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Veröffentliche Beiträge in “Allgemein”

Zeitverschiebung

Jan 0

Der Baufortschritt in meiner Wohnung geht planungsgemäß voran. Heute wurden die gestern tapezierten Stücken gestrichen - und nur die. Gibt der Küche und dem Bad ein gewisses Patchworkdesign. Andere Spuren z.B. kleine abgestoßene Ecken im Wohnzimmer wurden großzügig übersehen - also schau ich da auch mal großzügig darüber hinweg.

Heute entschloss ich mich etwas zeitiger zu gehen, in der Hoffnung heute nachmittag mal meine Hausärztin konsultieren zu können. Wenn jeder Allgemeinarzt dienstags und donnerstags für seine arbeitenden Patienten geöffnet hat, habe ich garantiert die Ärztin erwischt, die am Mittwoch Nachmittag geöffnet hat. Also - Please try again later.

TascheDafür kam jetzt mein gesamter Tagesablauf durcheinander. Mangels eine gemütlichen Platzes zum Lesen, setzte (legte? lümmelte?) ich mich vor den Rechner und quälte das UltraFractal ein wenig. Vor einigen Wochen kam ich auf die glorreiche Idee mir eine Tasche als LKW-Plane selbst zu entwerfen. Anbieter gibt es auf dem Bereich einige, nur scheitere ich permanent an der gleichen Hürde - ich erhalte auf meine Anfragen keine Antwort. Nachdem ich beim ersten Anbieter ein nicht mehr ganz so freundliche Mail schickte und daraufhin eine Nachricht vom Geschäftsführer erhielt, der sich meines Problems annehmen wollte. Auch die wiederholt gesendete Nachfrage verlief im Sande. Wenn mir jemand einen Tipp geben kann, welcher Internetshop Taschen aus LKW-Plane mit der Möglichkeit ein eigenes Motiv zu verwerden, anbietet, dem wäre ich sehr dankbar. In der ersten Hoffnung, schon bald das Ergebnis in den Händen zu halten, machte ich einen ersten Entwurf für das Motiv. Muss ich erwähnen, dass ich als Motiv ein Fraktal wähle?

Durch die selbstverursachte Zeitverschiebung hab ich mein allabendliches Tief schon jetzt erreicht und könnnte mich glatt jetzt schon schlafen legen. Das kann ich aber nicht gelten lassen, also verschwinde ich erstmal in der Küche. Möchte noch jemand einen Latte Macchiato?

Treffen an Kanal 16

Jan 0

Nachdem ich Samstag etwas rastlos durch meine Wohnung getigert bin, habe ich mir Sonntag morgen ein Herz gefasst und zum Lappen gegriffen. Wie oft hat man denn die Möglichkeit mal seine Küchenschränke auf Sichthöhe zu haben. Und viel interessanter - wann wurden diese Schränke das letzte Mal abgewischt? Aber wer krabbelt schon auf seine Küchenschränke, um dort den Staub zu entfernen? Also stieg ich mit einer Flasche Fit und einem Lappen bewaffnet auf die Schränke und kam zu der Erkenntnis: Von oben sehen sie weiß aus!

Warped

Jan 0

Den Rechner im Schlafzimmer stehen zu haben, kann auch von Vorteil sein. Man kann gleich nach dem munter werden Mails checken, ohne aufstehen zu müssen. Ich stöpselte dann meine Walkman-Kopfhörer an und lauschte meinem Podcast, während die Sonne durch die Gardine auf mein Gesicht schien. Ich beobachte wie ein paar Staubteilchen im Schein der Sonne über meiner Bettdecke in unendlicher Langsamkeit ihren Tanz vorführten und sich dabei langsam fallen ließen.

Eigentlich könnte ich mal eine neue Serie anfangen: Errungenschaften der Menschheit. Denn nach 14 Tagen voller Abstinenz jeglichen Wohncomforts entdeckte ich heute, wie selbstverständlich gewisse Geräte für uns sind. Nach 14 Tagen die Kaffeemaschine anzuschalten und einen selbstgemachten Kaffee zu genießen, ist schon mal wie die Rückkehr in die Zivilisation. Und gerade erkämpfte ich mir die zweite Maschine in meinen Herrschaftsbereich zurück: die Waschmaschine. Nachdem sich in meinem Schlafzimmer zwei Berge von der Größe des Olympus Mons stapelten, brummelt der Bauch meines Waschmaschinchens wieder zufrieden.

