Penang ist unser letztes Ziel auf unserer Reise durch Malaysia. Hier wollen wir ein paar Tage entspannen und dann noch etwas das Stadtzentrum von Georgetown entdecken.
Halb 11 Uhr stehen wir dann am Bahnhof und warten auf den Zug, der uns nach Butterworth bringt. Wie in jedem ordentlichen Zug ist die Fahrkarte mit einer Platzreservierung verbunden. Wir machen es uns gemütlich, essen etwas und lassen die Landschaft an uns vorbeiziehen. Es ist wieder ein Schnellzug, der uns in 1,5 Stunden ans Ziel bringt.
Vom Bahnhof kommt man ziemlich einfach zur Fähre, die uns nach Penang bringt. In Georgetown angekommen, suchen wir einen Grab. Es dauert eine ganze Weile, bis sich ein Fahrer gefunden hat, der uns nach Batu Ferringhi ins Hard Rock Hotel bringt. Den Nachmittag chillen wir am Pool, denn der Strand ist nicht besonders gepflegt. Außerdem führen auf langen Molen die Abwässer ins Meer, sodass man hier auch keine Lust auf Strand hat.
Zum späten Nachmittag suchen wir eins der kleinen Restaurants an der Straße auf. Außerdem wollen wir eine Fußmassage. Wir bekommen einen Spezialpreis für Fuß- und Rückenmassage und sind zufrieden. Durch Zufall entdecken wir ein Schild für eine Darbietung der Firehunter. Wir sind neugierig und gehen am Abend hin. Das Feuer wird herumgewirbelt, gespien, verschluckt. Dazu pumpt Musik übersteuert aus einer Box und eine Sprecherin erinnert ständig daran, was für eine „Great performance by Firehunter“ das ist. Die Show ist toll, aber dieser Satz fängt nach der 20. Wiederholung an, penetrant zu werden.
Den nächsten Tag wiederholen wir das Programm vom Vortag noch einmal. Sonnen, Essen, Massage. Nur dass es am Abend beginnt zu regnen und wir es gerade rechtzeitig zurück schaffen, bevor es richtig schüttet. Trotzdem ist am nächsten Morgen wieder schönes Wetter. Wir gehen noch mal kurz in die Sonne, bevor wir nach Georgetown fahren. Grab versagt, kein Fahrer will freiwillig am Wochenende durch das Stadtzentrum fahren. Von der Rezeption des Hotels wird uns ein Taxi gerufen, das uns zu unserem Hotel bringt. Wir checken ein und machen uns auf die Suche nach einem Lokal. Wir enden bei einem japanischen Restaurant, was uns üppige Portionen serviert.
Der Charme von Georgetown offenbart sich nicht sofort. Wir laufen den ganzen Nachmittag durch die Altstadt. Georgetown lebt von den kleinen Läden und Lokalen, die sich in den unteren Etagen der alten Kolonialgebäude befinden. Teilweise so versteckt, dass man es ihnen nicht ansieht. Bis zum späten Abend laufen wir durch die Gassen und haben unser Programm eigentlich schon komplett abgespult. Jetzt haben wir noch einen ganzen Tag hier?
Tag zwei beginnt, wir finden ein Kaffee, was das gleiche Frühstück wie in Ipoh anbietet. Nicht ganz so gut, aber sehr lecker. Danach nehmen wir einen Grab, der uns zu den buddhistischen Tempeln fährt, die wir auf dem Weg zum Hard Rock Hotel gesehen haben. Dort verbringen wir echt viel Zeit, denn es sind zwei Tempelanlagen – eine burmesische und eine thailändische.
Den Weg zurück laufen wir und machen einen kleinen Halt für einen Kaffee. Schon am Vortag haben wir entdeckt, dass sich viele Cafés hinter viel Grünpflanzen verstecken. Eins ist uns davon besonders ins Auge gesprungen, den es gibt einen Schokokuchen mit Nüssen und Erdnussbutterfüllung. Es ist ein Café, wo wir einen französischen Inhaber vermuten, denn ich nehme einen Kouign Emily in Anspielung auf Kouign-amann das bretonische Teilchen aus Butter und Blätterteig.
Den Nachmittag haben wir uns für die Fahrt mit der Standseilbahn zum Bukit Bendera reserviert. Angeblich ist der Nachmittag besser, weil weniger Andrang ist. Der Ablauf ist dabei wichtig. Wenn man ein Ticket kauft, steht darauf eine Gruppennummer. Ein großes Display weist auf die aktuelle und die nächste Gruppe hin. Wir haben Glück und können sofort zur Bahn. Dort müssen wir ca. 10 Minuten warten, dann fahren wir.
Oben angekommen, sehen wir relativ schnell, dass wir uns jetzt schon die Tickets für die Rückfahrt sichern sollten. Boarding ist für Gruppe 46, vergeben wird für Gruppe 52. Faustregel: Pro Gruppe eine Viertelstunde. Natürlich geht das in Realität schneller, aber es war eine gute Entscheidung. Wir laufen eine knappe Stunde auf dem Berg herum und kommen rechtzeitig zum Boarding. Doch genau wir zwei passen nicht mehr in den Zug und vor uns wird zugemacht. Also warten…
Den Rest des Tages laufen wir noch etwas durch Georgetown. Danach heißt es Koffer packen, denn am nächsten Morgen startet unsere einwöchige Tour durch Indonesien.





