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Ein drittes Mal Kuala Lumpur

Jan 0
geschätzte Lesedauer: 5 Minuten

Wir haben eine Woche in Malaysia. Zum dritten Mal sind wir jetzt in Kuala Lumpur. Das letzte Mal war vor 6 Jahren und die Stadt entwickelt sich unglaublich schnell.

Nachdem wir nun einen Tag zu spät angekommen sind, müssen wir umplanen. Denn wir wollten die ersten Tage in Kuala Lumpur verbringen, um ein bisschen herumzulaufen und natürlich um in Urlaubsmodus zu schalten. Und wenn jetzt aus den zwei Nächten nur noch eine Nacht wird, baut sich schon wieder mehr Stress auf.

Bevor ich auf den Ablauf eingehe, muss ich noch zwei Sachen im Vorfeld erwähnen. Wir beide haben ein Konto bei Revolut, das sich in den letzten Jahren extrem bezahlt gemacht hat. Man kann virtuelle Kreditkarten anlegen, problemlos Geld an andere schicken, Tagesgeld, Brokerage und Wero wird auch schon unterstützt. Außerdem kann man eSIMs kaufen, die dann z.B. für Malaysia für 3GB für 30 Tage ungefähr 10 Euro kosten. Und damit bewegt man sich im Netz wie daheim.

Ein Bach fließt durch die Mitte von Kuala Lumpur
Kuala bedeutet Bach, die Einheimischen nennen ihn River of life – Fluss des Lebens

Das ist Voraussetzung, dass wir Grab nutzen können. Grab ist Uber in Asien. Und so kommen wir auch vom Flughafen zum Hotel. Wir zahlen für die Strecke von ca. 30km 70 Malaysische Ringgit, was 14 Euro sind.

Nach dem Checkin im Santa Grand Signature nehmen wir den Fahrstuhl und fahren wir auf die Dachterrasse und schauen uns die Petronas-Towers bei Nacht an. Das Hotel liegt direkt neben dem KL Tower, der in unser Schlafzimmer blinkt.

Schon am nächsten Morgen beginnen wir den Nachteil des Hotels zu spüren. Es gibt 20 Stockwerke und morgens pendeln alle zwischen 3. Stock (Frühstück) und ihren Etagen hin und her. Jedes Mal warten wir 2-3 Minuten bis der Aufzug da ist. Das Frühstücksangebot ist riesig und für alle Geschmäcker etwas dabei. Aber im Detail fehlt es immer ein wenig. Nach dem Frühstück gehen wir zu einem nahe gelegenen 103 Coffee. Hier sitzen die mehrfachen Weltmeister für Kaffeekunst. Ich bekomme ein Häschen in meinen Kaffee gezaubert.

Kaffeekunst in Perfektion - ein Hase zieht meinen Kaffee
Fast zu schade zum Trinken

Danach laufen wir entlang des Baches ins Zentrum. Wir kommen an der Jamek Moschee vorbei, laufen über den Merdeka Platz. Leider wird das Sultan Abdul Samad Gebäude gerade saniert und ist komplett verhüllt. Danach laufen wir zurück zum Hotel und unterwegs essen wir Mittag. Es gibt Nasi Lemak. Wir entscheiden uns für die vegetarische Variante mit Gurken, gekochtem Ei, Spiegelei, Erdnüssen und natürlich Sambal. Es ist hervorragend!

Gegen 15 Uhr sind wir zurück im Hotel, gehen noch mal auf die Dachterrasse und schauen uns alle bei Tageslicht an. Danach geht es zurück aufs Zimmer. Der Jetlag sitzt in den Knochen und die Umstellung von 14°C auf 34°C fordert auch ihren Tribut. Wir duschen und ziehen uns um, denn abends geht es ins Vertigo. Das ist eine Bar im obersten Stockwerk des Banyan Tree Hotels.