Jetzt muss ich nur noch das Wunder des Elektroherdes wieder für mich entdecken. Die Herren Handwerker waren so gnädig, mir gestern meine Spüle und meinen Herd wieder anzuschließen. Der gesunde Menschenverstand ist wahrscheinlich der Meinung, den Dreck wegzumachen, bevor man Schränke wieder in einen Raum stellt, aber vielleicht kommt das in der Fortsetzung nächste Woche, wenn meine Wände nochmal etwas Rauhfasertapete und Farbe sehen werden. Jedenfalls bin ich heute Mittag Fremdesser gewesen und wenn ich schon mal ein Päckchen erwarte, dann kommt das grundsätzlich Samstag Mittag, wenn ich außer Haus bin. Aber diesmal gab es keine Probleme, ich konnte es mir bei Nachbarn abholen.

T-ShirtsNatürlich habe ich es ungeduldig aufgerissen und freudig meine T-Shirts in Empfang genommen. Zusätzlich hatte ich mir noch die Peel Session von Boards of Canada bestellt. Die CD fehlt mir noch in meiner Sammlung und damit habe ich sie vervollständigt. Nur als ich die CD-Hülle öffnete, begrüßte mich ein schwarzer CD-Aufdruck. Völlig unüblich für eine Peel Session aus dem Hause Warp. Noch viel mehr verwunderte mich der Aufdruck: Plaid - Spokes, WARPCD114P. Eine Promo-CD in der Hülle von Boards of Canada? Da muss wohl was schief gelaufen sein. Also legte ich die CD in das Laufwerk meines Rechners (da die Anlage immer noch nicht aufgebaut werden kann). Um so mehr war ich erstaunt, als ich dann doch Boards-of-Canada-typische Klänge vernahm. Ich fasse mal zusammen: Ich habe eine Fehlpressung von Boards of Canada mit dem Aufdruck der limitierten Promo-CD von Plaid. Vielleicht hätte ich heute auch noch Lotto spielen sollen, der Jackpot steht bei 24 Millionen...

Kleine Geschichten vom Regenbogen

Jan 0

Letztens kam ja über Google die Suche nach "Kleine Geschichten vom Regenbogen" bei mir an und ich dachte mir, das wäre doch eine prima Idee einige lustige, traurige, interessante oder verschwörerische Geschichten über den Regenbogen zu schreiben. Nicht besonders lang, vielleicht so 200 bis 400 Wörter. Wer mitmachen mag, darf mir seine Geschichte gern per Mail schicken. Aber gefallen muss sie mir schon... Ich liefere mal eine Vorlage:

Kleine Geschichten vom Regenbogen

"Himmelhoch" by Jan

Hallo! Heute morgen bin ich ziemlich zeitig aufgestanden. Ich wollte mich eigentlich nur mal schnell umsehen, bei Freunden vorbeischauen und dann noch meine Familie besuchen. Auf einmal kam ich zu nah an den Rand, stolperte und fiel. Ich bekam noch mit, dass ich von weit oben gefallen bin. Es war dunkel über mir, dunkle Wolken zogen hastig über mir hinweg und machten Platz für die Sonne, die mich schon kräftig anstrahlte. Ich spürte ihre Wärme auf meiner Haut, man könnte fast sagen, ich konnte fühlen, wie sie mich durchdrang. Aber von der Wärme blieb nicht viel übrig, während ich fiel. Merkwürdigerweise machte ich mich ganz schlank und stieg weiter ab, ganz schnell. Auf einmal sah ich neben mir - einen Regenbogen. Wie kräftig der strahlte! Und all diese Farben! Ich fragte mich, wo er denn hergekommen sei. Irgendjemand muss doch einen Pinsel und einen Farbtopf genommen haben und das Blau des Himmels mit all diesen lustigen bunten Farben verziert haben. Und diese schöne Halbkreisform, hoffentlich sieht man ihn noch eine Weile! Als ich wieder zu mir kam, lag ich im Gras. Genauer gesagt auf einem Grashalm. Ich fühlte mich total zerschlagen, aber der Wind blies und ich wippte mit dem Grashalm auf und ab. Ach so, hab ich mich schon vorgestellt? Ich bin Bruno, der Regentropfen!

Danke!

Jan 0

Lieber Besucher dieses Blogs - Danke, dass du vorbeigekommen bist! Als ich heute morgen meinen Rechner anschaltete und einen Blogblick machte, sah ich folgendes:

24.000 Seitenaufrufe

Was wird den geneigten Leser hier in den nächsten Tagen erwarten? Berichte aus der Staubhöhle und... natürlich der Podcast für September. Ich fang mal mit einem aktuellen Bericht von der Baustelle an.

