Ein paar ruhige Tage nach Weihnachten. Zeit für den Jahresrückblick 2025 und damit auf alles, was die Bereiche Privat, Musik und natürlich auch Reisen betrifft.
Privat
Aus dem privaten Bereich gibt es für 2025 nicht viel zu berichten. Kein Umzug, kein Stellenwechsel, keine größeren Anschaffungen, die erwähnenswert wären. Von daher eigentlich ziemlich ruhig. Deswegen konnte ich auch mein iPod-Projekt intensiv betreuen.
Dafür ging es auf Arbeit ziemlich turbulent zu. Die Phasen, wo ich sehr in Anspruch genommen wurde, sind gestiegen. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen so, als hätte ich sonst nichts zu tun gehabt. Aber ihr müsst euch das so vorstellen, dass es die ein oder andere Woche gab, wo ich am Ende der Woche feststellen musste, dass ich eigentlich überhaupt nicht zu dem gekommen bin, was ich eigentlich hätte erledigen sollen.
Am Ende des Jahres bin ich dann doch noch etwas in Bastelstimmung gekommen. Angeregt von einem Artikel baute ich mir eine Heizungslüftung und erweiterte sie innerhalb kurzer Zeit so weit, dass sie mittlerweile über einen Temperatursensor die Wärme misst und dementsprechend die Lüfter regelt.
Musik
Im Bereich Musik gibt es so viele Veränderungen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Vielleicht lasse ich einfach ein bisschen die Statistik für sich sprechen.
77309
Gespielte Musik in Minuten
77309 Minuten sind 53,7 Tage. Und da zählt nur die Musik rein, die in meiner Musikdatenbank drin ist. Da zählen nicht die ganzen Releases rein, die ich einfach mal so bei Tidal oder Bandcamp gehört habe. Und natürlich auch kein Podcast. Das spricht schon extrem für ein musikreiches Jahr.
Plastikman, Orbital, Sven Väth, Aural Imbalance, Aphex Twin
Top 5 Künstler
Der erste Platz hat mich überrascht, aber bei genauerer Überlegung fiel mir wieder ein, dass ich dieses Jahr die gesamte Albenkollektion von Plastikman bekommen habe und deswegen der Platz 1 durchaus Berechtigung hat. Orbital ist durch ihre Extended-Ausgaben des grünen und brauen Albums klar. Bei Sven Väth habe ich neben der diesjährigen Retrospective auch mal in seine „mittleren“ Alben, wie z.B. Contact und Fusion reingehört.
Das es Aural Imbalance so weit nach vorn geschafft hat, wundert mich. Angesichts dessen, dass Aphex Twin es mit der Tribute-Compilation We Care Because You Should auf Platz 5 geschafft hat, die mit knapp 60 Titeln schon ein ordentliches Volumen zusammen bringt.
A Strangely Isolated Place, Self Released, Black Hole Recordings, Minus, Spatial
Top 5 Labels
Jetzt kann ich langsam anfangen Verknüpfungen herzustellen. Minus als Label erklärt sich natürlich aus dem Zugang der Plastikman Sammlung. Spatial steht direkt mit Aural Imbalance in Verbindung, da er dort seine Werke veröffentlicht. Und die Self Released Werke sind alles EPs und Alben, die auf Bandcamp veröffentlicht wurden, wo es kein Label gibt.
Bleiben die beiden Einträge für A Strangely Isolated Place und Black Hole Recordings. Black Hole lässt sich daher herleiten, weil ich mich geärgert hatte, dass es die Electronic Architecture 4 nur als Mix gab. Dann habe ich sie doch als einzelne Tracks entdeckt. Natürlich auch im Laufe des Jahres mal ein paar ältere Ausgaben gehört. Das fällt natürlich gleich ordentlich ins Gewicht.
Obwohl ich gerade mal die Hälfte des Katalogs von A Strangely Isolated Place gehört habe, ist der Kauf des kompletten Katalogs natürlich Ausschlag gebend für den ersten Platz. Und ich bereue nichts davon. Es sind so schöne Werke dabei!
Techno, Ambient, House, Vocal, Drum & Bass
Top 5 Stil Tags
Ich habe aufgehört, meine Releases mit spezifischen Musikangaben zu versehen. Egal, ob es Hard, Deep oder Dub-Techno ist, dann kommt ein Tag Techno dran und dazu die Spezialisierung. So ist es klar, dass Techno mit riesigem Abstand auf Platz 1 ist. Ambient spielt natürlich direkt mit A Strangely Isolated Place zusammen. Und Drum & Bass mit Spatial.
Aber wie es die Tags House und Vocal in die Top 5 geschafft haben, ist mir rätselhaft. Denn Vocal tagge ich eigentlich nur Alben, wo die Stimme ein essentieller Teil der Musik ist.
