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Kuba – Teil 1 (Havanna)

Jan 0
geschätzte Lesedauer: 3 Minuten

Unser Kubaurlaub war ein geschickte Zusammensetzung, die wir rundherum um unseren Flug bauten. Den Flug nach Havanna hatten wir gesehen, sofort gebucht und uns dann genauer informiert, was wir machen können. Statt alles selbst zu organisieren, brauchten wir zusätzlich die Unterstützung eines Reisebüros. Unser Plan kristallisierte sich in mehreren Sitzungen wie folgt heraus:

  1. Aufenthalt in Havanna für 2 Nächte
  2. Übergabe des Mietwagens im Hotel
  3. Rundreise durch Mitte / Westen Kuba mit Mietwagen (1 Woche)
  4. Abgabe des Mietwagens und Transfer nach Jibacoa
  5. Badeaufenthalt in Jibacao (1 Woche)
  6. Transfer nach Havanna
  7. Rückreise nach Havanna für 1 Nacht

    Wir starteten in Frankfurt, flogen über Paris und landeten zum frühen Abend in Havanna. Dort war es für mich ungewohnt heiß und ich war den ersten Abend überhaupt nicht zu gebrauchen. Wir liefen noch etwas durch Havanna und den nächsten Tag konnte es losgehen. Untergebracht waren wir im Hotel Plaza (*) im Herzen Havannas. Das Zimmer war dunkel, die Klima ließ etwas zu wünschen übrig, aber es war in Ordnung.

    Maidemonstration, Havanna, Kuba, Tanz
    So sieht Maidemonstration in Havanna aus

    Unser erster richtiger Tag war der 1. Mai und für uns mal Grund an einer sozialistischen Maikundgebung teilzunehmen. Wir standen zeitig auf und machten uns auf den Weg. Wie es sich herausstellte, sind wir aber trotzdem zu spät losgegangen, der richtige Start war schon um 6 Uhr früh und so konnten wir noch die letzten Züge miterleben. Die Stimmung war euphorisch, es hatte nahezu Volksfestcharakter und wir ließen uns gern mitreißen. Im Anschluss kamen dann die LKWs mit den Aufräumarbeitern und wir zogen weiter zur Eisdiele Coppelia. Für uns unerfahrene noch ein völlig überteuertes Vergnügen für minderwertigen Geschmack.

    Dann ging es vorbei an der amerikanischen Botschaft an der Küste entlang zurück ins Zentrum. Und dort tummelten wir uns noch in den Gassen, bis es abends anfing zu regnen. Als es etwas nachließ, gingen wir nochmal los, um etwas zu essen. Schlechteren Service hatte ich noch nie erlebt, wie an diesem Abend. Mein Essen kam eine halbe Stunde später und dann wurde mir noch der Tisch unter der Nase weggezogen, damit andere Gäste Platz nehmen konnten.

    Malecon, Havanna, Kuba
    Am Malecón – der Küstenstraße Havannas

    Der nächste Tag war im Prinzip der Auftakt der Rundreise. Wir hatten vereinbart, dass der Wagen uns im Hotel übergeben wird und wir auch alle Unterlagen im Hotel vorliegen. Als fragten wir schon am Vorabend sicherheitshalber an – nichts. Es begann mit einer merkwürdigen, wenn nicht gar unhöflichen Diskussion, dass wir doch genau wüssten, welche Hotels wir anzufahren haben und deshalb bräuchten wir doch keinen Plan. Nach zwei Telefonaten hatte die lokale Reiseleitung kapiert, dass es doch die Auswahl zwischen mehreren Hotels gab und sie versprach uns bis 9 Uhr am nächsten Tag, die Unterlagen nachzureichen. Der Herr vom Mietwagenverleih erklärte uns, dass es keine Probleme mit dem Mietwagen geben würde, er stände bereit.

    Um 9 Uhr war natürlich nichts da, also wieder angerufen – ja, sie würde die Unterlagen bis Mittag bringen und wir sollen doch dran denken, es wäre heute Feiertag und wir sollten dankbar sein, dass sie sich überhaupt auf den Weg macht. Da sich bis mittags nichts tat, bekamen wir den Hinweis, wir sollten schon mal ins nächste Hotel fahren. Also machten wir uns an die Übernahme des Mietwagens. Alles kein Problem – bitte zahlen sie: Kaution plus Versicherung, ach ja, und ich habe noch für 50 CUC Benzin getankt, das kommt dann noch dazu! Wie bitte? Versicherung war doch inklusive! Nein, da müssen sie sich irren, Versicherung ist immer außen vor. Zähneknirschend zahlten wir.

    Oldtimer, Havanna, Kuba
    Die gut erhaltenen Oldtimer werden ausschließlich für Touristen genutzt

    Der Tag war für uns gelaufen. Im nächsten Hotel angekommen fragten wir wegen den Unterlagen nach – nein, da ist noch nichts da. Völlig entnervt starteten wir einen letzten Versuch, den Tag zu retten – Salsakurs. Der klappte und die Lehrerin feuerte uns auch bei über 30°C immer wieder von neuem an. Gegen 16 Uhr waren dann auch endlich die Unterlagen da, die wir ansahen und schnell feststellten – gut, dass wir eine Karte mit hatten. Die Übernachtung war übel, denn wir waren direkt über der Küche und die Klimaanlage der Küche röhrte die ganze Nacht durch, aber ansonsten war das Hotel akzeptabel.

    (*) Der angegebene Link ist Teil des Affiliate-Programms bei booking.com. Meine Meinung wird davon nicht beeinflusst und ihr zahlt nichts extra.

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