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Alternative Raumantriebe (Teil 1) – Warum?

Jan 2

Inspiriert von Osakas Kommentar auf meinen Eintrag über den Lichtbogenantrieb, dachte ich mir, dass ich mal eine ganze Serie über alternative Raumantriebe schreibe.

Wer die Pläne zur bemannten Mission zum Mars mal genauer angesehen hat, dem werden die Zahlen aufgefallen sein. Dieses Programm fängt bei den Kosten gar nicht erst mit Millionen an. Nein, das geht gleich in die Milliarden. In unserer materiell orientierten Welt ist also Hinderungsgrund für die schnelle Realisierung Nummer 1: die Kosten! Mit derzeitigen Antrieben rechnen Wissenschaftler mit ca. 10.000 Dollar pro Kilogramm, das ins All transportiert werden soll. Berechnungen gehen davon aus, dass jeder Mensch ungefähr 5.000 kg Material (Raumanzug, Verpflegung, Sicherheitssysteme etc.) verursacht. Deswegen wurde die letzten Jahre darauf verzichtet, Menschen auf Missionen ins All zu schicken.

Anfang diesen Jahres landete die Sonde Huygens auf dem Titan. Die Welt war erstaunt über die Bilder und Töne einer fremden Welt. An den Start dieser Mission kann sich kaum noch jemand erinnern. Im Oktober 1997 startete die Mission zum Titan. Nach etlichen Swing-by-Manövern, die der Sonde die nötige Geschwindigkeit verliehen haben, kam Cassini-Huygens im Juli 2004 beim Saturn an. Fast sieben Jahre hat die Sonde für diese Strecke benötigt, kaum auszudenken, welche Einflüsse und welchem psychologischen Druck die Astronauten ausgesetzt wären, wenn die Mission bemannt gewesen wäre. Demzufolge spielen auch die Reisedauer und Reisegeschwindigkeit eine große Rolle bei der Entwicklung alternativer Raumantriebe.

Daran anschließend kommt der letzte Punkt, den ich hier als Hintergrund anführen möchte. Cassini-Huygens benötigte 7 Jahre bis zum Saturn. Aber hinter dem Saturn hört der Weltraum nicht auf. Was ist, wenn es den Forschern gelingt, demnächst einen erdähnlichen Planeten zu entdecken, der meinetwegen 100 Lichtjahre entfernt ist? Selbst mit Lichtgeschwindigkeit würde die Mission über 200 Jahre benötigen. Die dabei auftretenden relativistischen Effekte lass ich jetzt mal außen vor. Und diese Missionen wären natürlich wichtig, um Theorien zu überprüfen. So zum Beispiel, ob sich tatsächlich im Zentrum der Milchstraße ein gigantisches schwarzes Loch befindet.

Der Kriegsgott ruft!

Jan 0

So unverständlich mir auch die Pläne von George W. Bush sind - einen Plan finde ich hochinteressant. Ein bemannter Flug zum Mars. Was natürlich zum Problem ausartet - die Reise. Die Astronauten werden allein 6-8 Monate unterwegs sein. Natürlich nur, wenn die Position zwischen Erde und Mars günstig ist, d.h. sie starten zu einem Zeitpunkt, wo der Abstand zwischen den beiden Planeten möglichst gering ist. Nachdem sie also auf dem Mars gelandet sind, heißt es auf den nächsten günstigen Zeitpunkt warten. Bei einer Umlaufdauer um die Sonne von 365 Tagen für die Erde und 687 Tagen für den Mars müßten die Astronauten ca. 12 bis 16 Monaten auf den Rückflug warten, was dann auch wieder 6-8 Monate dauert.

Deswegen wird bereits an alternativen Antrieben geforscht, so wie an der Universität Stuttgart im Institut für Raumfahrtsysteme. Hier werden Lichtbögenantriebe getestet. Zu den Lichtbögenantrieben gehören auch die sogenannten magnetoplasmadynamischen Triebwerke (MPD).

