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Colonia del Sacramento – Ein friedlicher Ort

Jan 0
geschätzte Lesedauer: 2 Minuten

Nach der Osterinsel machen wir ein paar kleine Sprünge, um in die kleine Stadt Colonia del Sacramento zu kommen. Während es nicht empfohlen wird, als Tourist nachts spazieren zu gehen, ist es hier überhaupt kein Problem.

Unser Plan war es, von der Osterinsel nach Santiago de Chile zu fliegen, von dort aus nach Buenos Aires. Da setzen wir mit der Fähre über und fahren mit dem Buquebus nach Colonia del Sacramento. Doch schon im Vorfeld hatte die Fluggesellschaft unseren Flug verschoben und wir bekamen eine gratis Übernachtung in Santiago de Chile. Nach vielen Monaten endlich wieder einem richtigen Bett schlafen! Dafür mussten wir früh raus, flogen dann weiter nach Buenos Aires. Von da aus ging es planmäßig weiter.

Der Planet beschreibt Colonia del Sacramento als die Stadt mit dem gewissen Etwas, ohne genau zu bestimmen, was das gewisse Etwas überhaupt ist. Aber „Es“ würde die Menschen begeistern. Wenn man durch die Straßen von Colonia geht, gerade auch abends, kann man sich dem Zauber nicht entziehen. Es sind die auf Hochglanz polierten Oldtimer, die vor den Gaststätten stehen, die Ruhe und Friedlichkeit eines Küstenstädtchens, der Stil der Gebäude und die südländische Gelassenheit, die für „Es“ sorgen. Gerade der Gegensatz zum hektischen Buenos Aires beruhigt die Nerven noch ein wenig mehr.

Wir setzten am Abend über und fanden uns auf einer spärlich beleuchteten Straße wieder. Es war uns nicht geheuer – hier sollten wir langgehen? Aber die Sorge war unbegründet. Völlig unbehelligt kamen wir beim Hostel an, nahmen die beiden Betten im Dorm in Beschlag und machten einen Abendspaziergang. Bei Nacht wirkt Colonia noch ruhiger wie bei Tag und da es hier Winter ist, waren nur sehr wenige Menschen auf der Straße, man könnte auch das Wort „ausgestorben“ dafür verwenden.

Da unsere Fähre zurück nach Buenos Aires erst am nächsten Nachmittag fuhr, spazierten wir am folgenden Vormittag nochmal bei Tageslicht durch die Gassen. Was sich nachts gezeigt hatte, hielt auch bei Tageslicht stand. Aber einen großen Nachteil sollten wir bald entdecken: So schön Colonia auch ist, es gibt keine schönen Postkarten. Wir fanden dann in der Post ein paar halbwegs ansprechende. Zum krönenden Abschluss gab es dann noch eine Platte für zwei Personen. Man stelle sich ein Serviertablett vor, die unterste Schicht 5cm dick, zu einem Drittel mit Salaten, der Rest mit Pommes Frites gefüllt. Darauf tronen zwei riesige Steaks, auf denen sich gebratener Schinkenspeck, geschmolzener Käse und ein Spiegelei stapeln. Wir gaben uns größte Mühe, mussten aber angesichts der Menge resignieren.

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