374 / 106
Anzahl der neuen EPs/Alben
Die erste Zahl ist die Anzahl der kompletten Neuzugänge, während die zweite Zahl zeigt, wie viele in aus dem Jahr 2025 waren. Das spricht dafür, dass ich meine Sammlung zu zwei Dritteln mit altem Material erweitert habe.
Kommen wir jetzt zu meiner Lieblingsrubrik beim Jahresrückblick. Es geht um die Best Of Awards. Aber dieses Jahr war es eigentlich nicht so schwer.
Wenn ich so auf meine Auswahl der Alben des Jahres zurückblicke, liege ich tendenziell immer falsch. Damit will ich sagen, dass ich auf lange Sicht dann doch andere Alben mehr mochte. Aber meine Wahl auf das Album von Mikkel Rev ist nicht nur musikalisch begründet, sondern auch von seiner Wirkung. Schließlich habe ich mich nach dem Prelistening dazu entschlossen den gesamten Katalog von A Strangely Isolated Place zu kaufen, was für einen immensen Impact spricht.
Spatial als Label des Jahres war wohl die leichteste Entscheidung. Kein Label hat mich dieses Jahr so nachhaltig beeindruckt. Und das ist nicht nur der Retro-Sound, sondern auch die Haptik. Das Vinyl, welches bei Void Vinyl gepresst wird, ist einfach ein optischer Genuss.
Best Artist kann natürlich nur jemand werden, der eine Entwicklung vorzuweisen hat und dann noch eine Veröffentlichung aufweisen kann, die auf jeden Fall eine Nominierung für die beste Platte des Jahres mit sich bringt. Ich hatte noch ein paar andere Namen auf meiner Liste, aber letztlich hat VC-118A geliefert und das muss honoriert werden.
Ich folge nun etlichen News-Magazinen. Doch keines hat nur ansatzweise über das Ableben von François Prijt berichtet. Seine ersten Scheiben auf Mokum waren für mich die Definition von Hardcore. Ich habe es immer genossen seine fette verzerrte Bassdrum zu hören.
Aber damit war er nicht allein. Klaus Doldinger, Komponist des Themas von Das Boot, aber auch John Reid, die Stimme der Nightcrawlers (Push The Feeling On) haben uns verlassen. Ich weiß mein Musikgeschmack ist etwas ungewöhnlich. Und vermutlich genau deswegen gehört Blade von Chris Zippel zu meinen Lieblingstracks. Selten haben Musik und die Stimme von Tusnelda aka Sophie Page so gut harmoniert. Auch ihre Stimme werden wir nicht mehr hören und deshalb kann ich auch den Song zitieren:
The art of losing isn’t hard to master. So many things seem filled with the intent to be lost, that their loss is no disaster.
Was hat mich musikalisch am meisten überrascht? Kein Künstler, dem ich folge, hat eine spektakuläre Wendung hingelegt oder ein Album herausgebracht, das mich von den Socken haut. Aber ein Album zu veröffentlichen, an das keiner mehr geglaubt hat, kennt man eigentlich nur von Portishead. Aber Araabmuzik hat es nicht mal angekündigt, sondern es war einfach da. Und damit war die Überraschung perfekt.
Reisen
Das Jahr 2023 hörte mit einer Reise nach Indien auf und somit fing 2024 damit an. Wir machen eine ayurvedische Kur in Indien. Ich nehme unglaublich viel an Erfahrung mit. Immer wieder lese ich, dass es sehr aufwendig ist, das Gehirn umzuprogrammieren. Alte Gewohnheiten sind doch sehr anhänglich. Aber nach dieser Reise schaffen wir die Umstellung.
Insgesamt verliere ich nicht nur den ganzen Weihnachtsspeck, den ich mir angefuttert habe, sondern auch die sechs Kilogramm, die sowieso schon immer zu viel waren. Außerdem lerne ich zu verzichten. Und damit ist eine Regulierung des Gewichts überhaupt kein Problem.
Dann folgte eine Reihe von Kurzausflügen, z.B. an den Gardasee oder über Ostern nach Holland zur Tulpenblüte. Das waren zumindest die, wo ich einen Eintrag geschrieben habe. Dazu kamen dann noch Wochenenden in Marienbad, Ofterschwang, Österreich und eine Wanderung zum Prebischtor.
Nach den Sommerferien wollen wir noch eine Woche campen gehen. Aber alles wird anders, als geplant. Kriszta hat sich eine Erkältung eingefangen und in den Bergen der Slowakei drohen nachts Temperaturen um den Gefrierpunkt. Also verbringen wir die ersten Nächte in Hotels, bis wir auf Camping umstellen.
Den Abschluss macht eine 14-tägige Reise nach Malaysia und Indonesien. Beide Länder haben wir schon mal besucht, aber z.B. Malaysia ist schon mittlerweile knapp 15 Jahre her. Und das Land hat sich seit dem enorm entwickelt. Da Indonesien riesig ist, lohnt sich der Vergleich gar nicht, sondern wir erkunden Dschungel und Landschaft.







