Für einen Moment verwandelt sich Ulan Bator in Dresden, man springt kurz nach 8 Uhr ins Auto, fährt raus aufs Land und ca. 1 Stunde später steht man mitten in einem Nationalpark. Nur dass es nicht die Sächsische Schweiz ist, sondern der Terelj National Park.
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Von Ulan Bator aus buchen wir einen Trip, der uns 6 Tage durch die Gobi führen soll. Nachts schlafen wir in Jurten, tagsüber fahren wir mit einem alten Sowjet-Minibus und halten immer an, wenn wir möchten.
In Ulan Bator passiert nicht wirklich viel, weil die Stadt für uns mehr Ausgangspunkt für eine Reihe von mehrtägigen Ausflügen ist. Aber trotzdem erkunden wir das Stadtzentrum.
Nach unserer Odyssee mit der TransSib kommen wir in Irkutsk an, um von dort aus zum Baikalsee zu fahren. Anfänglich empfinden wir die Entscheidung als Qual, doch als das Wetter besser wird, sind wir begeistert.
Unsere Reise mit der TransSib von St. Petersburg nach Irkutsk war eine Mischung aus Langeweile und Katastrophe. Zum einen passiert schon so nicht viel, aber wenn es einen Unfall auf der Strecke gibt, wird es zur endlosen Reise.
Wenn man Moskau mit St. Petersburg vergleicht, dann wäre Moskau ein altes Mütterchen und St. Petersburg die große, strahlende Diva.
Wenn man an Moskau denkt, hat man diverse Vorstellungen. Mir fallen da alte russische Märchen ein, Zaren, russische Zeichentrickfilme und wenn man an die heutige Zeit denkt, organisierte Kriminalität, Alkohol und Verfall. Auch hört man, dass der McDonalds in Moskau bewacht wird.
Kinders, ihr könnt euch garnicht vorstellen, wie das ist, nach einem Monat wieder im eigenen Bett zu schlafen. Man legt sich hin, dreht sich kurz auf die ungeimpfte Seite und schon ist alles dunkel und man entschwindet in das Reich der Träume. Den nächsten Morgen dreht man sich nochmal gemütlich rum und schlummert noch eine Stunde. Dann hieß es aufstehen und das Chaos neu ordnen. Letztlich hatten wir folgende Aufteilung vorgenommen:
- Ungarn / Istanbul: Zivil (d.h. kein Outdoor)
- Ägypten: Weltreiseausrüstung (Outdoor, aber nur sommerlich)
- Island: Outdoor (Winterausrüstung)
Zuhause angekommen hieß es erstmal, die Wäsche der letzten vier Wochen stapeln, sortieren und soviel wie möglich waschen (wichtiges natürlich zuerst). Und genau da zwickte uns schon der Fehlerteufel. Nach acht Jahren blies der Gott der Waschmaschinen heute Vormittag unserer Waschmaschine das Lebenslicht aus. Oder besser gesagt, die Pumpe zum Abpumpen war hinüber und rührte sich nicht mehr. Und wenn es schon dick kommt, dann richtig: es handelt sich um eine privileg, Quelle ist pleite und somit auch kein Kundendienst. Jeder andere Kundendienst möchte schon für Anfahrt und Analyse zusammen 100 Euro haben, repariert ist da noch garnichts (und dafür bekommt man schon 25% einer neuen [sehr guten] Maschine). Die Entscheidung war schnell getroffen, aber die Auswahl war groß. Aber unsere neue Waschmaschine wird jetzt 7 Monate warten, bis sie unsere dreckigen Sachen waschen darf. Glück im Unglück war, dass sie genau nach der letzten Ladung wichtiger Wäsche verschied.
Zumindest meinte es das Wetter halbwegs gut und sorgte dafür, dass bis zum Abend alle Sachen im wahrsten Sinne des Wortes im Trockenen waren. Dann mussten nur noch alle Sachen wieder zusammengepackt werden (daran sitzen wir jetzt noch ein bißchen, weil noch nicht alles verstaut ist). Das Unglück mit der Festplatte war auch behoben, die Daten sind auf die neue Festplatte kopiert und einsatzbereit.
Ich hatte im ersten Abschnitt das Wort "ungeimpft" fallen lassen. Gestern waren wir nochmal auf Stippvisite im Tropeninstitut Würzburg und ließen uns noch ein paar notwendige und empohlene Impfungen verpassen. Geplant war Gelbfieber, hat sich aber um Typhus erweitert. Empfohlen wurde uns auch noch Tollwut, wo ich garnicht wusste, dass es überhaupt eine Vorsorgeimpfung dafür gibt. Mir war bisher nur die "Kurz danach"-Therapie mit den Spritzen in den Bauch bekannt. Ist aber ähnlich zu Hepatitis, wo man in 3 Sitzungen die Spritzen bekommt.
Um nochmal ein richtiges Heimatgefühl zu bekommen, gönnten wir uns heute Abend in Prölsdorf einen Schnitzelabend. Der "Goldene Stern" ist wirklich eine erstklassige Anlaufstelle für Schnitzel - ungefähr 10 verschiedene Schnitzelsorten stehen dort auf der Karte, vom normalen Schnitzel bis hin zu Knoblauchschnitzel, wo ungefähr 10 Zehen Knoblauch verarbeitet werden. Mit Pommes Frites und Salat für 5,90 Euro - legendäre Portionen natürlich!
Am Anfang unserer Weltreise geht es noch etwas chaotisch zu. Erst waren wir in Ägypten, um dann über Mailand nach Stuttgart zu fliegen. Dort sammelten wir zwei von Krisztas Freunden auf. Mit denen wollten wir in vier Tagen einmal auf der Ringstraße durch Island fahren.
Auf dem Weg von Kairo nach Island machen wir zwei Zwischenstopps. Einer davon ist in Mailand, wo wir den Tag nutzen, um die Stadt zu erkunden.