Beim thermischen Lichtbogenantrieb fließt zwischen Anode und Kathode ein elektrischer Strom durch den Lichtbogen. Im Bogeninneren - der "Seele" - wird der gasförmige Treibstoff auf bis zu 30.000 Grad Celsius aufgeheizt, dann in einer Düse "entspannt", um schließlich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 72.000 Kilometer pro Stunde auszutreten. Bei den MPD-Antrieben wird die Schubkraft dagegen mittels eines Magnetfeldes erzeugt, das den Treibstoff direkt beschleunigt. Bei Nutzung eines externen Magnetfeldes wurden bereits 144.000 Stundenkilometer erreicht.

Die Forscher rechnen bei Einsatz eines Lichtbogenantriebs mit der Hälfte der Flugzeit. Was das wirklich erstaunliche an diesem Antrieb ist: An der Uni Stuttgart werden derzeit kleine Triebwerke mit einem Leistungsniveau von 100 Kilowatt getestet. Diese Antriebe sind gerade mal 30 Zentimeter lang.

Spielkonsolen – TNG

Jan 0

Getaway 1Die letzten Tage überschlagen sich die Meldungen, welche die Neuigkeiten über die nächste Generation der Spielekonsolen betreffen (Gruß an Osaka, der immer den aktuellen Stand hat).

Getaway 2Jetzt wurde auf der Electronic Entertainment Expo (E3) viel spekuliert, was die Preise und die Erscheinungsdaten der neuen Geräte betreffen. Die XBox 360 wird zum Weihnachtsgeschäft dieses Jahr erwartet und soll etwa bei 300 Dollar (ca. 240 Euro) einsteigen. Ein halbes Jahr später soll dann die PS3 erscheinen - der Preis wird bei 50.000 Yen liegen (370 Euro). Wesentlich günstiger wird da Nintendos Revolution liegen - nämlich unterhalb von 200 Euro.

Wer noch mehr Hintergrundinformationen und Vergleiche sucht, was Leistung, Preis usw angeht, wird auch bei heise fündig.

Angesichts dieser Bilder ist der Preis das einzige, was mich an der PS3 abschreckt - und natürlich dass ich 'nen neuen Fernseher bräuchte :D

Schreib doch mal wieder!

Jan 0

IBM fordert seine Mitarbeiter zum bloggen auf. Finde ich einen guten Schritt, besonders weil sie in ihrem Namen sprechen dürfen. Inwiefern sie natürlich ihre wahre Meinung dort veröffentlichen dürfen, wage ich schon mal zu bezweifeln. Interessant ist auch, dass die Entwickler von Microsoft und Sun auch bloggen dürfen.

Schlagzeilen, die keine sind…

Jan 0

Sind die ca. 46.000 Frauen, die jährlich allein in Deutschland an Brustkrebs erkranken keine extra Meldung wert? Diese eine offensichtlich schon! Wer keine Lust hat zu klicken - Kylie Minogue hat Brustkrebs.

Ich wette, unter den 46.000 Frauen befinden sich garantiert einige, deren Erfolg (gemessen an der Arbeit) sich mit ihrem vergleichen läßt. Es dürften auch einige dabei sein, deren Aussehen mit ihrem standhält. Wozu dann die Nachricht? Ich weiß es nicht?

kurzer Nachtrag: Ich bin mir der Eigenironie des Beitrages durchaus bewußt!

Das ist die braune Welle…

Jan 0

Nicht nur, dass mein Postfach schon so vollgemüllt wird Werbung für generische Medikamente ;) - nein, jetzt macht sich auch noch Progaganda-Spam breit. Angestachelt von dem Mailwurm Sober.Q verbreitet sich jetzt Nazipropaganda, die mit Betreffs wie "Deutsche werden kuenftig beim Arzt abgezockt" oder "Graeberschaendung auf bundesdeutsche Anordnung" daherkommt.

Und bitte folgendes beachten: Die Absender sind nicht automatisch zu verdächtigen, ihr Rechner ist dann wahrscheinlich mit Sober infiziert! Deswegen => immer an die Updates denken!