Die Folien sind weg. Ich sehe meine Schrankwand und meine Couch wieder - ach, was sag ich, ich kann sie wieder benutzen! Alles ist natürlich mit einer feinen Staubschicht überzogen, aber das läßt sich ja schnell beseitigen. Was natürlich noch nervt: Die Küchenschränke stehen noch in der Wohnung und die Inhalte der Schränke sind im übrigen Wohnzimmer verteilt. Also hab ich effektiv noch nichts gekonnt, aber es sieht schon mal wieder wohnlicher aus!

Ich bin mal gespannt, wie das Problem mit dem Hängeschrank gelöst wird. Der hing nämlich mit einem Spreizdübel befestigt an der Gipskartonwand. Nur liegt jetzt nirgendwo der Haken, noch der Dübel in der Wohnung - viel Spaß beim Montieren, liebe Handwerker!

Montag morgen

Jan 0

Nach knapp 500 Kilometern Heimfahrt trudelte ich gestern abend wieder daheim ein und wo ich meine Wohnung betrat, hätte ich gleich wieder auf dem Absatz kehrt machen können. Die komplette Wohnung ist mit Plastikfolien bedeckt. Es erinnerte mich ein wenig an Adelshäuser - als wenn ich gerade meine Sommerresidenz bezogen hab und trotzdem nochmal nach Hause muss, weil ich etwas vergessen hab. Nein - viel besseres Beispiel: Wie die Verhüllung des Reichtstages, nur in meiner Wohnung.

Schade nur, dass ich an keinen Schrank mehr heran komme. Mal abgesehen vom Schlafzimmer, das momentan mein Refugium ist und ich dort zwischen meiner gesamten Technik hause. Aber zurück zur Heimkehr: Mein Schädel drohte dank mangelnden Schlafes und ungesunder Schlafhaltung bald zu bersten, also entschloss ich mich die Wanne zu entstauben und ein heißes Bad zu nehmen. Auch die Kopfschmerztablette wirkte bald und ich rief fix meine Eltern an und quatschte dann noch ein wenig mit Loni, die mich auf die Idee brachte, doch eine Temporärinstallation meines Rechners im Schlafzimmer zu versuchen. Also baute ich auf, zog mein langes Netzwerkkabel durch den Flur und siehe da, es reichte und ich war wieder online. Aber auf die Dauer wird es sehr schnell unbequem und meine Kopfschmerzen wurden wieder drastisch schlimmer.

Ins Wohnzimmer wagte ich mich garnicht weiter, denn nachdem ich eine Folie beseite nahm, um mich auf die Couch zu sehen, stiegen Wolken von feinem Betonstaub auf und ich verkroch mich wieder ganz schnell wieder. Ich freu mich schon auf das Putzen danach. Jetzt heißt es erstmal wieder arbeiten und Blogs und Newsletter aufarbeiten. Der Bericht zu meiner vergangenen Woche folgt...

Räumen und planen

Jan 0

Nach einem ausgiebigen Kraftfrühstück kam der Kraftakt. Ich hätte nicht im Traum daran gedacht, dass ich mit meinem Umbau so schnell fertig werde. Erstmal erledigte ich den lästig drängelnden Abwasch und räumte danach das Bad aus. In der Zwischenzeit stellte ich noch ein paar MDs für die Fahrt zusammen, räumte den Schreibtisch auf und verfrachtete dann meinen großen und den kleinen CD-Schrank ins Schlafzimmer. Denen folgten meine Plattenspieler und meine Plattensammlung. Jetzt konnte ich mich langsam in die Küche vorwagen und die betreffenden Schränke ausräumen. Zwischendurch kam dann mehrmals das "Och neee, das muss ja auch noch weg"-Gefühl auf, was sich aber durch geschicktes Schieben und Verpacken beseitigen ließ. Da ich meinen Rechner als letztes wegräumen wollte, begann ich erstmal die Technik ringsherum abzubauen (Zweit-, Drittrechner, Zweitmonitor, Scanner, Drucker) und das ganze Kabelgedöns, welches sich anhäuft.

