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Titikakasee

Jan 0
geschätzte Lesedauer: 3 Minuten

Unsere nächste Etappe bringt uns von Cuzco nach Puno. Dort besuchen besuchen wir wieder einige Inka-Stätten und machen Touren auf dem Titikakasee.

Wir werden am morgen halb 6 Uhr von lautem Fluchen aus dem Nachbarzimmer geweckt. Das Zimmer von Franzi und André steht 2cm unter Wasser. Da es abends kein Wasser gab, hatten sie den Wasserhahn offen gelassen. In der Nacht wurde das Wasser wieder aufgedreht und dann lief es die ganze Nacht. Wir halfen so gut wir konnten, die Sachen erst mal in Sicherheit zu bringen.

Trotzdem schafften wir es pünktlich zum Bus von Cuzco nach Puno. Wir hatten eine Fahrt mit mehreren Stops an „interessanten“ Orten gebucht. Tatsache war, dass es wieder Orte waren, die wie alle bisher gesehenen aussahen. Einzig interessant war noch die Inkastätte Raqchi, wo unser Guide aus dem Bus uns mit interessanten Fakten zum Thema Erdbebensicherheit und Wasserfestigkeit der Inkagebäude informierte. Nach Einbruch der Dunkelheit erreichten wir Puno, welches sich schon auf den ersten Blick als hässliche Stadt entpuppte.

Wir hatten zwei Zimmer in San Antionio Suite gebucht. Wir hatten Glück, die Inhaber holten uns am Busbahnhof ab und brachten uns zum Hotel. Wir liefen am Abend noch etwas durch die Stadt, es war ein großer Umzug zum Jahrestag der Universität im Gange. Aber es war kalt und wir hielten es nicht lange aus. Wir buchten noch eine Inseltour für den nächsten Morgen und gingen dann schlafen.

Seit wir auf über 3.500 Metern übernachten, haben wir Probleme mit dem Durchschlafen. Mitten in der Nacht wachen wir auf und sind putzmunter. Es fällt unwahrscheinlich schwer, wieder einzuschlafen und wenn, dann ist man am nächsten Morgen gerädert. Zu alledem kommt noch, dass ich mir beim Machu Picchu eine kleine Erkältung zugezogen habe, die mich zusätzlich schwächt.

Uro

Am nächsten Morgen beginnt unsere Tour auf dem Titikakasee. Wir fahren ca. eine halbe Stunde, bis wir Uro – die schwimmenden Inseln – erreichen. Die Einheimischen begrüßen uns mit einem freundlichen „Kamisaraki“, was auf Aymara „Wie geht’s“ bedeutet. Die passende Antwort bekommen wir schon im Vorfeld gelehrt – „Hualiki!“ Mit gemischten Gefühlen hören wir uns an, wie die Inseln aufgebaut sind, welche Bedeutung die Kleidung hat und wie gejagt wird. Wohl wissend, dass dieser Ort ausschließlich so existiert, weil Touristen ihn besuchen und nur deshalb die Tradition erhalten bleibt.

Nach einer weiteren Fahrt von 2,5 Stunden erreichen wir Taquile. Wir quälen uns den Berg hinauf, um bei einem spektakulären Blick auf den Titikakasee unser Mittagessen einzunehmen und anschließenden auf der anderen Seite der Insel wieder hinabzusteigen und eine 3-stündige Rückfahrt anzutreten.

Isla del Sol

Schon wieder früh aufstehen und den nächsten Bus nehmen. Nächstes Ziel: Copacabana in Bolivien. Der Grenzübergang nach Bolivien geht reibungslos von statten, keiner will unser Gepäck sehen und der Grenzbeamte schaut auf meinen Pass, lächelt und meint „Ah, Lukas Podolski!“ Mittags erreichen wir Copacabana, was in Bezug auf Puno keine Weiterentwicklung ist. Wir nehmen uns ein Hotel für 175 Bolivianos (=17,50 Euro) und entscheiden uns, nicht länger als nötig zu bleiben. Schnell buchen wir eine Halbtagestour zur Isla del Sol – der Geburtsstätte der Inkas. Übrigens haben die Inkas in der Form des Titikakasees einen Puma gesehen, weshalb Titikaka auf auf Quechua auch „großer Puma“ bedeutet.

Mit einem einfachen Boot werden wir 1,5 Stunden zur Isla del Sol gefahren und laufen dort 1,5 Stunden, ohne nennenswerte Artefakte der Inkas zu sehen. Aber für 15 Bolivianos (= 1,50 Euro) ist das leicht verschmerzbar, denn der Ausblick auf die Berge und den See ist schön. Auf dem Rückweg müssen wir Benzin sparen und fahren nur mit einem Motor und benötigen deshalb über 2 Stunden zurück. Angesichts mangelnder Auswahl entscheiden wir uns für Pizza als Abendessen und kehren dann ins Hotel zurück.

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