Let your iPod rock

Jan 0

Soundtüftler werden begeistert sein - so bringt man seinen iPod an die Grenzen der Sounderzeugung: Erst steckt man ihn zusammen mit seinen Lieblingsklamotten in die Waschmaschine. Wie jedes elektrische Gerät wird er danach seinen Dienst verweigern. Und jetzt kommt die Stelle an der man mit den Sound tüfteln kann. Dazu benötigt man: einen Schraubenzieher. Aber Vorsicht ist angesagt - der Sound ist heiß ;)

Wer sich jetzt fragt, was ich denn hier schreibe - das ist die Realität. So passiert in Australien, wo Mama den iPod ihres Sohnemanns samt Jeans in die Waschmaschine steckte und er dann versuchte mit einem Schraubenzieher alles wieder hinzubekommen, worauf sich das Gerät mit einem Knall und einem Brandfleck verabschiedete.

Reise in Bildern

Jan 0

MyanmarGestern war ich bei einem Vortrag über das Land Myanmar, das zu Kolonialzeiten Burma oder auch Birma genannt wurde. Abgesehen von Bildern der schönen Landschaft und der unberührten Natur fand ich es auch sehr interessant mehr über der Menschen zu erfahren und vor allen Dingen, unter welchen Bedingungen sie leben.

Abgesehen von den großen Städten - kein Strom, kaum medizinische Versorgung. Naja und wohin die Notdurft erledigt wird, erzähl ich lieber nicht. Die Folgen sind in ihrer Tragweite für uns kaum nachvollziehbar. Auf Märkten wird zum Beispiel das Vieh lebend hingebracht, um dann dort geschlachtet zu werden. Kleiner Link nebenbei - im Nachbarland Laos wurde auf einem solchen Markt eine neue Gattung gefunden: Eine Mischung aus Ratte und Eichhörnchen. Auch unvorstellbar sind die Lebensbedingungen - Menschen wohnen in Zelten an den Ufern der Flüsse. Ich möchte hier nochmal betonen - sie WOHNEN in den Zelten! Und trotzdem wurde von dem Vortragenden immer wieder betont, wie freundlich und glücklich die Einwohner sind.

Abgesehen von dieser Armut beherbergt das Land für unsere Wertevorstellungen unglaubliche Reichtümer. In den Wäldern wird das von der Fahrzeugindustrie besonders begehrte Teakholz angebaut. Weiterhin steht in der Hauptstadt Rangun eine Pagode, die mit Goldplatten gepflastert ist, deren Gewicht auf 60 Tonnen geschätzt wird. Neben der Verzierung des Schirms mit unglaublich vielen Diamanten, Saphiren und Rubinen steht an der Spitze ein 76-karätiger Diamant.

Bildquelle: [Wikipedia]

Freitag, der 13.

Jan 0

Als ich heute früh auf meinen Wecker guckte, sah ich "FR, 13.05.". Und gestern versuchte auch noch das Fernsehen, dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Also hab ich selbst mal "recherchiert". Fazit: Woher der Aberglaube mit Freitag, dem 13. kommt, scheint keiner genau zu wissen. Aber beruhigend ist, dass die Medizin einen Begriff für die krankhafte Angst vor Freitag, dem 13. hat: Paraskavedekatriaphobia!

Bugfix notwendig

Jan 0

Zeitzeugen sind empört - ein Historiker, der über einen Vortrag über den Bombenangriff auf Dresden am 13./14. Februar 1945 hielt, speist ihre eigenen Erinnerungen an Tiefflugangriffe gelinde gesagt, als Unsinn ab. Seine Begründung: der Feuersturm hätte es den Fliegern unmöglich gemacht, so tief zu fliegen, geschweige denn, sie auch noch anzugreifen. Weiterhin sei aus den Logbüchern nichts zu erkennen.

Wie kommt es also? Kollektiver Wahnsinn? Nein! In diesem Artikel berichtet wird, neigt unser Gehirn dazu, nicht nur die Fakten abzuspeichern, sondern auch den Kontext, in dem sie wiederholt abgerufen wurden. Ein weiterer Fakt, wo uns unser Gehirn austrickst - Kindheitserinnerungen. Wie oft ist es denn schon passiert, dass wir uns an Sachverhalte "erinnern", nur weil uns unsere Eltern davon berichtet haben? Da unser autobiographisches Gedächtnissystem ist in dem Alter noch nicht richtig ausgeprägt und vermag somit nicht, eigene Erinnerungen von außen "Eingeflößten" zu trennen.