Der Abwasch war nun mittlerweile fast trocken, sodass ich das Geschirr noch in aller Ruhe verstaute und nun mit dem Demontieren der Arbeitsplatten beginnen konnte. Wie Atlas stützte ich die Platten von unten, während ich schraubte. Manchmal wären 4 Arme ganz praktisch. Von der Zeit passte es ganz perfekt, denn die letzte MD war mittlerweile gefüllt und ich konnte meine Anlage komplett abbauen und auch umräumen. Erkenntnis nach vier Stunden räumen, schrauben und *hust* putzen: Wenn ich noch die Schrankwand und den Kleiderschrank ausräume, sind alle Schränke leer. Aber ich denk' lieber nicht daran. Ich erspar mir lieber ein Foto (außerdem wüßte ich jetzt garnicht, wo das USB-Kabel vom Handy ist).

Und ich stellte fest, dass sich die Treffen in unserem Freundeskreis doch geändert haben. Nicht von der Besetzung, sondern von den Themen. Gut - gelacht (und getrunken) wird auch noch viel. Gestern abend traf ich mich mit Freunden, die ich aufgrund der Entfernung nur relativ selten sehe. Aber wenn dann Themen wie "Hochzeitsplanung", "Babyfotos ansehen" und "Tipps und Tricks bei der Steuererklärung" den Schwerpunkt finden, hatte ich stellenweise schon das Gefühl im falschen Film zu sein. Und ich erhielt eine Einladung nächstes Wochenende in die Nähe dieses kleinen Nestes zu kommen, verbunden mit einem Abend am Rhein, 2 Kanistern Federweißer und Feuerwerk - Stichwort: Rhein in Flammen. Tja, wenn ich einmal unterwegs bin...

Kleiner Nachtrag: Gerade bei deviantArt gefunden...

Schwimmende Schweine

Mal ein bißchen Planung

Jan 0

Ich muss jetzt erstmal ein bißchen in meinem Kopf alles sortieren, denn da geistert so viel umher. Am besten ist es wohl erstmal, wenn ich erstmal das Ganze in Stichpunkte verpacke.

  • Podcast: Der September-Podcast ist musikalisch bereits fertig. Hochladen ist aber erst ab dem 10. September wieder möglich. Ich hab die letzten Tage fast aussschließlich die Rohfassung gehört. Ich bin eigentlich hochgradig zufrieden, was das Ergebnis betrifft. Nur fehlt da noch was - ich. Ich könnte es wieder darauf hinauslaufen lassen, eine kurze Anmoderation zu machen und den Podcast dann laufen zu lassen. Ich weiß, es trifft nicht den Nerv, aber ich bin immer so angewidert, wenn ich das Radio anschalte. Ich weiß nicht, ob es in anderen Bundesländern ähnlich ist, aber in Sachsen ist man der Meinung: Viel reden hilft viel. Eins bis zwei Musikstücke und dann muss gleich wieder irgendein Ratgeber, Werbung, Sendehinweis oder Konzerttipp folgen. Meine Güte - ist es denn zuviel verlangt, dass wir die Grenze zum neuen Jahrtausend überschritten haben und man von den Leuten erwarten kann, dass sie selbst mal ins Internet schauen können, welcher Titel gerade lief? Aber ich vergaß - nur 12% der Deutschen verstehen die Tagesschau. Außerdem brauch ich Rumgekasper im Radio nicht - das mach ich schon allein ;)
  • Suchanfragen: Anfangs habe ich nach dem Einbau des Blogcounters mich noch gewundert, wieviele Suchanfragen zu meinem Blog führen. Mittlerweile hab ich mich daran gewöhnt, dass mehr als 10% der Besucher meines Blogs über Suchmaschinen eingeflogen kommen. Manchmal werden skurrile Dinge gesucht, sehr häufig auch Musik bzw. musikverwandte Themen (also z.B. Netlabels), aber die meisten Suchanfragen -da kommt wirklich täglich etwas- finden bei mir Antworten zu Alternativen Raumantrieben. Ich glaube, der Aufwand die Serie zu schreiben, hat sich damals echt gelohnt.
  • Wochenendplanung: Heute abend werde ich mich erstmal mit Freunden treffen und dann wird es, je nach Größe der Runde, ein geselliger Abend oder -um es mit Gunter Schmäche zu sagen- Bierchen trinken, Skat spielen, Super!. Am Samstag kommt dann das böse Erwachen. Da in den nächsten beiden Wochen die Rohrleitungen in meinem Haus erneuert werden, werden in Bad und Küche die Wände zu den Rohrschächten geöffnet, Rohre gewechselt und dann noch ein bißchen neuer Schnickschnack, wie z.B. ein Badentlüftung in den Flur, installiert. Klingt mehrwürdig, habe ich aber schon selbst erlebt, dass zwischen der Fensterseite und dem Luftschacht so ein starker Luftzug herrscht, dass man kaum die Türen schließen kann. Also verspricht man sich einen Druckausgleich davon, mal sehen ob es funktioniert. Damit die Herren Handwerker natürlich problemlos an die Rohrschächte herankommen, muss ich also das Bad ausräumen und in der Küche die Schränke ausräumen und die Arbeitsplatten demontieren. Die Schränke werden dann von den Handwerkern selbst abgenommen bzw. wieder angehängt. Da sich dummerweise auch meine Computerecke in der Nähe der Küche befindet und auch mein restlicher Technikkram, werde ich also den Rechner und die Anlage komplett abbauen und in eine staubfreie Zone transportieren. Laut Vermieter werden die schlimmsten Schmutzarbeiten in der ersten Woche stattfinden und in der zweiten wird dann wieder alles hergerichtet. Demzufolge bin ich also nächste Woche weg. Ich habe jetzt schon miterlebt, welcher Dreck in den anderen Wohnungen entstanden ist und deshalb ergreife ich die Flucht.
  • Zum Abschluss noch eine kleine Geschichte unter der Rubrik: Diese Woche erlebt. Durch die Baumaßnahmen ist der Haupteingang zum Haus gesperrt und man gelangt nur durch den Kellereingang ins Haus. Dazu muss einen kleinen Bogen laufen, der hinter einer Hecke entlang führt. Oder macht es wie ich: straight über den Rasen. Als ich eines Nachmittags von Arbeit kam, läuft eine Frau aus dem Keller und will den Bogen laufen, während ich den Rasenweg nehme. Kurz vor der Hecke bleibt sie stehen, sieht mich an und fragt: Haben sie Angst vor Spinnen? Ich sollte dringend etwas gegen meine ausufernde Phantasie tun, aber plötzlich sah ich vor meinem inneren Augen wie eine 1 Meter hohe Spinne hinter der Hecke lauert, dämonisch grinsend und sich die flauschig behaarten Beine in Erwartung eines Opfers reibt. Nein, meinte ich. Na da über der Tür sitzt eine und wenn ich wiederkomme, traue ich mich nicht wieder rein. Können sie die mal "wegmachen"? Ich mir die Spinne angesehen - ein ganz klitzekleine - und sie dann nett gebeten, die Frau nicht zu erschrecken und aufgefordert das Haus zu verlassen und sich doch eine andere nette Stelle auszusuchen. Ich hab ihr erstmal eine Stelle im Gras vorgeschlagen. Gegen diese Zwangsausweisung konnte sie erstmal nichts machen, aber vielleicht lauert ihre große Schwester ja immer noch hinter der Hecke...

