlich.

Der Weg des Kaffees beginnt bei den Setzlingen. Je nach Witterung werden sie bis zu 3 Monaten mit den Wurzeln in Plastiktüten gehalten, dann kommen sie auf die richtige Plantage. Dort müssen sie 1-2 Jahre warten, bis die ersten Blüten entstehen. Aus den Blüten werden dann grüne Früchte, die je nach Sorte Orange oder Rot (bei Arabica-Kaffee) werden. Jeder Strauch ergibt ungefähr 4-5 Kilogramm Früchte pro Saison. Nach der Ernte werden die "Kerne" von den Früchten getrennt. Wenn man jetzt an einer Bohne schmeckt, ist sie sehr süß. Deswegen werden sie vor dem Trocknen mehrfach gewaschen, da sonst Fäulnis einsetzt. Das Trocknen der Bohnen kann bis zu einem Monat dauern, da es in der Region um Salento sehr feucht ist und häufig regnet.

Der Prozess, der danach folgt, ist unterschiedlich - entweder verkaufen die Bauern die getrockneten Bohnen weiter oder bereiten sie selbst auf. Mir war neu, dass der Kaffee nicht aus der getrockneten Bohne gemacht wird, sondern die Bohne noch einmal geschält werden muss, damit die eigentliche Kaffeebohne zum Vorschein kommt. Und nach dem Rösten kommt das Übliche: Mahlen, Aufgießen, fertig. Für uns wurden frisch geröstete Bohnen gemahlen und gleich zu Kaffee verarbeitet und das Ergebnis war ein Genuss!

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Aber in Salento kann man nicht nur Kaffee genießen, es gibt auch die Möglichkeit zu wandern. Wir hofften jeden Morgen, dass das Wetter mal für einen Tag stabil bleiben würde und am letzten Tag wachten wir auf und es war strahlend blauer Himmel. Trotzdem liehen wir uns vom Hostel ein paar Gummistiefel aus, denn wir hatten gehört, dass es sehr matschig ist. Mit dem Jeep fuhren wir ca. eine halbe Stunde ins Cocora-Tal und dann ging die Wanderung durch das Tal los. Anfangs wichen wir den Schlammpfützen noch aus, später wechselten wir dann die Schuhe und liefen mitten durch den Matsch. Nach einer Stunde begann der "Cloud forest", ein Dschungel. Dort liefen wir eine Stunde steil bergan, bis wir nahe am Gipfel waren, wo die Station "La Montagna" liegt. Eine kurze Pause, ich wechselte wieder auf normales Schuhwerk und dann ging es wieder zurück ins Tal. Anfangs liefen wir in den Wolken, später hatten wir einen tollen Blick ins Tal. Wir mussten uns zum Schluss beeilen, weil wir sonst nicht mehr den Jeep zurück nach Salento bekommen hätten, denn der nächste wäre erst 1,5 Stunden später gegangen.