Ausblick vom Vertigo auf die Skyline von Kuala Lumpur bei Nacht
Vom Vertigo hat man einen tollen Blick auf die Skyline und das Nachtleben

Nachdem was wir heute gesehen haben, sind die Preise entsprechend der Höhe des Gebäudes. Ich bestelle mir einen Teller mit Nachos und Dip für 88 Ringgit (sind ungefähr 17,50 Euro). Getränke und Cocktailpreise in ähnlicher Größenordnung. Für solche Preise erwartet man schon ein gewisses Flair, aber alles sieht ziemlich abgenutzt aus und die Bedienung lässt uns regelmäßig warten, obwohl noch kein Hochbetrieb ist.

Dafür ist der Ausblick von hier oben phantastisch. Wir bleiben bis ca. 19.30 Uhr. Dann ist es schon Nacht und wir machen noch ein paar Aufnahmen von oben. Anschließend laufen wir zu den Petronas Towers. Am Fuße des Gebäudes ist ein Springbrunnen, wo 20 Uhr zu Musik Wasserspiele mit Lichteffekten gezeigt werden. Einige Leute sind übermütig und gehen direkt an den Rand um klatschnass gespritzt zu werden. Danach nehmen wir einen Grab zurück zum Hotel. Und fragen uns anschließend, was aus uns geworden ist, dass wir nicht mal den 1 Kilometer laufen wollten.

Die Petronas Towers bei Nacht, im Vordergrund bunt beleuchtete Wasserspiele
Fontänen und im Hintergrund die Petronas Towers

Nachdem die erste Nacht mit Schlafen hervorragend geklappt hat, können wir beide schlecht schlafen. Wir stehen 8 Uhr auf und könnten aber noch weiterschlafen. Nach dem Frühstück gibt es wieder Kaffee und wir nehmen einen Grab zum Botanischen Garten. In der Nähe ist ein Monument, was an die Befreiung Malaysias erinnert. Das nehmen wir auch noch mit.

Anschließend geht es eine Runde durch den Botanischen Garten. Was hier wild wächst, ist bei uns eine hochempfindliche Zimmerpflanze. Einige Sektionen überspringen wir, weil es gerade keine Blütezeit ist, aber z.B. die Orchideen sind sehr schön. Mittags sind wir wieder zurück, trinken einen Kaffee und essen ein Stück Kuchen. Neben dem 103 Coffee ist gleich eine Massage. Schon am Vortag haben wir dort einen Termin gebucht und jetzt sind wir wieder da. Die Entspannung tut gut.

Im Botanischen Garten von Kuala Lumpur: Eine Wasserfläche mit Springbrunnen, im Hintergrund Hochhäuser.
Mitten in der Großstadt liegt der Botanische Garten

Danach duschen wir uns und laufen nach Bukit Bintang. Dort gibt es eine lange Straße mit Street Food. Früher für Einheimische gedacht, ist es jetzt eine Touristenmeile. Obwohl wir uns Zeit lassen, sind wir schon 17 Uhr dort und keiner setzt sich hin. An einem Eckstand entdecken wir eine Spezialität der muslimischen Minderheit aus China. Sie nehmen Huhn oder Rind mit viel Zwiebel und Gewürzen, füllen das in Blätterteig, wickeln es zu einer Schnecke auf und drücken es anschließend platt. Sieht optisch aus wie unsere Streuselschnecken, nur herzhaft, weil sie auch noch in Öl gebacken werden. Zuerst teilen wir uns eine mit Huhn, um dann jeder noch eine weitere zu essen. Rind gewinnt.

Den Tag lassen wir auf dem Helipad ausklingen. Dort waren wir schon das letzte Mal. Auch diesmal gehören wir wieder mit zu den ersten, die hochfahren. Der Eintritt kostet 100 Ringgit pro Person (ca. 20 Euro), dafür sind zwei Getränke schon mit inklusive – Bier oder Cocktails. Das Wetter ist besser als am Vortrag und wir haben einen herrlichen Sonnenuntergang mit leuchtenden Wolken. Diesmal bleiben wir bis 20 Uhr, bevor wir gehen.

Eine Ratansitzgruppe auf dem Dach eines Wolkenkratzers in der Dämmerung
Helipad: Ein Hubschrauberlandeplatz ist jetzt eine Nachtbar

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