Ich habe euch erwartet!

Jan 0

Ich frage mich, ob das gesund ist: Um 1 Uhr ins Bett zu gehen und den nächsten Morgen noch vor 8 Uhr wieder putzmunter aufzustehen. Zeit allemal, um dem Sommer adé zu sagen und die kuscheligen Winterbetten aufzuziehen. Demzufolge lautet meine Prognose, dass in den nächsten zwei bis drei Wochen garantiert nochmal so warm wird, dass ich das bereue. Während ich noch zwischen Wäsche waschen und Küche aufräumen rotierte, klingte es. Kurz vor 10 Uhr, dass konnten nur SIE sein. Und SIE fingen mich gleich mit einer zwielichtigen Frage zum "unserem Schöpfer" ab, auf die man eigentlich keine Antwort findet.

Nachdem ich ganz schnell Desinteresse bekundete, war der gute Mann bestrebt mir noch einige Denkanstöße zu geben. Er war schon über 60, trug einen grauen Anzug, eine gemusterte kanariengelbe Krawatte, die leicht schief saß, zu seinem weißen Hemd. Er hatte eine südliche Bräune, die offensichtlich von einem gerade beendeten Urlaub stammte und sein kurz geschnittenes graues Haare bildete auch im Glanz der Halbglatze durch die Bräune einen sehr starken Kontrast. Seine Augen blitzten, wenn er sprach, offensichtlich war er sehr überzeugt von seiner Sache. Neben ihm stand seine Begleiterin, die durch seine Erscheinung sehr stark in den Hintergrund gedrängt wurde. Auch sie war ungefähr sein Alter, wirkte aber bei weitem nicht so lebendig und gab die gesamte Zeit schmatzende Geräusche von sich. Auch wirkte sie mit ihrer Rüschenbluse und der rosafarbenen Strickjacke, die wie ein Tuch über ihrer korpulenten Figur hing, sehr bieder.

Ich ließ lächend die Argumente über mich ergehen und wollte auch keine Diskussion anfangen, obwohl es doch sehr offensichtlich war, dass man schlecht das Universum mit Zitaten aus der Bibel begründen kann. Nehmen wir mal an, dass Hammurabi 1750 v. Chr. auf der Säule statt eines Gesetzestextes eine Geschichte hätte aufschreiben lassen, die von der Schaffung der Universums erzählt, würde man ihr glauben, nur weil die Geschichte so alt ist und es dort geschrieben steht? Ich denke nicht. Ich wünschte noch einen schönen Sonntag und ließ sie ziehen.

Heute nachmittag war dann das letzte Heimspiel der Dresden Monarchs in dieser Saison und im Rudolf-Harbig-Stadion. Demnächst beginnt der Umbau des Stadions und die Stadt Dresden war so clever und bot den Dresden Monarchs keinen Vertrag zur Nutzung des Stadions nach dem Umbau an. Warum sollte sie auch einem Team, das in der obersten Liga der German Football League spielt, Spieler aus Amerika verpflichtet und jetzt zum wiederholten Male in den Play-offs steht, einen Vertrag anbieten? Statt dessen bietet man ihnen das Heinz-Steyer-Stadion mit seiner baufälligen Holztribüne an. Trotz alledem ging es heute noch um den dritten Platz in der GFL Nord, wo die Cologne Falcons zu Gast waren. Im ersten Viertel schwächelten die Monarchs enorm und fielen gleich erstmal 10 Punkte in den Rückstand. Aber die restlichen 36 Minuten gehörten den Monarchs, die Defense stand (fast) und die Offense sorgte dafür, dass das Spiel mit 21:17 gewonnen wurde.

Letzter TouchdownRegenbogen

Zwischendurch sorgten einige Schauer für Erfrischung und einen wunderschönen Regenbogen zum Ende des Spiels, als die Offense in den letzten zwei Minuten noch einen Touchdown zur Führung machte.

Statt einem Wort zum Abend

Jan 0

Wieder viel vorgenommen und wenig geworden. Gestern angekündigt war ja noch die Auflösung zu den Pumpen. Aber als ich gestern heimkam, war ich voller Tatendrang, was den Podcast anbelangt. Also warf ich gleich den Rechner an und es zeigte sich die Tücke des Routers - erst wenn man eine Seite aufruft, stellt man fest, dass keine Verbindung besteht. Und just in diesem Moment klingelt das Telefon "Geht bei dir das Internet?" Offensichtlich ein großflächiger Ausfall. Also ging ich gleich zum Podcast über. Einen Song noch eingebaut, die Moderation aufgenommen, integriert, noch einmal probehören und dann hochladen. Unglaublich, wieviel Zeit dabei vergeht. Während des Hochladens nutzte ich schon mal die Zeit, um ein paar Skizzen für die Pumpenerklärung anzufertigen. Und dann folgte der Blick ins Schlafzimmer -uuups- da stapelte sich auf der einen Betthälfte ein Berg Wäsche, den ich jetzt seit Anfang der Woche immer aus meinem Blickfeld entferne, aber nun musste ich durch.

Als ich heute morgen einen Blick auf den Anrufbeantworter warf, bemerkte ich einen Anruf. Ich vergesse vielleicht aller zwei-drei Wochen auf das Gerät zu schauen und genau an den Tagen kommt, wie auch gestern, ein "Kannst du mich mal bitte bis 18 Uhr zurückrufen?"-Anruf. Nur gut, dass sich das auch schon gestern erledigt hatte. Als ich dann heute morgen auf Arbeit kam, das üblich Prozedere: Mails lesen, beantworten, Newsletter lesen. Wie ich letztens schon beklagte, der Heise-Newsticker baut sprachlich, als auch inhaltlich ab. Ungefähr 40 Nachrichten am Tag, 35 entsorgte ich schon anhand der Überschrift (was interessiert mich der 10. Beitrag zur Fusion von Mobilcom und freenet?) und bei restlichen Nachrichten, reicht mir das Lesen des ersten Abschnitts. Und heute morgen das:

Heise am Morgen

Wer sich den Ausschnitt mal durchliest, wird noch auf andere Ungereimtheiten stoßen, wie z.B. die "große Regierung". Versteckte Kritik über die Größe des Verwaltungsapparates oder einfach nur eine Mischung aus "derzeitige Regierung" und "große Koalition"? Trappatonis Rache?

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